Kadercheck

VfL-Startelf steht – bis Neuzugänge kommen

Beim VfL Bochum ist die Vorbereitung auf die erste Bundesliga-Saison seit elf Jahren fast abgeschlossen. Am Donnerstag gab es eine 1:2-Niederlage gegen den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim, wobei überwiegend die Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz kamen.

In bestmöglicher Besetzung wird der VfL dann am Samstag seine Generalprobe gegen den FC Utrecht absolvieren. Danach trifft der VfL im DFB-Pokal auf den Wuppertaler SV und eine Woche später in der Bundesliga auf den VfL Wolfsburg. Das Team für den Start steht im Prinzip fest. Das Bochumer Trainerteam setzt überwiegend auf die Mannschaft aus der Aufstiegssaison – zumindest vorerst. Ein Überblick.

Tor: Manuel Riemann ist nach seinem Mittelhandbruch wieder fit und wie gewohnt der Dirigent der Mannschaft. Er bleibt die Nummer eins. Das liegt auch daran, dass sich Neuzugang und Herausforderer Michael Esser am Knie verletzt hat. Dessen Vertreter Paul Grave fällt mit einer Schulterverletzung ebenfalls aus. Auf der Bank wird nun Tjark Ernst Platz nehmen. Der 18-Jährige ist immerhin Junioren-Nationaltorwart und schon erstaunlich abgeklärt für sein Alter – auf und neben dem Platz. Ein weiterer Transfer ist nicht geplant.

Außenverteidigung: Mit Danilo Soares steht aktuell nur ein fitter Linksverteidiger zur Verfügung, der offensiv stärker ist als defensiv. Manager Sebastian Schindzielorz will möglichst bald einen weiteren Spieler für diese Position verpflichten, die Gespräche laufen und sind schon fortgeschritten. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Kandidat mit Bundesliga-Erfahrung, es deutet sich ein Leihgeschäft an. Auf der rechten Seite hat Cristian Gamboa noch etwas Trainingsrückstand, Herbert Bockhorn ist an Covid-19 erkrankt. Gegen Wuppertal dürfte Gamboa von Beginn an spielen, anschließend könnte es ein enges Duell um den Platz in der Startelf geben.

Innenverteidigung: Mit dem 19-jährigen Armel Bella Kotchap und dem 23-jährigen Maxim Leitsch schicken die Bochumer womöglich das jüngste Abwehrduo ins Rennen. Beide haben großes Potenzial, aber noch keine Bundesliga-Erfahrung. Dahinter stehen Vasilios Lampropoulos und Saulo Decarli bereit, wobei Lampropoulos in der Vorbereitung souveräner war. Auf dieser Position wird es wohl keine Veränderungen mehr geben.

Zentrales Mittelfeld: Thomas Reis bevorzugt in der neuen Saison ein System mit einer Sechs und einer Doppel-Acht. Auf der Sechs könnte Routinier und Aufstiegsheld Robert Tesche spielen, einen wirklichen Konkurrenten gibt es nicht. Reis wünscht sich deshalb noch Verstärkung. Auf der Doppel-Acht ist Kapitän Anthony Losilla erste Wahl. Aber auch er soll intern herausgefordert werden und zugleich einen starken Nebenmann erhalten. Top-Kandidat bleibt Elvis Rexhbecaj vom VfL Wolfsburg, der ausgeliehen werden soll. Neuzugang Eduard Löwen hat in den ersten Testspielen überzeugt, war dann aber bei Olympia und kehrt erst in der kommenden Woche ins Training zurück. In Wuppertal wird sich Bochums Coach wohl für Milos Pantovic entscheiden, den Reis eher im Zentrum als auf der Außenbahn sieht. Neuzugang Patrick Osterhage hat sein Können angedeutet, braucht aber noch Zeit, sich an das Niveau zu gewöhnen. Lars Holtkamp wechselt zum Bonner SC, auch Erhan Masovic und Raman Chibsah können gehen – der eine auf Leihbasis, der andere komplett.

Offensive Außenbahn: Aktuell haben die beiden Flügelflitzer Gerrit Holtmann und Takuma Asano die Nase vorn. Asano hinterließ in der Vorbereitung einen guten Eindruck, ist sehr agil und dribbelstark. Er könnte zum Start der einzige Neuzugang in der Startelf sein. Christopher Antwi-Adjei ist im Sommer ebenfalls zum VfL gekommen und eine Alternative für beide Seiten, war in den Testspielen aber nicht ganz so stark. Danny Blum befindet sich im Aufbautraining und ist kein Kandidat für die ersten Spiele. Tarsis Bonga, Tom Weilandt und Baris Ekincier wurde ein Vereinswechsel nahegelegt.

Angriff: Als Top-Torjäger der Vorsaison genießt Simon Zoller den Aufstiegsbonus. Silvere Ganvoula ist aber auch eine Option. Zoller punktet mit seiner Laufstärke, Ganvoula mit seiner körperlichen Wucht. Soma Novothny bleibt wohl als Joker beim VfL. Eigengewächs Luis Hartwig könnte auf Leihbasis bei einem anderen Klub unterkommen. Die Verpflichtung eines weiteren Stürmers ist nicht ausgeschlossen, zu groß soll der Kader aber auch nicht werden.

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(Foto: Firo Sportphoto)