Wer kommt, wer geht?

Transferticker: Ganvoula wird ins Ausland verliehen

Im Januar ist das Transferfenster wieder geöffnet. Auch der VfL Bochum möchte aktiv werden, sowohl Spieler abgeben als auch neue dazuholen. „Tief im Westen – Das VfL-Magazin“ bietet in diesem Winter zum ersten Mal einen Transferticker an. Hier gibt es regelmäßig ein Update zu aktuellen Entwicklungen. Heißt: Neben Vollzugsmeldungen auch Gerüchte inklusive Einordnung.

25. Januar: Silvere Ganvoula wird bis zum Saisonende an den belgischen Erstligisten Cercle Brügge verliehen. Das gab der VfL am Dienstagnachmittag bekannt. Eine Kaufoption wurde nicht vereinbart. Ganvoula ist noch bis zum Sommer 2023 an den VfL gebunden. In dieser Saison kam er auf neun Kurzeinsätze. Seine Situation hat sich durch die Verpflichtung von Jürgen Locadia weiter verschlechtert. Zuletzt war der 25-Jährige nur noch Stürmer Nummer drei. In den vergangenen drei Spielen gehörte Ganvoula gar nicht mehr zum Spieltagskader.

24. Januar: Seit Wochen hoffen einige VfL-Fans auf eine Rückkehr von Spielgestalter Robert Zulj. Doch dazu wird es in diesem Winter voraussichtlich nicht kommen. Nach Informationen von Tief im Westen Das VfL-Magazin gab es bis Ende letzter Woche keine intensiven Bemühungen der Verantwortlichen, den 29-Jährigen nach Bochum zurückzuholen. Der Top-Scorer der Aufstiegsmannschaft war im Sommer in die Vereinigten Arabischen Emirate gewechselt, bekräftigte zuletzt aber mehrfach öffentlich, wieder nach Europa zurückzukehren zu wollen – am liebsten zum VfL. Zulj hat sich also selber ins Gespräch gebracht. Der VfL sucht zwar einen zentralen Mittelfeldspieler, doch es gibt Indizien, dass die Verantwortlichen einen anderen Spielertypen bevorzugen. Zudem: Wäre der VfL ernsthaft an einer Rückkehr interessiert, hätten sie dieses Vorhaben bereits zu Beginn der Transferperiode angehen können. Zulj würde nach eigenem Bekunden zunächst einige Wochen Anlaufzeit benötigen, um den Leistungsstand der Vorsaison zu erreichen.

20. Januar: Eine Meldung aus Italien hat viele VfL-Fans zur Wochenmitte in Aufregung versetzt. Der Journalist Gianluca Di Marzio sowie Sky Italia haben gemeldet, dass Armel Bella Kotchap beim Serie-A-Klub Udinese Calcio zugesagt haben soll. Angeblich würde sich der Klub um einen Wechsel noch in dieser Transferperiode bemühen und hätte fünf Millionen Euro als Ablöse geboten. Anzeichen für einen solchen Wechsel gibt es aktuell aber keine, sagen Branchenkenner. VfL-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz erklärte auf Anfrage von Tief im Westen – Das VfL-Magazin, dass es keine Überlegungen gebe, den hochtalentierten Innenverteidiger in diesem Winter noch abzugeben.

Der 20-Jährige hat sich zum Jahreswechsel wieder einen Platz in der Startelf gesichert. Bella Kotchap ist noch bis 2024 an den VfL gebunden, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Nur ein außergewöhnlich hohes Angebot könnte die Bochumer zum Umdenken bewegen. Das aber liegt nicht vor und ist zur Stunde auch nicht in Sicht. Dass Bella Kotchap von diversen Klubs aus dem In- und Ausland beobachtet wird und dementsprechend auch Wechselgerüchte aufkommen, ist nicht neu – und wird sicher auch so bleiben.

19. Januar: Am Tag nach dem Pokalerfolg gegen Mainz 05 mit dem Doppelpack von Milos Pantovic kommen erste Wechselgerüchte auf. Nach Informationen der Sport Bild soll Bochums aktuell bester Pflichtspiel-Torschütze ein Kandidat bei Union Berlin sein. Pantovic wäre im Sommer ablösefrei zu haben, und der Bundesliga-Konkurrent ist finanziell in der Liga, ein Bochumer Vertragsangebot zu überbieten. Der VfL will den Mittelfeldspieler über die Saison hinaus halten. Der 25-Jährige kam vor dreieinhalb Jahren aus dem Nachwuchs des FC Bayern nach Bochum und ist aktuell ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Er befindet sich also in einer günstigen Verhandlungsposition. Wie konkret das Berliner Interesse allerdings ist, darüber ist zur Stunde noch nichts bekannt. Vorteil für Bochum: Pantovic fühlt sich beim VfL wohl und ist nicht abgeneigt, noch länger zu bleiben.

18. Januar: Saulo Decarli spielt in den Überlegungen des FC Luzern offenbar keine Rolle mehr. Der Innenverteidiger wurde vor wenigen Wochen von der Zeitung Blick mit dem Erstligisten aus der Schweiz in Verbindung gebracht. Nun berichtet die Luzerner Zeitung, dass sich der Klub sehr wahrscheinlich für einen anderen Abwehrspieler entscheidet. Beim VfL ist bislang auch kein Angebot für Decarli eingegangen.

17. Januar: Möglicherweise wird Silvere Ganvoula den VfL Bochum noch in diesem Winter verlassen. Er beschäftigt sich mit einem Wechsel. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin hat der Angreifer Ende letzter Woche Gespräche mit mindestens einem anderen Klub geführt. Dem Portal Voetbal Belgie zufolge handelt es sich dabei wohl um den belgischen Erstligisten VV St. Truiden. In der Jupiler Pro League hat der 25-Jährige bereits vor seinem Wechsel nach Bochum gespielt. Über den aktuellen Verhandlungsstand ist jedoch nichts bekannt. Schon im Sommer gab es verschiedene Anfragen für Ganvoula, ein Wechsel kam aber nicht zustande. Auch aus Belgien gibt es immer wieder Interessenten.

16. Januar: Fünf Spieler dürfen den VfL Bochum in diesem Winter verlassen, sofern sie einen neuen Arbeitgeber finden. Das trifft auf Raman Chibsah, Tarsis Bonga, Tom Weilandt, Saulo Decarli und auf Luis Hartwig zu. Das Quintett hat keine realistischen Chancen mehr auf Einsätze. Die Verantwortlichen würden ihnen also keine Steine in den Weg legen. Aktuell lägen aber keine konkreten Angebote für sie vor, verrät VfL-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz. Bonga ist noch bis 2023 und Hartwig sogar bis 2024 an den Verein gebunden – sie könnten also auch verliehen werden. Chibsah, Weilandt und Decarli stehen nur noch bis zum Saisonende unter Vertrag. Bei Decarli gab es Ende Dezember Gerüchte, dass der FC Luzern an einer Verpflichtung interessiert sein soll, konkreter ist es bislang aber nicht geworden.

13. Januar: Ein mögliches Weiterkommen im DFB-Pokal hätte keinen Einfluss auf weitere Wintertransfers beim VfL Bochum. Das hat Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz in der Pressekonferenz am Donnerstag bekräftigt. Der VfL trifft in der kommenden Woche zu Hause auf den FSV Mainz 05 und könnte mit einem Sieg erstmals seit 2015/16 ins Viertelfinale einziehen. In diesem Fall würde der VfL rund eine Million Euro zusätzlich einnehmen. „Natürlich wäre das ein warmer Geldregen. Es wären Mittel, die bislang nicht eingeplant sind. Dennoch: Davon sind Transferaktivitäten nicht abhängig. Der finanzielle Rahmen ist bereits definiert“, erklärte Schindzielorz auf Nachfrage von Tief im Westen – Das VfL-Magazin.

12. Januar: Ronaldo Deaconu, der mit dem VfL Bochum in Verbindung gebracht wurde, hat gegenüber Digisport in seiner rumänischen Heimat Gespräche mit zwei Bundesligisten bestätigt. Greuther Fürth nannte er dabei sogar namentlich. Demnach würde er einen Wechsel nach Deutschland bevorzugen. Ob der VfL wirklich an Deaconu interessiert ist, darüber ist aktuell nichts bekannt.

11. Januar: Die größte Sportzeitung Rumäniens, die Gazeta Sporturilor, berichtet über ein angebliches Interesse des VfL Bochum an Mittelfeldspieler Ronaldo Deaconu. Der 24-Jährige steht aktuell bei Gaz Metan Medias unter Vertrag, dem Tabellendreizehnten der ersten rumänischen Liga, und ist dort der „Star“ der Mannschaft. Allerdings haben sich der Spieler und der Verein auf eine Vertragsauflösung zum 27. Januar geeinigt. Deaconu ist Linksfuß und spielt im zentralen Mittelfeld, also auf einer Position, für die der VfL noch Verstärkung sucht. Ob der Spieler eine solche wäre, ist aus der Ferne kaum einzuschätzen.

In dem Artikel werden gleich mehrere Klubs genannt, was eher für ein gezielt lanciertes Gerücht spricht. Auch Greuther Fürth, Wisla Krakau und Sturm Graz finden als Interessenten Erwähnung. Nach Bochum gibt es nur eine Verbindung: Chefscout Carsten Schüpmann-Haase dürfte den Spieler noch aus der gemeinsamen Zeit bei Twente Enschede kennen – das allerdings muss kein Indiz für einen bevorstehenden Transfer sein. Deaconu war auch nur Jugendspieler bei den Niederländern.

10. Januar: Für viel Wirbel hat zu Wochenbeginn ein Transfergerücht des Portals fussballtransfers.com gesorgt. Angeblich soll der VfL Bochum an einer Rückkehr von Jan Gyamerah interessiert sein. Der Außenverteidiger ist im Sommer 2019 zum Hamburger SV gewechselt. In wenigen Monaten läuft sein Vertrag beim Zweitligisten aus. Der 26-Jährige wäre dann ablösefrei zu haben. Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin haben allerdings ergeben, dass es zur Stunde keine Anzeichen für einen solchen Transfer gibt, weder von Spieler- noch von Vereinsseite.

Viele Fans haben am Montag mit Ablehnung auf dieses Gerücht reagiert. Gyamerahs Ansehen hat gelitten, weil er seinen Ausbildungsverein seinerzeit ablösefrei verlassen hat. Für seine Stammposition hinten rechts hat der VfL mit Konstantinos Stafylidis, Herbert Bockhorn und Cristian Gamboa zurzeit gleich drei Kandidaten im Kader. Im Sommer laufen allerdings die Verträge von Stafylidis und Bockhorn aus. Dass der VfL dann einen neuen Außenverteidiger benötigt, ist zumindest nicht ausgeschlossen.

7. Januar: Unter VfL-Fans macht gerade das Gerücht die Runde, dass eine Verpflichtung von Robert Zulj unmittelbar bevorstünde und womöglich noch an diesem Freitag verkündet werden soll. Dieses Gerücht ist in verschiedenen Foren und sozialen Netzwerken aufgetaucht, entspricht nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin aber nicht den Tatsachen. Zulj hat sich – wie berichtet – über den Boulevard selbst ins Gespräch gebracht. Der VfL schließt eine Rückkehr nicht aus, hält sich die Option offen. Gesucht wird ein Mittelfeldspieler für mehr Kreativität, konkreter ist es bislang aber nicht. Womöglich wird auch ein etwas anderer Spielertyp gesucht, der besser ins jetzige System passt.

6. Januar: Der VfL Bochum hat die Verpflichtung von Jürgen Locadia mittlerweile bestätigt. Der Angreifer wechselt ablösefrei an die Castroper Straße. Sein Vertrag gilt zunächst nur für die Rückrunde, ist also bis Juni 2022 datiert. Locadia wird die Rückennummer 19 erhalten. „Wir sind sehr froh, einen solch interessanten und international erfahrenen Spieler für den VfL begeistern zu können“, sagt Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport. Und Locadia ergänzt: „Ich freue mich, erneut in der Bundesliga zu spielen. Nachdem ich zuletzt wenig Einsatzzeit hatte, hoffe ich natürlich, dass sich das beim VfL ändert“.

5. Januar: Nach eigenen und bislang exklusiven Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin beschäftigen sich die Verantwortlichen aktuell intensiv mit dem Angreifer Jürgen Locadia. Der 28-Jährige steht bei Brighton & Hove Albion in der Premier League unter Vertrag, kam in dieser Saison aber nur zu einem Kurzeinsatz. Zuletzt fiel er mit einer Corona-Infektion aus. Locadia spielte 2019 eine Halbserie in Hoffenheim und erzielte in elf Bundesliga-Partien vier Tore.

Der aus den Niederlanden stammende Mittelstürmer gilt als beweglich und körperlich robust, der Gegenspieler bindet, das Pressing beherrscht und über einen guten, kräftigen Abschluss verfügt. Die meiste Zeit seiner Karriere hat er bei PSV Eindhoven verbracht, ehe es ihn nach England, kurzzeitig nach Deutschland und für anderthalb Jahre in die USA zog. Sollte er zum VfL wechseln, müsste er deutliche finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Allerdings läuft sein Vertrag im Sommer aus. Vorteil für Bochum: Locadia und Trainer Thomas Reis haben denselben Berater.

5. Januar: Laut einem Bericht der Bild soll sich der VfL Bochum mit BVB-Angreifer Steffen Tigges beschäftigt haben. Der 23-Jährige steht beim Reviernachbarn noch bis 2024 unter Vertrag und käme allerhöchstens als Leihkandidat infrage. Allerdings wollen ihn die Dortmunder nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin vorerst nicht abgeben, da er als Mittelstürmer die einzige Alternative zu Erling Haaland ist. Tigges kommt in dieser Saison bislang auf sieben Kurzeinsätze und zwei Tore in der Bundesliga. Spielpraxis erhielt er teilweise auch in der Champions League und im DFB-Pokal, außerdem in der U23, die in der 3. Liga spielt. Tigges wäre schnell integrierbar, weil er die Bundesliga kennt, doch nach jetzigem Stand ist ein Wechsel unwahrscheinlich – es sei denn, der BVB ändert seine Meinung.

4. Januar: Robert Zulj hat sich via Bild erneut zu einem möglichen Vereinswechsel geäußert und seinen Rückkehr-Wunsch bekräftigt: „Ich will hier nicht unbedingt weg. Aber […] Bochum hätte Priorität“, sagte der Mittelfeldspieler in einem Interview. Einen Austausch mit den Klubverantwortlichen habe es schon gegeben: „Mein Berater hatte vor einer Woche Kontakt. Wir haben unsere Sichtweise kundgetan, jetzt liegt der Ball bei Bochum. Die wissen ganz genau, dass wir uns das vorstellen können.“

Ob das für den VfL auch gilt, ist weiter unklar, ein klares Statement dazu gibt es nicht. Was für eine Rückkehr spricht: Zulj kennt das Team, ein Mittelfeldspieler wird außerdem gesucht. Was dagegen spricht: Da Zulj seinen Wunsch bereits im Herbst öffentlich kundgetan hat, wäre eigentlich schon genug Zeit gewesen, eine Rückholaktion in die Wege zu leiten. Der Rückrundenstart naht, und Zulj müsste sich dem höheren Niveau in der Bundesliga erst wieder anpassen.

3. Januar: Neues Jahr, neuer Vertrag: Der VfL Bochum und Kapitän Anthony Losilla haben sich am Montag auf eine weitere Zusammenarbeit bis 2023 geeinigt. „Der VfL ist mein Verein, das kann ich guten Gewissens so sagen. Die Stadt Bochum habe ich ins Herz geschlossen“, wird der 35-Jährige in der Pressemitteilung des Vereins zitiert. Losilla ist der dienstälteste VfL-Profi. 256 Spiele hat der Franzose seit seiner Verpflichtung im Jahr 2014 für den Klub absolviert. Er hat die Mannschaft in allen Partien der Bundesliga-Hinrunde als Kapitän aufs Feld geführt.

„Toto ist ein Bochumer Junge, unabhängig von seiner Herkunft“, sagt Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz über die Vertragsverlängerung mit dem Leistungsträger und Publikumsliebling. „Er geht immer voran, egal ob im Training, auf dem Platz oder außerhalb. Mit seiner tadellosen Einstellung zu seinem Beruf hat er es geschafft, auch im hohen Alter von 35 Jahren in der Bundesliga Fuß zu fassen. Anthony Losilla ist ein Fixpunkt innerhalb der Mannschaft, eine Identifikationsfigur für unsere Fans. Toto ist ein VfLer.“

3. Januar: Der Wechsel von Soma Novothny nach Zypern ist perfekt. Er schließt sich – wie berichtet – dem 13-fachen Meister Anorthosis Famagusta an. Das hat der VfL nun bestätigt. Über die Ablösemodalitäten ist nichts bekannt. Novothny habe den Wunsch geäußert, sich einer neuen Herausforderung widmen zu wollen, sagte Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz am Montag. Novothny ist im Sommer 2020 aus seinem Heimatland Ungarn nach Bochum gewechselt und hat insgesamt 21 Pflichtspiele absolviert.

2. Januar: Soma Novothny steht nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin vor einem Wechsel zum zyprischen Traditionsverein Anorthosis Famagusta. Dies war bereits vor einigen Tagen Thema in diesem Ticker. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass der Angreifer den VfL Bochum in Kürze verlassen wird. Er wird zu Beginn der neuen Woche sogar schon zum Medizincheck in Zypern erwartet, schreibt das Portal 24sports. Novothny erhofft sich von diesem Wechsel mehr Spielzeit. In dieser Saison kam er beim VfL nur auf sechs Kurzeinsätze. Dabei gelang ihm ein Tor beim 2:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim. Sein Vertrag in Bochum läuft am Saisonende aus, die Chancen auf eine Verlängerung sind äußerst gering. Bei einem Abgang hätte der VfL nur noch zwei fitte Mittelstürmer in seinem Kader. Die Verantwortlichen suchen allerdings unabhängig von der Personalie Novothny nach Verstärkung.

30. Dezember: Robert Zulj hat den Oberösterreichischen Nachrichten ein Interview gegeben und sich auch zu einer möglichen Rückkehr nach Europa geäußert: „Sollte sich Bochum im Winter melden, werden wir sehen, was passiert. Es gibt auch andere Interessenten. Aber: Es gefällt mir hier sehr gut. Dubai ist eine Stadt mit unglaublichen Möglichkeiten.“

Zulj hatte den VfL erst in diesem Sommer als Top-Scorer der Aufstiegsmannschaft verlassen und eine Ausstiegsklausel genutzt, um zu Al-Ittihad Kalba in die Vereinigten Arabischen Emirate zu wechseln. Schon im Oktober hat er in der Bild laut über eine Rückkehr nach Deutschland, speziell nach Bochum, nachgedacht. Die Verantwortlichen des VfL wollen sich in der Offensive zwar verstärken, ob Zulj aber ihr Wunschkandidat ist, bleibt weiter offen. Trainer Thomas Reis äußerte sich dazu bereits vor einigen Wochen: „Mit seiner Art fehlt er uns. Er ist ein Führungsspieler. Ich habe immer noch ein gutes Verhältnis zu ihm, der Kontakt ist nicht abgerissen.“ Gleichwohl betonte Reis, dass er nicht weiß, in welcher körperlichen Verfassung sich der Spielmacher befindet: „Er ist nicht unbedingt ein Trainingsweltmeister. Der Weg zurück kann sehr schwer sein, auch wenn man nur ein halbes Jahr weg ist.“

Wenn Zulj zurückkäme, müsste er dem VfL sofort weiterhelfen. Daran hat der 29-Jährige aber ebenso Zweifel: „Mit Deutschland kann man das Niveau hier natürlich nicht vergleichen. Es würde sicher ein paar Wochen benötigen, um sich wieder umzustellen, aber ich habe ja nicht sechs Monate Urlaub gemacht und meine Beine nur hochgelegt.“ Offen wäre außerdem noch die Finanzierung des Transfers. Zulj verdient in den Emiraten deutlich besser als zuvor beim VfL, er müsste deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz wollte sich zu diesem Thema auf Nachfrage nicht äußern.

28. Dezember: Saulo Decarli wird den VfL Bochum spätestens im Sommer verlassen, wenn sein Vertrag endet. Allerdings ist auch ein vorzeitiger Abgang des Schweizers denkbar. Die Boulevardzeitung Blick aus seinem Heimatland meldet, dass der FC Luzern wohl über eine Verpflichtung von Saulo Decarli nachdenkt. Der Innenverteidiger spielt seit 2019 beim VfL. Ursprünglich als Abwehrchef verpflichtet, hat er die Erwartungen aber nicht erfüllen können. In dieser Saison kommt der 29-Jährige auf genau acht Einsatzminuten. Decarli ist beim VfL nur noch Innenverteidiger fünf. Auch in der Vorsaison war er meist nur Reservist. Im November hat er sich in einem Testspiel an der Schulter verletzt und befindet sich aktuell im Aufbautraining. Auch aus finanziellen Gründen würde ihn der VfL bei einem Angebot ziehen lassen. Luzern ist Tabellenletzter in der Schweizer Super League und dringend auf der Suche nach Verstärkung, auch für die Innenverteidigung.

27. Dezember: Die Boulevardzeitung The Sun – das britische Pendant zur Bild – berichtet über ein angebliches Interesse von Manchester United an Armel Bella Kotchap, wobei gleich vier deutsche Juniorennationalspieler auf einmal genannt werden. Die Quelle ist also mit Vorsicht zu genießen. So soll Ralf Rangnick, neuer Coach des Premier-League-Klubs, neben Armel Bella Kotchap auch Florian Wirtz (Bayer Leverkusen), Luca Netz (Borussia Mönchengladbach) und Eric Martel (RB Leipzig) auf seine Wunschliste gesetzt haben. Finanziell wäre Manchester ganz sicher dazu in der Lage, Bochums Abwehr-Youngster abzuwerben. Sein Vertrag läuft noch 2024, zuletzt war der 20-Jährige allerdings nur noch Reservist und mit dieser Rolle unzufrieden. Bella Kotchap wurde in der Vergangenheit schon mit zahlreichen Klubs aus England in Verbindung gebracht, wovon aber nur wenige konkret beim VfL angefragt haben.

27. Dezember: Gerne würden die Bochumer in diesem Winter noch einen Stürmer verpflichten. Ausgeschlossen ist aber auch nicht, dass der VfL noch einen Angreifer abgibt. So berichten Medien in Ungarn darüber, dass ihr Landsmann Soma Novothny ein Kandidat beim zyprischen Traditionsverein Anorthosis Famagusta sein soll. Novothny Vertrag läuft in diesem Sommer aus, eine Verlängerung ist ziemlich unwahrscheinlich. Sollte das Interesse tatsächlich existieren, würden ihm die Bochumer wohl kaum Steine in den Weg legen – sofern sie selbst auf dem Transfermarkt fündig werden.

27. Dezember: Die Frankfurter Rundschau bringt den VfL Bochum mit Eintracht-Profi Aymen Barkok in Verbindung. Demnach soll sich der Revierklub für eine Verpflichtung des 23-Jährigen interessieren. Barkok spielt im zentral-offensiven Mittelfeld, also auf einer Position, die beim VfL nicht optimal besetzt ist. Die Verantwortlichen überlegen, den Kader auch an dieser Stelle zu verstärken. Der marokkanische Nationalspieler wäre im kommenden Sommer ablösefrei und in diesem Winter wahrscheinlich für kleines Geld zu haben. Allerdings stünde er im Januar wohl nicht zur Verfügung, weil er mit Marokko am Afrika-Cup teilnehmen wird. Barkok kam in dieser Bundesliga-Saison zu vier Kurzeinsätzen. Auch Greuther Fürth soll interessiert sein.

(Foto: Imago / Nordphoto)