Baustellenblog

Ruhrstadion wird saniert: Die ersten Baumaßnahmen

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Bis Mitte 2029 soll das Bochumer Ruhrstadion saniert werden. Mehr als 90 Millionen Euro investiert die Stadt als Eigentümerin. In diesem Baustellenblog wird es einmal im Monat einen Überblick zum Baufortschritt geben.

Oktober 2026:

Die Stadt Bochum hat nach einem neuerlichen Gutachten ein Hüpfverbot für die Osttribüne angeordnet. Bei starken Schwingungen wurden erhöhte Messwerte festgestellt. Die Einschränkung soll bis zum Abschluss der Baumaßnahmen gelten. Stadt und Verein prüfen, ob es möglich ist, die Sanierung der Osttribüne vorzuziehen. Eigentlich ist geplant, nach der Haupttribüne zunächst die Südtribüne zu modernisieren. Erst im dritten Bauabschnitt soll auch die Osttribüne saniert werden.

Die Haupttribüne ist seit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nicht mehr komplett nutzbar. Sämtliche Sitzschalen sind abmontiert, die jeweiligen Dauerkarteninhaber durften sie als Andenken mit nach Hause nehmen. Aktuell stehen auf der Nordseite nur noch VIP- und Presseplätze zur Verfügung.

Auch der Spielertunnel ist von den Umbauarbeiten betroffen. Deshalb gibt es auch neue Laufwege für die Mannschaften. Sie erreichen das Spielfeld nicht mehr wie gewohnt aus dem Keller der Haupttribüne, sondern über die gesperrten Zuschauerränge in der Nord-Ost-Ecke. Vorher müssen sie den Bereich unter der sogenannten Stadionbrücke überqueren. Deshalb ist dieser vor und nach dem Spiel gesperrt. Fans müssen deshalb größere Umwege laufen.

Zum Heimspiel gegen Bielefeld stand erstmals der neue Raum für die Pressekonferenz zur Verfügung. Dieser befindet sich im bisherigen Kraftraum der Mannschaft, der bis 2016 ebenfalls als Medienraum diente, dann aber umfunktioniert wurde. Für die Spieler wurde ersatzweise ein Zelt mit Fitnessgeräten aufgestellt. Der alte Presseraum befand sich unter der Haupttribüne. Dieser Bereich wird in Kürze abgerissen.

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September 2026:

Rund um das Ruhrstadion sind die ersten Veränderungen bereits sichtbar. Hinter der Westtribüne entsteht das neue Technikgebäude, das bereits im Oktober 2026 fertig sein und als Schaltzentrale für das gesamte Stadion dienen soll. Von hier aus sollen alle Bereiche unter anderem mit Strom und Internet versorgt und gesteuert werden. Die alte Technik ist für die heutigen Bedürfnisse nicht mehr ausreichend und hat in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu erheblichen Störungen geführt.


Parallel erfolgen erste Arbeiten auf dem Trainingsgelände. Der an der Nord-Ost-Ecke gelegene Trainingsplatz verschwindet gerade. Hier entsteht ein Parkhaus, insbesondere für die VIP-Bereiche. Als Ersatz wurde bereits im vergangenen Jahr der Kunstrasenplatz nahe der Starlight-Halle in einen Naturrasenplatz umgewandelt.


In Kürze kreist der Abrissbagger auch an der Haupttribüne. Das Gebäude, in dem sich unter anderem die alten Spielerkabinen, der Presseraum und der frühere VIP-Treff Morrizz befanden, wird abgerissen und durch ein moderneres, größeres mit ähnlichen Funktionen ersetzt. Darin soll künftig unter anderem der Premium-VIP-Bereich für rund 600 Personen beheimatet sein.


Parallel dazu beginnt die Sanierung der Haupttribüne, die ab dem kommenden Heimspiel gegen Bielefeld bis voraussichtlich Anfang 2028 nur noch von VIP-Gästen und den Medien genutzt werden darf. Außerdem bleiben 25 von 60 Rollstuhlfahrer-Plätzen nutzbar. Rund 2.100 Dauerkarteninhaber müssen weichen. Sie erhalten ein Vorkaufsrecht auf verfügbare Tageskarten. Die Haupttribüne wird nicht abgerissen, sondern im Bestand saniert. Bislang liegt hierfür allerdings noch keine Baugenehmigung vor.

(Fotos: Philipp Rentsch)

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