Vertragsauflösung

Einigung: Hoogland verlässt den VfL Bochum

  • Spieler und Verein lösen Vertrag auf
  • Hoogland spielte keine Rolle mehr
  • Causa Celozzi ist weiter ungelöst

Knapp zweieinhalb Monate hat es gedauert, bis der VfL Bochum und Abwehrspieler Tim Hoogland eine Lösung gefunden haben. Seit Freitagabend steht fest: Der 34-Jährige und sein Arbeitgeber, für den er 125 Pflichtspiele absolviert hat, gehen endgültig getrennte Wege. Beide Seiten verständigten sich auf eine Vertragsauflösung, nach Vereinsangaben sogar "einvernehmlich".

Es liegt jedoch auf der Hand, dass dieser Vereinbarung eine finanzielle Einigung vorausgegangen ist. Bedeutet: Dafür, dass Hoogland nun fast ein Jahr vor seinem Vertragsende aufhören soll, wird der VfL wohl löhnen müssen, eine Abfindung ist wahrscheinlich. Denn über einen neuen Verein, bei dem Hoogland anheuern könnte, ist bislang nichts bekannt. Genau darauf hatten die Bochumer ursprünglich gehofft, als sie ihren Defensivallrounder am Ende der vergangenen Saison aussortiert haben.

Hoogland fällt dem Umbruch zum Opfer

Die Erklärung dafür war bei den Fans, aber auch innerhalb der Mannschaft durchaus umstritten. Um die Teamhierarchie zu verändern und die Defensive zu verjüngen, wurde Hoogland mitgeteilt, dass er sich einen neuen Verein suchen soll. Doch daraus wurde nichts: Der Ex-Schalker erschien zum Trainingsauftakt Ende Juni wieder in Bochum, fuhr mit ins Trainingslager und absolvierte das übliche Programm. Nur in den Test- und Pflichtspielen wurde er nicht mehr eingesetzt. Für das Teamklima war das freilich nicht optimal. Denn Hoogland hatte sich in vier Jahren beim VfL den Status als Führungsspieler erarbeitet, er war intern einer der Wortführer.

Dass der Routinier, der stets Stammspieler war, erst im Januar 2019 einen neuen Vertrag erhalten hat, hatte übrigens einen ganz anderen Grund, als vom Verein kommuniziert wurde. So wurde durch eine bestimmte Anzahl von Einsätzen eine Klausel aktiv, mit der sich das Arbeitsverhältnis automatisch um ein weiteres Jahr verlängert hat. Der VfL hatte die Verlängerung hingegen so dargestellt, als ob sich Hoogland und die Verantwortlichen explizit auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt hätten. Ob Hoogland seine Karriere überhaupt fortsetzen wird, ist nicht bekannt. Eigentlich hatte er stets betont, zumindest in Deutschland für keinen anderen Verein mehr spielen zu wollen.

Ähnlicher Fall ist noch ungelöst

Ob das auch für Stefano Celozzi gilt, bleibt weiter offen. Dem Ex-Kapitän wurde im Mai ebenfalls mitgeteilt, dass er den Verein verlassen soll. Mit ihm wurde bislang noch keine einvernehmliche Lösung gefunden.

(Foto: P. Rentsch)