VfL vertraut und bindet Hofmann – Stürmersuche läuft trotzdem
24. August 2023 von
Philipp Rentsch
Die Saison ist erst wenige Tage alt und schon haben einige Fans des VfL Bochum einen Sündenbock für den Fehlstart gefunden. Im Fokus der Kritik: Angreifer Philipp Hofmann. Kein anderer VfL-Profi wird in den Kommentarspalten auf Facebook, Instagram und Co. derzeit häufiger namentlich erwähnt. Der Angreifer wartet seit geraumer Zeit auf einen Pflichtspieltreffer, genauer gesagt seit Anfang April. In Stuttgart vergab er zuletzt kläglich die größte Bochumer Torchance, in Bielefeld verschoss er den Elfmeter, und auch in der Saisonvorbereitung trat Hofmann nicht als treffsicherer Stürmer in Erscheinung. Kritik ist also durchaus gerechtfertigt. Was die Kommentatoren mit ihren teils despektierlichen Wortbeiträgen bezwecken wollen, bleibt hingegen ihr Geheimnis.
Es war also fast vorprogrammiert, dass auch die Pressemitteilung vom VfL am Donnerstagabend nicht unkommentiert blieb. Vorneweg: Die Bochumer verkündeten die Vertragsverlängerung mit Philipp Hofmann. Der Angreifer, der im Sommer 2022 einen Zweijahresvertrag an der Castroper Straße unterschrieben hatte, bleibt nun bis 2026. Die Begeisterung bei einigen Anhängern hält sich allerdings in Grenzen. „Oh nein, alles außer das“, schreibt ein User bei Instagram. „Könnt lieber mich verpflichten, mache genauso viel“, postet ein anderer. Und der nächste fragt: „Wo ist jetzt die gute Nachricht?“ Nicht wenige Fans halten allerdings auch dagegen: „Klares Statement, und nun zurück zu alter Stärke“, kommentiert ein Nutzer auf Facebook. „Starkes Zeichen“, schreibt eine Anhängerin.
Hofmann als Zielspieler
Beim VfL sind sie in jedem Fall von den Qualitäten ihres Mittelstürmers überzeugt, trotz der Formkrise derzeit. Sport-Geschäftsführer Patrick Fabian beschreibt Philipp Hofmann als „absoluten Mentalitätsspieler. Er ist in der vergangenen Saison, seiner ersten in der Bundesliga, etwas verzögert ins Rollen gekommen und war dann ein immenser Faktor in unserem Spiel. Wir sind uns sicher, dass das auch in dieser Saison wieder der Fall sein wird.“ Und Sportdirektor Marc Lettau ergänzt: „Philipp Hofmann ist schwer zu verteidigen, die Gegner haben sich mehr und mehr auf ihn fokussiert und haben großen Respekt vor ihm und seiner Körperlichkeit.“ Aber: „Seine Tore, oftmals war es das 1:0, und Torbeteiligungen haben dazu beigetragen, dass wir die Klasse halten konnten.“
Acht Treffer erzielte der 30-Jährige in der vergangenen Saison, sechs davon in der Hinrunde, zwei in der Rückserie. Auch da mussten sich die Fans bis zum ersten Erfolgserlebnis des kopfballstarken Zielspielers gedulden. Am sechsten Spieltag platzte der Knoten bei Hofmann. So lange möchte er in diesem Spätsommer natürlich nicht warten. Wobei sich das Bochumer Angriffsspiel generell verändert und noch weiter verändern soll, es für Hofmann also nicht unbedingt einfacher wird. Ein klassischer Wandstürmer hat auch in der neuen Spielidee und Systematik von Trainer Thomas Letsch seine Vorzüge, ist aber nicht mehr zwingend nötig oder muss sich umstellen. Alternativ könnten auch zwei agilere Angreifer nebeneinander auflaufen. Doch ist der VfL dafür schon gut genug aufgestellt?
Letzter Sommertransfer
Viele Fans fordern dieser Tage noch eine Verstärkung, oft in einem Atemzug mit der Kritik an Hofmann. Auch die Verantwortlichen haben den Bedarf erkannt und schauen sich um, im Grunde schon seit Monaten. Der Deal mit Sven Michel ist bereits im Juni geplatzt, der einsatzfreudige Angreifer wechselte nach Augsburg. Michel wäre allerdings eher ein Nebenmann und kein Herausforderer von Hofmann geworden. Eine Kopie des Blondschopfes sucht der VfL ohnehin nicht. Der neue Mann soll beweglicher sein und im Idealfall auch mit Hofmann gemeinsam stürmen können. Wer aber kommt dafür infrage? Die Marktlage sei schwierig, heißt es aus Vereinskreisen, das Budget ist ohnehin begrenzt. Heißt: Keine Garantie, dass bis zum Transferschluss am 1. September noch jemand kommt.
Namen kursieren in den Foren und sozialen Netzwerken trotzdem einige. Häufiger wird etwa über Benedict Hollerbach diskutiert. Der Angreifer ist erst in diesem Sommer von Wehen Wiesbaden zu Union Berlin gewechselt, saß dort zum Saisonstart aber nur auf der Tribüne und könnte verliehen werden. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin soll er beim VfL aber nicht (mehr) auf dem Zettel stehen. Dafür vielleicht ein anderer Berliner. Auch Mikkel Kaufmann, zuletzt beim Karlsruher SC am Ball, gilt als Leihkandidat. Der Däne ist groß und beweglich zugleich, dazu schnell, einsatzfreudig und im Angriff flexibel einsetzbar. Mit diesen Qualitäten könnte er perfekt ins Bochumer Beuteschema passen. Vielleicht ist der VfL aber auch für eine Überraschung gut…
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(Foto: Marc Niemeyer)
Sponsoring
VfL holt Fiege auf den Ärmel und lehnt Wettanbieter ab
5. August 2023 von
Philipp Rentsch
Es ist ein langgehegter Wunsch vieler VfL-Fans, der nun endlich in Erfüllung geht: Das Logo der heimischen Fiege-Brauerei kommt aufs Trikot. Zumindest in den DFB-Pokal-Spielen in dieser Saison. Das Bochumer Unternehmen wirbt mindestens beim Auswärtsspiel in Bielefeld auf dem linken Ärmel. Im Idealfall werden es noch bis zu fünf Spiele mehr. „Die beiden Traditionsstandorte zusammen auf ein Trikot zu bringen, ist schon lange der Wunsch vieler VfL-Fans“, weiß auch Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung des VfL Bochum. „Für Sammler sind diese Trikotversionen besonders attraktiv, da es die einzige Auflage bleiben wird.“ Rund 3.700 Trikots, entweder in blau oder in weiß, gehen in der kommenden Woche in den Verkauf.
Ärmelpartner für die Bundesliga?
Vor allem für Fiege ist es ein guter Deal, denn die familiengeführte Brauerei hätte sich ein normales Ärmelsponsoring für die Bundesliga nicht leisten können. Auch in diesem Bereich sucht der VfL bekanntlich noch einen Partner. Die Trikotbrust ist bereits vergeben. Hauptsponsor Vonovia hat den Vertrag schon im Mai um ein weiteres Jahr bis 2024 verlängert. Die Konditionen mit dem Immobilienkonzern wurden trotz hoher Verluste des Unternehmens sogar leicht erhöht. Der linke Ärmel dagegen ist noch blank. Die Bochumer Krankenkasse Viactiv musste nach sechs Jahren aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen aussteigen. Immerhin: Die Verantwortlichen befinden sich nach eigener Aussage in Verhandlungen.
„Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis zum Bundesliga-Start das geeignete Commitment für uns gefunden haben“, sagte Tim Jost, der neue Leiter für die Bereiche Marketing und Vertrieb, jüngst in einer Medienrunde. Jost ist Anfang 2023 von Holstein Kiel ins Ruhrgebiet gewechselt. Er ist der Nachfolger von Christoph Wortmann, der nun Geschäftsführer von Arminia Bielefeld ist. Jost setzt gemeinsam mit Ilja Kaenzig auf weiter steigende Einnahmen, auch beim Ärmelsponsor. Dabei gehen sie aber mit Bedacht vor. Nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin hat die Klubführung das Angebot eines asiatischen Wettanbieters abgelehnt, weil das Unternehmen nicht zu den Werten des VfL gepasst hätte.
Warteliste für den VIP-Bereich
Das ist auch deshalb möglich, weil die Bochumer im dritten Bundesliga-Jahr in Folge grundsätzlich keine großen Schwierigkeiten haben, neue Sponsoren zu finden. Der VIP-Bereich wird erneut voll ausgelastet sein, die Kündigungsquote ist gering, mittlerweile gibt es sogar eine Warteliste. Das Problem: Der VfL muss somit bares Geld liegen lassen, weil es derzeit keine Möglichkeit gibt, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Das frühere Morrizz, der kleine VIP-Raum in der Nordtribüne, ist weiterhin geschlossen, weil der Bereich nicht mehr allen Sicherheitsanforderungen entspricht. Die Stadt Bochum, die hierfür zuständig ist, kann den Umbau aber ebenso wenig stemmen wie der VfL. Not macht deshalb erfinderisch.
Weil das Mobiliar in der großen VIP-Lounge ohnehin ausgetauscht werden sollte, wurden nun etwas kleinere Tische bestellt, damit mehr Plätze zur Verfügung stehen. Rund 350 Unternehmen zählen aktuell zum Partnerpool des VfL. 650 Mikrosponsoren für die Nachwuchsabteilung kommen noch hinzu. „Das ist sehr beachtlich, da viele Vereine Probleme haben, Sponsoren zu akquirieren“, erklärt Jost. In Bochum gibt es nun sogar Tribünenpartner. Die Namensrechte für die Westtribüne wurden an die Stadtwerke Bochum vergeben. Vonovia hat sich bereits vor Jahren die Südtribüne gesichert. Die Zahl der zahlungskräftigen Premium-Partner ist hingegen leicht gesunken. So ist unter anderem der Wittener Baustoffhersteller Ardex ausgestiegen.
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(Foto: VfL Bochum 1848)
Niederlage im Elfmeterschießen
Endstation Bielefeld: Bochum offenbart im Pokal viele Defizite
13. August 2023 von
Philipp Rentsch
Beim VfL Bochum herrschte größtenteils Sprachlosigkeit nach dem Pokal-Aus am Samstagabend in Bielefeld. Nach einem frühen 0:2-Rückstand rettete sich der Bundesligist in die Verlängerung – blieb dort und im Elfmeterschießen aber ohne Fortune. Die zwei Klassen tiefere Arminia feierte im eigenen Stadion, während die 4.500 VfL-Fans enttäuscht nach Hause fuhren. Auf Bochumer Seite wollte oder durfte kein einziger Spieler den ersten herben Rückschlag der neuen Saison kommentieren. Nur Geschäftsführer Patrick Fabian und Trainer Thomas Letsch stellten sich.
Ganz schwache erste Halbzeit
Es gab viel zu besprechen nach einem teilweise desillusionierenden Auftritt auf der Alm. Zum ersten Mal seit 2018 flog der VfL schon in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal, zum ersten Mal seit 2003 unterlagen die Bochumer in einem Elfmeterschießen. Vor allem in der ersten halben Stunde fehlte dem Favoriten in der Abwehr die Ordnung, im Mittelfeld der Zugriff und im Angriff die Ideen. Die Folge: Der engagierte und effektive Außenseiter führte früh mit 2:0, wobei der zweite Treffer aufgrund eines Handspiels des Torschützen nicht hätte zählen dürfen. Doch das bleibt in der ersten Pokalrunde ohne Video-Assistenten allenfalls eine Randnotiz.
Schließlich gab es ja noch ganz andere Probleme auf Bochumer Seite. „Ich hatte den Eindruck, dass einige überrascht von dem waren, was die Arminia zeigen würde“, kritisierte Fabian die Herangehensweise seiner eigenen Mannschaft. „Wir haben die Basics nicht abgerufen: Hatten keine gute Körpersprache, wenig Erfolg bei zweiten Bällen und haben zu große Räume entstehen lassen.“ Erst der Anschlusstreffer durch Takuma Asano kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte die bis dahin schwachen Bochumer zurück ins Spiel – eigentlich ein optimaler Zeitpunkt.
Für die Leistungssteigerung und klare Feldüberlegenheit in der zweiten Halbzeit belohnte sich der Bundesligist allerdings erst spät. Der eingewechselte Simon Zoller traf in der Nachspielzeit und bescherte den Zuschauern ein Fußballspiel mit Überlänge. Viel brachte der VfL in der Verlängerung aber nicht mehr zustande. Falsche Entscheidungen im letzten Drittel, fehlende Präzision im Abschluss und ein kaum noch existierendes Flügelspiel verhinderten eine Entscheidung nach 120 Minuten – und führten den VfL ins Elfmeterschießen. Die teils noch jungen Bielefelder trafen viermal souverän, die erfahrenen Philipp Hofmann und Kevin Stöger hingegen scheiterten fast schon kläglich. Nur Erhan Masovic verwandelte sicher.
Letsch wird reagieren müssen
„Sie haben Verantwortung übernommen. Deshalb mache ich ihnen auch keinen Vorwurf. Die Gründe für die Niederlage sind vor allem in der ersten Halbzeit zu suchen“, sagte Trainer Letsch, der aber sicher keinem wehgetan hätte, wenn er Fehler und Defizite nach der Partie klarer benannt hätte. Insbesondere Stögers Fehlschuss in die Tormitte war das Resultat einer aufreizenden Lässigkeit, die der Österreicher am Elfmeterpunkt nicht zum ersten Mal gezeigt hat. Auch ansonsten ließ Letsch in seinem Urteil eher Milde walten, was dem frühen Zeitpunkt der Saison und seiner generellen Zurückhaltung bei öffentlichen Äußerungen geschuldet sein dürfte.
Er wird intern jedoch schnell die richtigen Schlüsse aus diesem durchaus peinlichen Pokalaus ziehen müssen, denn klar ist: Der Start in die Bundesliga mit einem Auswärtsspiel in Stuttgart ist anspruchsvoll – und sollte nicht auf ähnliche Art und Weise verloren gehen. Im Vorfeld wird Letsch auch das Spielsystem noch einmal überdenken müssen. Zwar will der Fußballlehrer die Diskussion über eine Dreier- oder Viererkette in der Abwehr und die Besetzung der vorderen Positionen nach wie vor nicht zu hoch hängen. Die Gegentore oder gar die Niederlage in Bielefeld daran festzumachen, wäre ohnehin übertrieben – zumal der VfL im Laufe der Partie in unterschiedlichen Formationen agiert hat.
„Wir hätten auch mit einer Achterkette spielen können – dann hätten wir in der ersten Halbzeit genauso Probleme bekommen“, versuchte Fabian die Diskussion im Keim zu ersticken. Stellenweise wirkte es aber nicht so, als würde die Mannschaft in jeder Spielsituation wissen, was zu tun ist, und vor allem: als würden alle Spieler auf ihrer stärksten Position zum Einsatz kommen. Insbesondere die sogenannten Schienenspieler wirkten überfordert. Felix Passlack hatte in der Defensive immer wieder Probleme und setzte in der Vorwärtsbewegung gar keine Akzente, Christopher Antwi-Adjei wurde seiner Offensivstärke beraubt, weil er eigentlich auch Abwehraufgaben zu erfüllen hatte.
Bero war ein seltener Lichtblick
Lichtblicke gab es nur wenige: Der umtriebige und auch fußballerisch begabte Matus Bero überzeugte nach seiner Einwechslung, ganz im Gegensatz zu Lukas Daschner, der sinnbildlich für die körperlose und mitunter sogar arrogante Spielweise in der ersten Halbzeit stand. Nach anfänglich großen Schwierigkeiten steigerte sich auch Neuzugang Bernardo. Für ein Weiterkommen im DFB-Pokal war es im Kollektiv aber zu wenig.
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Leihe zu Antalyaspor
Warum Fanliebling Holtmann den VfL Bochum verlässt
6. August 2023 von
Philipp Rentsch
Gerrit Holtmann nahm seine Aufgabe ernst. Beim Fanabend im Trainingslager kümmerte sich der Publikumsliebling um den Getränkeausschank. Als ein jung aussehender Anhänger ein alkoholisches Kaltgetränk bestellte, fragte Holtmann nach dem Ausweis. Ein anderer Fan unkte später, dass der 28-Jährige hinter der Theke zweifellos schneller war als die oft kritisierten Mitarbeiter an den Cateringständen im Bochumer Ruhrstadion. Seine Idee: So könne man den stets freundlichen und bodenständigen Profi vielleicht doch noch an der Castroper Straße halten.
Doch für einen vereinsinternen Wechsel ließ er sich nicht begeistern. Es war Holtmanns vorerst letzter Auftritt als Spieler des VfL Bochum. Der Flügelstürmer wechselt zum türkischen Erstligisten Antalyaspor, zunächst auf Leihbasis. Der Klub aus der Großstadt am Mittelmeer sicherte sich eine Kaufoption. Der Kontakt kam über den langjährigen BVB-Profi Nuri Sahin zustande, der die Mannschaft von Antalyaspor trainiert. Holtmann trifft also auf einen deutschsprachigen Trainer. Für den Linksfuß mit philippinischen Wurzeln ist es die erste Auslandsstation.
Wechselwunsch schon länger bekannt
In Bochum wollte Holtmann jedenfalls nicht mehr bleiben. Sein Abgang hatte sich abgezeichnet. Bereits kurz nach dem Ende der vergangenen Saison wurden seine Wechselabsichten öffentlich bekannt. Holtmann gehörte nicht mehr zur Startelf, wurde oft nur eingewechselt, wenn überhaupt. Die magere Saisonbilanz: ein Tor, eine Vorlage. Verletzungen und kleinere Wehwehchen erschwerten den Kampf um einen Stammplatz zusätzlich. Zum Trainingsstart Anfang Juli bekräftigte Holtmann seinen Wechselwunsch noch einmal, trotz eines langfristigen Vertrags bis 2025.
Die Verantwortlichen hätten den Flügelspieler eigentlich gern behalten, forcierten ihrerseits keinen Transfer. Doch Holtmann, der sich wohlfühlen muss für Höchstleistungen, wollte nicht bleiben. Aus seinem Umfeld ist zu hören, dass er das Gefühl hatte, dass Trainer Thomas Letsch nicht auf ihn und seine Spielweise setzen würde. Unter Vorgänger Thomas Reis hatte Holtmann vom 4-2-3-1-System mit klassischen Flügelspielern noch sehr profitiert. Letsch hingegen favorisiert vor allem eine 3-5-2-Formation, in der es keine Position gibt, die wirklich gut zu Holtmann passen würde.
Mehrere Traumtore und hohes Tempo
Viele Anhänger bedauern seinen Abgang trotzdem. Denn der pfeilschnelle Außenbahnspieler, der 2020 aus Mainz verpflichtet wurde, war in der Vergangenheit schon überaus wertvoll für den VfL Bochum. In der Aufstiegssaison kam Holtmann auf zehn Scorerpunkte, in der ersten Bundesliga-Saison sogar auf elf. Spätestens mit seinem furiosen Sololauf gegen Mainz, das zum Tor des Jahres 2021 gekürt wurde, und den Traumtoren gegen Bayern und Dortmund spielte sich Holtmann in die Herzen der Fans. Ohne ihn wäre der VfL vermutlich gar nicht dort, wo er gerade steht.
Mit Holtmann verliert der VfL zweifellos einen herausragenden Tempomacher und Sympathieträger, allerdings keinen Stammspieler und Leistungsträger. Zudem entstehen für die Bochumer finanzielle Freiräume. Holtmann zählte nach seiner geforderten und gefeierten Vertragsverlängerung im vergangenen Sommer zu den Top-Verdienern im Kader des VfL. Auf nennenswerte Transfereinnahmen, die reinvestiert werden könnten, müssen die Verantwortlichen allerdings (vorerst) verzichten. Über die Höhe der Kaufoption im kommenden Sommer ist noch nichts bekannt.
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(Foto: Marc Niemeyer)
Kaderplanung
VfL-Abwehr: Bernardo ist da, aber Schlotterbeck bleibt Thema
4. August 2023 von
Philipp Rentsch
Das Warten hat ein Ende. Mit dem Brasilianer Bernardo hat der VfL Bochum eine weitere Planstelle in der Abwehr neu besetzt. Seit Mittwochnachmittag trainiert der 28-Jährige mit seinen neuen Teamkollegen und wird am Samstag bei der Generalprobe gegen Luton Town erstmals das VfL-Trikot tragen. Die Verantwortlichen beschreiben den Defensivspezialisten als einsatzfreudigen Verteidiger mit einer hohen taktischen Flexibilität, kopfballstark und technisch gut ausgebildet. Bernardo kann innen wie außen verteidigen, wobei er zunächst vor allem als linker Innenverteidiger in der vom Trainer bevorzugten Dreierkette eingeplant ist. Ruft der Neuzugang aus Salzburg sein ganzes Potenzial ab, dann dürfte Bernardo für den Bundesliga-Start in knapp zwei Wochen ein sicherer Kandidat für die Startformation sein.
Für die Abwehr wird weiter gesucht
Sollte er auch, denn zum einen steigt Bernardo beim VfL in die Kategorie der Top-Verdiener auf, zum anderen ist die Personaldecke in der Abwehr weiter recht dünn – weshalb die Verantwortlichen die Suche nach Verstärkung fortsetzen. Mindestens ein Verteidiger soll bis zum Transferschluss am 1. September noch hinzustoßen, im Idealfall sogar noch zwei: ein Innenverteidiger und ein linker Schienenspieler. Das Beuteschema ist nun ein etwas anderes als noch in den vergangenen Monaten. Nun hoffen die Bochumer vor allem darauf, dass der Preis für längst auserkorene Kandidaten sinkt oder noch ganz andere Spieler mit Qualität auf den Markt kommen. Zahlreiche Vereine sind gerade bemüht darum, ihren Kader zu verkleinern. Die Bochumer selbst gehören ja auch dazu.
Mehrere Spieler sollen noch gehen
Die sogenannte Streichliste bleibt unverändert lang. 31 Profis stehen aktuell beim VfL unter Vertrag. Weder Jacek Goralski noch Jordi Osei-Tutu oder einer der Youngster wie Moritz Römling ist auf der Klubsuche bislang fündig geworden. Lediglich bei Gerrit Holtmann laufen konkrete Gespräche. Noch gibt es aber keine Einigung zwischen dem VfL und dem türkischen Erstligisten Antalyaspor, sicher ist ein Zustandekommen des Deals nicht. Aus finanzieller Sicht wäre der Wechsel natürlich sehr willkommen. Der Gehaltsetat würde entlastet werden und neue Spielräume entstehen. Denn der VfL sieht nicht nur in der Abwehr Handlungsbedarf, sondern schaut sich auch im Angriff nach einer weiteren Option um. Namen von Kandidaten sind bislang keine durchgesickert. Gleiches gilt für den linken Schienenspieler.
Schlotterbeck-Preis ist noch zu hoch
Lediglich in der Innenverteidigung gibt es eine fundierte Diskussionsgrundlage. Denn das Bochumer Interesse an Keven Schlotterbeck hat mit der Verpflichtung von Bernardo keinesfalls abgenommen. Die Verhandlungsgrundlage dürfte sich sogar eher verbessert haben. Der SC Freiburg sieht nämlich, dass der ganz große Handlungsdruck beim VfL nicht mehr gegeben ist. Schlotterbecks aktueller Arbeitgeber fordert immer noch eine Ablöse, die der VfL weder bezahlen kann noch bezahlen will – so gern er den Spieler auch verpflichten möchte. Da die Freiburger den 26-Jährigen aber gerne abgeben würden, besteht die Hoffnung, dass es gegen Ende der Transferperiode doch noch zu einer Einigung kommt. Eine Rückkehr von Maxim Leitsch ist dagegen sehr unwahrscheinlich.
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(Foto: Marc Niemeyer)
Transferticker
Letzte Transferwoche: Das ist der Stand beim VfL Bochum
28. August 2023 von
Philipp Rentsch
Der Transferticker ist zurück! Ab sofort liefert Tief im Westen – Das VfL-Magazin wieder gebündelt Informationen zu allen möglichen Zu- und Abgängen oder Vertragsverlängerungen. Neben Vollzugsmeldungen gibt es auch einen Überblick zu Gerüchten, wie gewohnt mit einer Einschätzung und eigenen Recherchen.
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28. August: Die letzte Woche der Sommertransferperiode ist eingeläutet. Bis Freitag um 18 Uhr können noch Spieler verpflichtet werden. Der VfL sucht unverändert einen neuen Stürmer. Im Gegenzug möchten sich die Bochumer von einigen Spieler trennen. Aktuell umfasst der Bundesliga-Kader 31 Profis. Simon Zoller verhandelt mit Zweitligist Fortuna Düsseldorf, ein Wechsel ist wahrscheinlich. Der Publikumsliebling sieht beim VfL kaum noch Chancen auf Spielzeit. Der Verein wiederum würde ein Top-Gehalt einsparen, das er in den neuen Angreifer investieren könnte. Auch Jordi Osei-Tutu, Tim Oermann, Luis Hartwig und Moritz Römling gelten als Abgangskandidaten. Für Hartwig gibt es Interessenten aus dem Ausland. Oermann soll im Idealfall ausgeliehen werden, laut RevierSport ist unter anderem ein Wechsel zum Drittligisten Rot-Weiss Essen eine Option.
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27. August: Der VfL Bochum droht einen Publikumsliebling zu verlieren. Simon Zoller verhandelt nach Informationen der Bild mit Fortuna Düsseldorf. Beim Zweitligisten erhofft sich Zoller mehr Spielzeit. In Bochum wurde er an diesem Wochenende nicht mehr berücksichtigt, der 32-Jährige fehlte beim Derby gegen Dortmund im Spieltagskader (siehe Meldung vom 26. August). Zoller war vor viereinhalb Jahren vom 1. FC Köln zum VfL Bochum gewechselt und vor allem im Aufstiegsjahr eine prägende Persönlichkeit.
Ein Zoller-Wechsel wäre emotional schade, in der Sache aber nachvollziehbar. Mehr Spielzeit bei einem ambitionierten Zweitligisten, umziehen muss er auch nicht. Vertrag läuft ohnehin 2024 aus. Beim VfL entstehen finanzielle Freiräume. Hilft bei der ohnehin laufenden Stürmersuche.
26. August: Der VfL Bochum verzichtet beim Derby gegen den BVB an diesem Samstag auf die Dienste von Simon Zoller. Der Angreifer steht nicht im Spieltagskader. Das ist durchaus überraschend, weil Zoller im Pokalspiel gegen Bielefeld den Ausgleich erzielte, in Stuttgart als erster Joker eingewechselt wurde und der VfL im Angriff kaum Alternativen hat. Zollers Nicht-Nominierung soll nach Auskunft von Trainer Thomas Letsch rein sportliche und taktische Gründe haben. Sowohl die Bochumer Vereinsführung als auch der Berater von Zoller dementieren angebliche Kontakte nach Kaiserslautern, wo der 32-Jährige bereits von 2013 bis 2015 gespielt hat. Die Pfälzer suchen derzeit auch keinen Stürmer mehr. Generell ist ein Wechsel bis zum Transferschluss am 1. September aber durchaus noch möglich. Zoller fühlt sich beim VfL zwar grundsätzlich sehr wohl, sein Vertrag endet allerdings 2024. Eine Verlängerung ist unwahrscheinlich. Trainer Thomas Letsch setzt vermehrt auf andere Spieler, nicht nur gegen Dortmund.
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24. August: Der VfL Bochum und Philipp Hofmann haben sich auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt. Der wuchtige Angreifer, seit Sommer 2022 fester Bestandteil des blau-weißen Teams, verlängert seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2026. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel.
23. August: Der VfL Bochum hat einen neuen Teammanager. Max Tolischus wird den Verein auf eigenen Wunsch verlassen, im Gegenzug kommt Hannes Hahn an die Castroper Straße. Der 31-Jährige war zuletzt als Veranstaltungsleiter für Union Berlin tätig, davor in der Pressestelle des Champions-League-Teilnehmers beschäftigt. VfL-Sportdirektor Marc Lettau kennt ihn noch aus der gemeinsamen Zeit an der Alten Försterei. Hahn wird in Bochum unter anderem für die Organisation von Auswärtsspielen und Trainingslagern zuständig sein. Darüber hinaus kümmert er sich um alle anderen organistorischen Belange der Profi-Mannschaft, zum Beispiel um die Integration der Neuzugänge. Vorgänger Tolischus war seit Sommer 2022 für den VfL tätig.
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22. August: Nach langen und zähen Verhandlungen ist es gelungen, Keven Schlotterbeck doch wieder nach Bochum zurückzuholen. Der Innenverteidiger hat am Dienstag einen neuen Leihvertrag unterschrieben. Der 26-Jährige spielt also auch in dieser Saison für den VfL Bochum. Eine Kaufoption soll es nicht geben. Schlotterbeck war bekanntlich schon in der Rückrunde der vergangenen Saison vom SC Freiburg nach Bochum ausgeliehen. Nach seinem Abschied im Mai hat sich die sportliche Leitung wochen- und monatelang vergeblich um eine erneute Verpflichtung bemüht. Aus finanziellen Gründen war ein Transfer inklusive Ablöse nicht zu stemmen. Weil der Innenverteidiger aber zurück nach Bochum wollte und die Freiburger nicht mehr auf ihn setzten, haben die beteiligten Partien einen Kompromiss gefunden – und sich auf ein weiteres Leihgeschäft verständigt.
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14. August: Der VfL Bochum hat am Montagabend den nächsten und damit achten Neuzugang präsentiert. Von Vitesse Arnheim wechselt Maximilian Wittek an die Castroper Straße. Trainer Thomas Letsch kennt den 27-Jährigen bereits aus der gemeinsamen Zeit in den Niederlanden. „Wir haben nach einem Spieler gesucht, der das Anforderungsprofil erfüllt, um auf der Außenbahn unsere Flexibilität und Qualität zu erhöhen“, sagt VfL-Geschäftsführer Patrick Fabian. Sportdirektor Marc Lettau ergänzt: „Maximilian Wittek erfüllt diese Vorgaben als Schienenspieler punktgenau: Linksfuß, offensiv wie defensiv einsetzbar, deutschsprachig. Dass Maxi zudem schon international im Einsatz war, in der Liga wie im Europacup, rundet das Bild ab.“ Gerüchte über eine mögliche Verpflichtung von Wittek gab es bereits vor Wochen, konkretisiert hat sich der Transfer aber erst in den zurückliegenden Tagen. „Wir haben uns schon länger mit ihm beschäftigt, aber ein Transfer schien bis vor kurzem finanziell nicht darstellbar zu sein. Umso mehr freuen wir uns, dass er nun vollzogen werden konnte.“ Wittek erhält beim VfL einen Dreijahresvertrag. Über die Höhe der Ablöse ist noch nichts bekannt.
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14. August: Verschiedene Medien, insbesondere Sport1, berichten über ein konkretes Interesse von Borussia Dortmund an Armel Bella Kotchap. Der Innenverteidiger könnte noch in diesem Sommer zum BVB wechseln. Aktuell steht der 21-Jährige beim FC Southampton unter Vertrag. Mit dem englischen Traditionsklub ist der deutsche Nationalspieler allerdings aus der Premier League abgestiegen. Der Ex-Bochumer möchte gerne zurück nach Deutschland. Von einem Wechsel würde grundsätzlich auch der VfL profitieren, für den Bella Kotchap bis vor einem Jahr gespielt hat. Die Bochumer wären an der Ablöse beteiligt. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin stehen dem Bundesligisten 15 Prozent der Differenz zwischen der ersten und zweiten Transfersumme zu. Bella Kotchap wurde im Juni 2022 für rund 12 Millionen Euro verkauft. Womöglich profitiert der VfL aber erst zu einem späteren Zeitpunkt von dieser Vertragsklausel. Denn der Reviernachbar beabsichtigt nach Informationen der WAZ lediglich ein Leihgeschäft. In diesem Fall würde der VfL zunächst leer ausgehen.
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10. August: Der VfL Bochum hat einen weiteren Spieler von der Gehaltsliste bekommen. Jacek Goralski hat seinen eigentlich noch bis Mitte 2024 datierten Vertrag im Einvernehmen mit dem VfL aufgelöst. Goralskis über Monate andauernde Vereinssuche war bislang nicht erfolgreich. Beide Parteien haben deshalb einen Kompromiss gefunden und sich auf eine Abfindung verständigt. Der 30-Jährige war im vergangenen Sommer nach Bochum gewechselt, hat anschließend aber nur vier Bundesliga-Partien für den VfL absolviert.
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6. August: Der VfL Bochum hat den Wechsel von Gerrit Holtmann in die Türkei am Sonntagnachmittag bestätigt. Sportdirektor Marc Lettau erklärt die Hintergründe: „Gerrit Holtmann ist mit dem Wunsch an uns herangetreten, sich dem Klub anzuschließen. Wir haben dann nach einer Lösung gesucht und sie in der einjährigen Leihe, die auch eine Kaufoption für Antalyaspor beinhaltet, gefunden. Wir wünschen Gerrit, für den es die erste Auslandsstation ist, viel Erfolg in der Süper Lig.“
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5. August: Der Wechsel von Gerrit Holtmann zum türkischen Erstligisten Antalyspor scheint vollzogen. Der aufnehmende Klub stellte „einen der schnellsten Spieler Europas“ am späten Samstagnachmittag offiziell vor. Demnach wechselt der 28-Jährige für eine Saison auf Leihbasis vom VfL Bochum in die Türkei. Sein neuer Klub sicherte sich eine Kaufoption. „Nach einem langen Prozess haben beide Seiten bekommen, was sie wollten. Für mich wird es spannend sein, in einer wunderschönen Stadt wie Antalya Fußball zu spielen“, wird Holtmann in einer Pressemitteilung zitiert. Am Samstagabend kam der Offensivspieler in einem Testspiel sogar schon zum Einsatz. Das Problem: Der VfL hat den Transfer noch nicht bestätigt. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin sind noch nicht alle Unterlagen in Bochum eingegangen. Platzen wird der Wechsel deswegen aber wohl nicht mehr.
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2. August: Der VfL Bochum hat am Nachmittag seinen siebten Neuzugang für die anstehende Saison vorgestellt. Wie bereits gestern exklusiv berichtet, wechselt der Brasilianer Bernardo von RB Salzburg an die Castroper Straße. Letzte Details sind nun geklärt, auch der Medizincheck wurde am Morgen absolviert. Bernardo stand am Nachmittag bereits mit seinen neuen Teamkollegen auf dem Platz. Sein Vertrag ist für zwei Jahre bis 2025 gültig. Die Ablöse soll im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. Der ehemalige Leipziger ist innerhalb einer Dreierkette vorrangig für die Innenverteidigung eingeplant, kann in einer Viererkette aber auch als linker Außenverteidiger eingesetzt werden. Trainer Thomas Letsch kennt den 28-Jährigen bereits flüchtig aus Salzburg. Bernardo war bereits 2016 Spieler der ersten Mannschaft, Letsch Trainer des Farmteams in Liefering. Dort kam Bernardo einmal zum Einsatz. In Bochum erhält er die Rückennummer 5.
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1. August: Der VfL Bochum möchte noch in dieser Woche einen neuen Abwehrspieler vorstellen. Nach exklusiven Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin befinden sich die Verantwortlichen in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit dem Brasilianer Bernardo von RB Salzburg. Besteht der Spieler den Medizincheck, dann wird der 28-Jährige in Kürze einen Vertrag beim VfL unterschreiben. Er wäre dann der siebte Neuzugang in diesem Sommer.
Bernardo steht bei den Salzburgern seit kurzem auf der Streichliste. Zuletzt durfte er nur noch beim Farmteam in Liefering trainieren. Der schnelle Verteidiger passt ins Bochumer Anforderungsprofil. Sein starker Fuß ist der linke, zudem kann er innen wie außen verteidigen – auf beiden Positionen besteht beim VfL bekanntlich Bedarf. Auch auf der rechten Abwehrseite sowie im defensiven Mittelfeld hat der Brasilianer schon häufiger gespielt. Darüber hinaus bringt er internationale Erfahrung mit. In der vergangenen Spielzeit absolvierte Bernardo vier Champions-League-Spiele, zudem 18 Erstliga-Partien in Österreich. Die deutsche Bundesliga kennt er ebenfalls schon. Dort trug er von 2016 bis 2018 in 40 Begegungen das Trikot von RB Leipzig, bevor es für zweieinhalb Jahre in die englische Premier League ging. Die Bochumer Personalplanungen in der Abwehr wären mit seiner Verpflichtung noch nicht abgeschlossen. Mindestens ein weiterer Verteidiger soll noch kommen.
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30. Juli: Verliert der VfL Bochum einen weiteren Innenverteidiger? Angeblich steht Erhan Masovic bei Spartak Moskau auf der Wunschliste. Darüber berichtet Sport1. Der russische Erstligist sei bereit, eine Ablöse zwischen acht und zehn Millionen Euro zu zahlen. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin steht derzeit aber kein Wechsel unmittelbar bevor. Die Bochumer haben bislang weder eine Anfrage noch ein konkretes Angebot erhalten. Fraglich ist ohnehin, ob der VfL angesichts der politischen Situation überhaupt ein Geschäft mit russischen Vertragspartnern eingehen würde. Masovic ist noch bis 2025 an den Revierklub gebunden. Ob es seinerseits Kontakte nach Moskau gibt, ist bislang nicht bekannt.
Auszuschließen ist ein Transfer, unabhängig vom Ziel, allerdings nicht. Immer wieder wird Masovic in diesem Sommer mit anderen Klubs in Verbindung gebracht, auffallend oft mit Nennung der angeblichen Interessenten. Das deutet auf gezielt lancierte Gerüchte der Spielerseite hin, möglicherweise um den Marktwert zu steigern und das Interesse weiterer Klubs zu wecken. Generell möchte der VfL seine Abwehr eher stärken als schwächen, würde sich bei einem passenden Angebot für Masovic aber gesprächsbereit zeigen. Unverkäuflich ist in Bochum grundsätzlich niemand.
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29. Juli: Publikumsliebling Gerrit Holtmann steht vor einem Vereinswechsel. Laut der Funke-Mediengruppe wird sich der Flügelstürmer dem türkischen Erstligisten Antalyaspor anschließen. Der Klub wird vom langjährigen BVB-Profi Nuri Sahin trainiert. Über ihn ist nach Informationen von Tief im Westen – das VfL-Magazin auch der Kontakt zum Spieler zustande gekommen. Holtmann soll zunächst auf Leihbasis in die Türkei wechseln, laut örtlichen Medien soll es aber eine Kaufoption geben. Sein Vertrag in Bochum läuft noch bis 2025. Der 28-Jährige hat beim VfL bereits die Trainingseinheiten am Freitagnachmittag und Samstagmorgen verpasst. Am Freitag fehlte Holtmann nach Auskunft von Trainer Thomas Letsch aus sportlichen Gründen, am Samstag wegen „leichten Unwohlseins.“ Offensichtlich stecken aber Vertragsverhandlungen dahinter. Holtmanns Wechselwunsch ist bereits länger bekannt. Er zählt zu den Topverdienern beim VfL.
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28. Juli: Der neue und mit Spannung erwartete Innenverteidiger wird nicht mehr im Trainingslager zur Bochumer Mannschaft stoßen. Eine Einigung stehe noch aus, sagte VfL-Sportdirektor am Freitagmittag in einer Medienrunde. Auch der Medizincheck müsse im Anschluss daran noch absolviert werden. Beides in Kombination werde bis zur Abreise aus Südtirol am Sonntagmorgen nicht mehr gelingen. Der VfL befindet sich jedoch in fortgeschrittenen Verhandlungen mit einen linken Innenverteidiger (mehr dazu im verlinkten Bericht).
Kein Thema beim VfL ist hingegen die Verpflichtung von Emmanuel Iyoha. Der Angreifer von Fortuna Düsseldorf wurde am Donnerstag vom Online-Portal fussballtransfers.com mit dem Revierklub in Verbindung gebracht. Doch diese Information war mal wieder so exklusiv, dass selbst die Verantwortlichen des VfL von der Meldung überrascht wurden. „Der Spieler wurde uns von Beraterseite angeboten, aber es besteht kein Interesse. Definitiv nicht“, sagte Marc Lettau auf Nachfrage. Ein Stürmer wird nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin dennoch gesucht.
25. Juli: Der VfL Bochum hat Marc Lettau befördert. Der 37-Jährige wird neuer Sportdirektor. Zuvor war er als Technischer Direktor angestellt. Damit übernimmt Lettau weitere Aufgaben innerhalb des Klubs. „Sein Verantwortungsbereich umfasst weiterhin die Kaderplanung sowie das bereits personell und inhaltlich enorm weiterentwickelte Scouting“, erklärt Geschäftsführer Patrick Fabian, der eng mit Lettau zusammenarbeitet und ihn Ende 2022 selbst verpflichtet hat. „Darüber hinaus wird Marc nun auch die Lizenzspielerabteilung leiten. Diese neue Struktur ist der nächste Schritt in der Weiterentwicklung unseres Klubs.“ Lettau ist damit erster Ansprechpartner und Verantwortlicher für sämtliche Abläufe im operativen Tagesgeschäft, die die Bundesliga-Mannschaft betreffen, auch abseits des Transfergeschehens.
21. Juli: Am Sonntag startet der VfL Bochum ins Trainingslager. Jacek Goralski wird nicht mit nach Südtirol fliegen. Der Mittelfeldspieler ist nach Auskunft von Trainer Thomas Letsch für Vertragsgespräche freigestellt. Der Pole soll sich bekanntlich einen neuen Verein suchen.
Das wird möglicherweise bald auch auf Luis Hartwig zukommen. Das Bochumer Eigengewächs durfte beim Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Freitag nur zuschauen und saß als einziger gesunder Feldspieler auf der Tribüne. Schon gegen den SC Verl kam der Angreifer nicht zum Einsatz. „Er macht es gut, aber in der Offensive haben wir viel Konkurrenz. Da ist es momentan schwer für ihn“, sagt Trainer Letsch. Hartwig war im Sommer von seiner Leihstation in der zweiten österreichischen Liga nach Bochum zurückgekehrt. Er sollte die Chance bekommen, sich beim VfL erneut zu beweisen.
20. Juli: Die Suche nach Verstärkung geht weiter. Der VfL Bochum möchte möglichst zeitnah noch mindestens zwei neue Spieler präsentieren: einen Innenverteidiger und einen Linksverteidiger. Gefahndet wird im In- und Ausland, wobei der deutsche Markt speziell im Abwehrzentrum kaum Optionen bietet, die zum Anforderungsprofil passen. Keven Schlotterbeck, Bochums Wunschspieler, ist nach wie vor zu teuer. Neben der Ablöse ist vor allem das Gehalt ein Problem. Der VfL und Schlotterbeck liegen noch weit auseinander. Ohne deutliche Zugeständnisse des Spielers wird es nicht zu einer Rückkehr kommen.
Weitere Neuverpflichtungen, sowohl für die Defensive als auch für die Offensive, sind nicht ausgeschlossen, aber nur dann realistisch, wenn es noch Abgänge gibt. Aktuell zählen 30 Spieler zum Kader des VfL. Auf der Streichliste stehen immer noch Jacek Goralski und Jordi Osei-Tutu. Auch Moritz Römling darf den Verein verlassen. Lys Mousset soll ebenfalls gehen, ist mit einem Achillessehnenriss aber noch länger verletzt. Eine baldige Trennung ist deshalb unwahrscheinlich. Offen ist noch, wie es mit Gerrit Holtmann weitergeht. Gegenüber Tief im Westen – Das VfL-Magazin hat er seinen Wechselwunsch vor wenigen Tagen erstmals selbst bestätigt. Ein Verbleib in Bochum ist dennoch nicht ausgeschlossen, zumal Holtmann vor einem Jahr einen gut dotierten Vertrag unterschrieben hat. Der VfL lässt ihn nur bei einem marktüblichen Angebot ziehen. Die Ablösesumme würde der Verein wieder in die Mannschaft investieren.
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19. Juli: Das Ziel ist klar: Maxim Leitsch möchte noch in diesem Sommer in seine Heimat zurückkehren. Das erfuhr Tief im Westen – Das VfL-Magazin aus dem Umfeld des Spielers. Zwar hat sein aktueller Arbeitgeber, der Bundesligist Mainz 05, zuletzt öffentlich bekräftigt, mit dem Innenverteidiger zu planen, doch bei einem passenden Angebot würden sie ihn ziehen lassen. Leitsch will zurück ins Ruhrgebiet, wo er geboren, aufgewachsen und bis zu seinem Wechsel im Sommer 2022 immer gelebt hat. Seit der E-Jugend trug er das Trikot VfL Bochum, debütierte bei seinem Ausbildungsverein auch in der Bundesliga. Im vergangenen Sommer wechselte er nach Mainz. Eingelebt hat sich der 25-Jährige bei den Rheinhessen aber nicht. Sowohl der VfL Bochum als auch Schalke 04 haben Leitsch in diesem Sommer ein Angebot unterbreitet.
Zunächst sah es so aus, dass Schalke auch als Zweitligist gute Karten haben könnte. Grund dafür ist vor allem das enge Verhältnis zu seinem langjährigen Jugend- und Profi-Trainer Thomas Reis, der den schnellen Abwehrspieler sehr schätzt. Nun aber ist Schalke an anderer Stelle fündig geworden. Die Gelsenkirchener stehen vor einer Verpflichtung von Timo Baumgartl. Damit dürfte ein Wechsel von Leitsch nach Schalke wohl vom Tisch sein. Mainz verlangt bis zu drei Millionen Euro als Ablöse, hinzu kommt das üppige Gehalt. Das aber kann auch der VfL Bochum nicht stemmen. Vorstellbar wäre lediglich ein Leihgeschäft mit Option oder aber ein Kauf zu deutlich geringeren Konditionen – auf beides wollen sich die Mainzer aber nicht einlassen. Denkbar ist auch, dass beim VfL Restzweifel angesichts der körperlichen und mentalen Verfassung des Spielers bestehen. Leitsch verpasste Teile der vergangenen Saison aus gesundheitlichen Gründen.
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18. Juli: Die Bild-Zeitung hat den VfL Bochum am Dienstag mit einem weiteren Kandidaten für die Innenverteidigung in Verbindung gebracht. Demnach soll klubintern auch der Name Ermin Bicakcic gefallen sein. Eine Verpflichtung des vereinslosen Ex-Hoffenheimers ist nach Einschätzung von Tief im Westen – Das VfL-Magazin allerdings unwahrscheinlich. Der 33-Jährige verfügt zwar über reichlich Bundesligaerfahrung (162 Spiele) und gilt als Teamplayer, war in den zurückliegenden Jahren aber äußerst verletzungsanfällig und ist außerdem kein Linksfuß. Er passt somit eigentlich nicht ins Profil.
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13. Juli: Am Donnerstag machte das Gerücht die Runde, dass der VfL Bochum angeblich Interesse an einer Verpflichtung von Frederik Jäkel zeigt. Der 22-Jährige war zuletzt von RB Leipzig an den Zweitligisten Arminia Bielefeld ausgeliehen. In diesem Sommer ist Jäkel zum Retortenklub zurückgekehrt, hat dort allerdings keine Perspektive und darf den Klub verlassen. Das oftmals gut informierte Portal rb-live.de bringt Jäkel nun auch mit dem VfL in Verbindung, nennt den Revierklub aber in einer ganzen Reihe von möglichen Abnehmern. Was ist also dran an diesem Gerücht? Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeichen für einen Wechsel nach Bochum. Jäkel ist zwar U21-Nationalspieler und verfügt über großes Potenzial. Allerdings sucht der VfL für die Innenverteidigung eher eine Soforthilfe. Außerdem würden die Verantwortlichen die offene Planstelle in der Abwehr gerne mit einem Linksfuß besetzen. Jäkel passt also nicht direkt ins Anforderungsprofil, eine Verpflichtung ist deshalb eher unwahrscheinlich.
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12. Juli: Zwei Spieler aus der Bochumer U19 erhalten derzeit die Gelegenheit, sich bei den Profis des VfL zu zeigen. Trainer Thomas Letsch hat Torhüter Jeremias Heufken sowie Innenverteidiger Niko Bozickovic zu den Trainingseinheiten der Bundesliga-Mannschaft eingeladen. Beide standen bereits am Dienstag beim 9:2-Testspielsieg gegen Kickers Emden jeweils 45 Minuten auf dem Feld. Letsch reagiert damit auch auf personelle Engpässe. Weil Manuel Riemann und Niclas Thiede verletzt oder angeschlagen sind, wird ein zweiter Torhüter benötigt. Diese Rolle nimmt Heufken ein. Bozickovic soll hingegen die noch dünn besetzte Abwehr verstärken. Der VfL sucht noch einen linken Innenverteidiger und einem linken Schienenspieler.
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Lesetipp: Der VfL Bochum sucht weitere Neuzugänge. Mindestens zwei Spieler sollen noch kommen. Mehr dazu im folgenden Artikel…
10. Juli: Abwehrspieler Vasilios Lampropoulos wird künftig für den griechischen Erstligisten OFI Kreta spielen. Das gaben sein neuer Verein und der 33-Jährige zu Wochenbeginn bekannt. Der Verein von Griechenlands größter Insel hat in der zurückliegenden Saison den neunten Tabellenplatz belegt. Der Vertrag von Lampropoulos in Bochum ist zum 30. Juni ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Insgesamt trug der Innenverteidiger dreieinhalb Jahre das Trikot des VfL.
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6. Juli: Der VfL Bochum muss die Ablöse für Trainer Thomas Letsch aufstocken. Mit dem Klassenerhalt ist eine Nachzahlung fällig geworden. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin handelt es sich um einen niedrigen sechsstelligen Betrag, den der VfL angesichts der positiven sportlichen Entwicklung aber gern an Vitesse Arnheim überwiesen hat. Insgesamt musste der VfL nun eine mittlere sechsstellige Summe für die Verpflichtung seines Trainers zahlen. Zum Zeitpunkt des Transfers im September 2022 gab es wegen der Ablöse auch kritische Stimmen. Diese dürften spätestens mit dem Klassenerhalt verstummt sein.
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5. Juli: Im Trainerstab des VfL Bochum gibt es zur neuen Saison weitere Veränderungen. Neben Markus Feldhoff und Björn Kadlubowksi (Meldungen siehe unten) gibt es weitere Verstärkung. Auch Athletiktrainer Klaus Luisser und Videoanalyst Robin Mehring arbeiten ab sofort für den VfL. Luisser, den Letsch noch aus Salzburg kennt, übernimmt den Job von Lucas Kern, der den Verein verlässt. Kadlubowski ersetzt Marius Kirmse, der sich von nun an für alle Mannschaften des VfL dem Thema Ernährung widmen wird. Mehring kommt als zweiter Videoanalyst neu dazu.
4. Juli: Der Schlussmann Marko Johansson, der in der vergangenen Saison zum Torhüter-Quartett des VfL Bochum gehörte, absolviert aktuell ein Probetraining beim VfL Osnabrück. Beim Zweitliga-Aufsteiger kann sich der Schwede für einen Vertrag empfehlen. Johansson offiziell ist nach seiner Leihe vom VfL Bochum wieder zum Hamburger SV zurückgekehrt. Dort hat er aber keine Perspektive.
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4. Juli: Der VfL Bochum erweitert sein Trainerteam. Zur neuen Saison wird auch Markus Feldhoff als Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Thomas Letsch arbeiten. Der ehemalige Bundesliga-Stürmer ging früher unter anderem für den KFC Uerdingen und Bayer Leverkusen auf Torejagd. Er stammt aus Oberhausen und erhält beim VfL einen Zweijahresvertrag. Der 48-Jährige ist lizenzierter Fußballlehrer und war zuletzt, im Frühjahr 2021, als Cheftrainer des VfL Osnabrück tätig. Davor war er unter anderem Co-Trainer bei Werder Bremen und Hertha BSC an der Seite von Alexander Nouri und Jürgen Klinsmann. Beim VfL Bochum ist Feldhoff neben Jan Fießer der zweite Assistenztrainer. VfL-Legende Frank Heinemann, der den Job bislang ausgeübt hat, möchte auf eigenen Wunsch kürzertreten. Er wird dem Verein aber erhalten bleiben. Sein neuer Aufgabenbereich steht noch nicht fest.
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3. Juli: Mit einer sehr erfreulichen Nachricht ist der VfL Bochum in die neue Woche gestartet: Patrick Fabian ist zurück im Dienst. Der Geschäftsführer Sport war seit März aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen. Marc Lettau, den die Bochumer im Winter als Kaderplaner verpflichtet haben, hatte vorübergehend die Aufgaben von Fabian übernommen. Am Montag hat das Bochumer Urgestein seine Arbeit nun wieder aufgenommen. Tief im Westen – Das VfL-Magazin wünscht ihm einen guten Re-Start!
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2. Juli: Die Bochumer Verantwortlichen müssen ihre Gedankenspiele, Maxim Leitsch an die Castroper Straße zurückzuholen, wohl (zunächst) verwerfen. Der Innenverteidiger soll beim Ligakonkurrenten Mainz 05 bleiben und einen neuen Anlauf nehmen. „Der Plan mit ihm ist ziemlich klar“, sagte FSV-Trainer Bo Svensson nun dem kicker. „Es lief für beide Seiten nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Aber jetzt kommt ein Neustart. Ich weiß auf jeden Fall, welche Qualität er hat.“ Sportchef Christian Heidel bekräftigte auf Nachfrage, dass Leitsch in Mainz bleiben soll – und offenbar auch bleiben will. Ob die Tür für eine Rückkehr ins Ruhrgebiet damit automatisch geschlossen ist, war am Sonntagabend noch nicht zu klären. Womöglich soll sich Leitsch in der Saisonvorbereitung erneut beweisen, bevor seine Situation im August neu bewertet wird. Ein baldiger Transfer zurück nach Bochum ist allerdings äußerst unwahrscheinlich geworden.
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30. Juni: Bei den Young Boys Bern in der Schweiz werden künftig zwei Ex-Bochumer auflaufen. Auch Saidy Janko schließt sich dem Meister der Super League an. Beim möglichen Champions-League-Teilnehmer hat der Rechtsverteidiger einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Janko war in der vergangenen Saison vom spanischen Klub Real Valladolid nach Bochum ausgeliehen. Der 27-Jährige absolvierte 23 Pflichtspiele für den VfL. Auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verzichteten die Verantwortlichen allerdings. Janko spielte bereits von 2019 bis 2020 für die Young Boys. Zu seinen Teamkameraden zählt künftig unter anderem Silvere Ganvoula (siehe Eintrag vom 21. Juni).
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29. Juni: Die Tinte ist trocken, Jannes Horn verlässt den VfL Bochum und wechselt nach seiner Leihe fest zum 1. FC Nürnberg. „Seit dem ersten Tag in Nürnberg ist bei meiner Familie und mir der Eindruck entstanden, dass wir hier heimisch werden können. Ich bin sehr froh, dass die Festverpflichtung geklappt hat. In diesem Zusammenhang möchte ich neben den Verantwortlichen beim Club auch dem VfL Bochum danken, dass der Wechsel zustande kommen konnte. Ich wollte unbedingt zurück zum FCN“, sagt der 26-Jährige. „Jannes hat um seine Freigabe gebeten, weil er in Nürnberg bessere sportliche Perspektiven für sich sieht“, ergänzt Bochums Kaderplaner Marc Lettau. Der VfL wird auf diesen Abgang reagieren und neben dem ohnehin geplanten Innenverteidiger-Transfer auch noch einen neuen Linksverteidiger verpflichten.
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28. Juni: Der VfL Bochum verstärkt sein Trainerteam. Von Arminia Bielefeld wechselt Björn Kadlubowski zum Bundesligisten. Der 31-Jährige war beim Zweitliga-Absteiger zuletzt als Reha- und Athletiktrainer für Profis und Nachwuchs beschäftigt. Der studierte Sportwissenschaftler arbeitet parallel als Dozent an der Deutschen Sporthochschule in Köln und ist Doktorand an der Universität Wien. Der VfL bestätigte die Personalie auf Anfrage von Tief im Westen – Das VfL-Magazin. Zuerst hatte die Neue Westfälische über den Wechsel berichtet. Welchen Aufgabenbereich Kadlubowski beim VfL genau übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Der Verein möchte darüber zeitnah informieren.
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28. Juni: Beim VfL Bochum deutet sich nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin ein weiterer Abgang an. Jannes Horn wird den Verein verlassen und sich dem 1. FC Nürnberg anschließen. Dorthin war der Abwehrspieler zuletzt schon ausgeliehen. Der Transfer dürfte in Kürze von den Vereinen bestätigt werden. Der VfL entspricht damit auch dem Wunsch des Spielers. Über die Ablösemodalitäten ist noch nichts bekannt; realistisch ist aber eine eher niedrige sechsstellige Summe. Horn war erst im vergangenen Sommer nach Bochum gewechselt, kam in der Hinrunde der vergangenen Saison aber nur selten zum Einsatz und wechselte im Winter auf Leihbasis nach Nürnberg. Beim Zweitligisten ist er nun als Stammkraft eingeplant.
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27. Juni: Die erwartete Verpflichtung von Matus Bero hat der VfL Bochum am späten Dienstagabend bestätigt. Der 27-jährige Mittelfeldspieler, der zuletzt beim niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim aktiv war, wechselt ablösefrei ins Ruhrgebiet. Der slowakische Nationalspieler hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Matus Bero vereint vieles, was unserer Mannschaft weiterhilft: Ein international erfahrener Spieler, der seine Qualitäten zwischen den Strafräumen hat und dabei selber den Abschluss sucht“, sagt Kaderplaner Marc Lettau, der den entscheidenden Hinweis von seinem Cheftrainer erhielt. Letsch trainierte Bero bereits in Arnheim. „Thomas Letsch weiß um seine Qualitäten, die Matus Bero auch schon als Führungsspieler unter Beweis gestellt hat.“
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26. Juni: Der VfL Bochum zeigt nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin unverändert großes Interesse an einer weiteren Verpflichtung von Keven Schlotterbeck. Der Linksfuß könnte die noch freie Planstelle in der Innenverteidigung einnehmen. Schlotterbeck steht allerdings ab dem 1. Juli wieder beim SC Freiburg unter Vertrag. Mit den Breisgauern müsste sich der VfL also erneut einig werden. Zuletzt war Schlotterbeck bereits nach Bochum ausgeliehen. „Er verfügt über sportliche Fähigkeiten, die uns als Verein sehr gut tun würden“, hatte Kaderplaner Marc Lettau bereits Ende Mai erklärt. An dieser Meinung hat sich nichts geändert, die Bemühungen um einen Verbleib dauern jedoch an.
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26. Juni: Der 1. FC Nürnberg möchte auch in der kommenden Saison auf Jannes Horn bauen. Der Defensivspezialist, der sowohl als linker Innen- als auch als Außenverteidiger spielen kann, wurde im Januar vom VfL nach Franken ausgeliehen. Nun möchte der Zweitligist den 26-Jährigen fest verpflichten. Eine Kaufoption wurde seinerzeit aber nicht vereinbart. Horns Vertrag in Bochum läuft noch bis 2024. Der VfL Bochum zeigt sich gesprächsbereit. „Sollte Jannes mit dem Wunsch auf eine Veränderung an uns herantreten, sind wir nicht abgeneigt, diesem zu entsprechen“, wird VfL-Kaderplaner Marc Lettau in der WAZ zitiert. Anderenfalls würde Horn in der Saisonvorbereitung die Chance erhalten, sich für einen Platz im Team des VfL zu empfehlen.
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22. Juni: Der VfL Bochum hat den erwarteten Transfer von Offensivallrounder Moritz Kwarteng am Donnerstagabend bestätigt. Der 25-Jährige kommt vom 1. FC Magdeburg und erhält einen Vierjahresvertrag. „Mit Moritz-Broni Kwarteng haben wir uns schon seit längerem intensiv beschäftigt, insofern ist es umso schöner, dass der Transfer nun vollzogen werden konnte“, sagt Interims-Sportchef Marc Lettau. Mehr zum fünften Neuzugang und den weiteren Plänen beim Kaderumbau steht im folgenden Text…
21. Juni: Nach seinem Abgang vom VfL Bochum hat Silvere Ganvoula einen neuen Verein gefunden. Er spielt künftig für die Young Boys Bern in der Schweiz. Beim Meister der Super League hat der Angreifer einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Bei den Eidgenossen könnte Ganvoula sogar bald in der Champions League auflaufen, sollte die Qualifikation über die Play-offs gelingen. Der 26-Jährige stand von 2018 bis 2023 beim VfL Bochum unter Vertrag.
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21. Juni: Neben Matus Bero (siehe Meldung vom 19. Juni) interessiert sich der VfL Bochum offensichtlich für einen weiteren Spieler von Vitesse Arnheim. Die renommierte niederländische Zeitung De Telegraaf sowie das Online-Portal VoetbalPrimeur bringen nun auch Maximilian Wittek mit dem VfL in Verbindung. Allerdings bezieht sich De Telegraaf auf „deutsche Meldungen“, die es bislang gar nicht gibt. Der Linksverteidiger mit ausgeprägtem Offensivdrang könnte die noch zu besetzende Rolle des linken Schienenspielers einnehmen – ein naheliegender Gedanke. Trainer Thomas Letsch hat den ehemaligen Fürther und Münchner Löwen bereits in Arnheim trainiert. Letsch und der Linksfuß schätzen sich gegenseitig, haben zwei Jahre erfolgreich zusammengearbeitet. Der Ex-Fürther würde sich gerne in der Bundesliga beweisen. Über Erfahrung in Deutschlands Eliteliga verfügt der 27-Jährige, an dem angeblich auch Schalke und Hertha interessiert sein sollen, bislang noch nicht. Sollte sich der VfL ernsthaft um einen Transfer bemühen, dürfte er gegenüber den Mitbewerbern klare Vorteile haben. Im Gegensatz zu Bero würde Wittek aber eine Ablöse kosten, weil er noch bis 2024 vertraglich an Vitesse gebunden ist. Wittek war in der zurückliegenden Saison an insgesamt zehn Treffern in der niederländischen Eredivisie beteiligt.
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21. Juni: Verlässt Danilo Soares den VfL Bochum? Diese Frage beschäftigt an diesem Mittwoch zahlreiche VfL-Fans in den sozialen Netzwerken. Anlass dafür ist ein Transfergerücht aus Brasilien, basierend auf einer Meldung des Sportjournalisten Joao Gabriel Leiro, der Soares mit dem brasilianischen Erstligisten EC Bahia in Verbindung bringt. Der Klub würde Soares gerne verpflichten. Auf Nachfrage von Tief im Westen – Das VfL-Magazin reagierte ein hochrangiger Vereinsvertreter aus Bochum allerdings überrascht auf diesen Bericht. Demnach gibt es derzeit keine Anzeichen für einen Wechsel von Soares zurück in seine Heimat. Ob sich das bei einem möglichen Angebot des EC Bahia verändern würde, ist nicht bekannt. Der Vertrag von Soares beim VfL Bochum läuft noch bis 2024. Er zählte in den vergangenen Jahren zum Bochumer Stammpersonal, auch wenn er im Endspurt der abgelaufenen Saison nicht mehr zur Startelf gehörte. Offen ist, welche Rolle er in der neuen Saison einnehmen wird. Der Linksverteidiger und zweifache Familienvater hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er auch privat seine Zukunft in Deutschland sieht. Soares hat sich zuletzt intensiv um die deutsche Staatsbürgerschaft bemüht. Pläne bezüglich einer möglichen Vertragsverlängerung in Bochum gibt es aktuell von Vereinsseite nicht.
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21. Juni: Bundesligaprofi Paul Seguin, der neulich vom kicker auch mit dem VfL Bochum in Verbindung gebracht wurde, schließt sich zur neuen Saison dem FC Schalke 04 an. Der Mittelfeldspieler verlässt somit den Union Berlin. Nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin hat sich der VfL zwar mit Seguin beschäftigt, zeigte aber kein großes Interesse an einer Verpflichtung.
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19. Juni: Der VfL Bochum strebt eine Verpflichtung von Matus Bero an und befindet sich nach Exklusiv-Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin bereits auf der Zielgeraden der Vertragsgespräche. Der 27-Jährige will nach Bochum wechseln, der Deal könnte schon bald über die Bühne gehen. Bero würde das zentrale Mittelfeld verstärken. Bero ist ein Box-to-Box-Spieler mit hoher Ballsicherheit, guter Technik und reichlich Spielintelligenz. Er gilt als zuverlässig und laufstark mit großer Ausdauer und kommt vorrangig als sogenannter Achter zum Einsatz. Somit könnte er den frei gewordenen Kaderplatz von Pierre Kunde einnehmen. Bero ist in diesem Sommer ablösefrei zu haben. Bis September 2022 war er Kapitän unter Thomas Letsch bei Vitesse Arnheim. Für den niederländischen Erstligisten hat Bero zuletzt fünf Jahre gespielt. Darüber hinaus ist er zurzeit fester Bestandteil der slowakischen Nationalmannschaft. Der VfL wollte sich auf Anfrage nicht zu dieser Personalie äußern.
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19. Juni: Angreifer Sven Michel wird nicht zum VfL Bochum wechseln. Der 32-Jährige schließt sich dem FC Augsburg an. Ausschlaggebend hierfür waren finanzielle Gründe. Der Bundesliga-Konkurrent der Bochumer hat dem Spieler das bessere Gehalt geboten. Auch sein bisheriger Verein Union Berlin wird finanziell höher entschädigt als vom VfL beabsichtigt. Die Bochumer hatten sich zuletzt intensiv um eine Verpflichtung von Michel bemüht.
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19. Juni: Innenverteidiger Ivan Ordets bleibt beim VfL Bochum. Der 30-Jährige wird dank einer Sonderregel der FIFA auch in der kommenden Saison in Deutschland spielen. Sein Vertrag mit Dinamo Moskau ruht weiter. In der zurückliegenden Saison gehörte der Ukrainer zu den Leistungsträgern beim VfL und absolvierte 33 Pflichtspiele für die Blau-Weißen. „Seine Robustheit, Zweikampfführung und Kopfballstärke haben uns defensiv wie offensiv geholfen. Er ist ein Leader und soll unserer Defensive auch zukünftig Halt und Stabilität geben. Wir sind froh, dass Ivan sich für einen Verbleib beim VfL entschieden hat“, sagt Interims-Sportchef Marc Lettau. Ordets‘ Vertrag beinhaltet auch die Option, nach Ablauf der Sonderregelung zwei weitere Jahre beim VfL zu bleiben.
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19. Juni: Nach Informationen der WAZ ist Tim Skarke nun doch kein Transferkandidat für den VfL Bochum. Die Zeitung hatte den Flügelspieler vor wenigen Tagen noch selbst mit dem VfL in Verbindung gebracht. Der 26-Jährige ist aktuell von Union Berlin zum FC Schalke 04 ausgeliehen. Der Zweitligist würde den schnellen Flügelspieler gerne halten, möchte die Ablöseforderung der Berliner aber nicht erfüllen. Der gebürtige Heidenheimer, der bislang auf 12 Bundesliga-Einsätze kommt, würde aus privaten Gründen gerne im Ruhrgebiet bleiben. Der VfL hätte auf den offensiven Außenpositionen insbesondere dann Bedarf, wenn Gerrit Holtmann und Jordi Osei-Tutu den Verein verlassen sollten. Beide befinden auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.
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Hinweis: Urlaubsbedingt ruhte der Transferticker vom 12. bis 19. Juni.
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9. Juni: Der FSV Mainz 05 ist nach übereinstimmenden Medienberichten der örtlichen Medien bereit, Maxim Leitsch wieder ziehen zu lassen. Der 25-Jährige war erst im vergangenen Sommer nach Rheinhessen gewechselt, ist dort aber von Anfang an nicht glücklich geworden. Die Signale aus seinem Umfeld sind nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin eindeutig: Leitsch strebt einen Wechsel an. Am liebsten zurück ins heimische Revier. Bereits im Winter gab es Überlegungen, den schnellen Linksfuß an die Castroper Straße zurückzuholen. Doch die Mainzer wollten Leitsch noch nicht ziehen lassen. Der VfL könnte in diesem Sommer inen erneuten Anlauf nehmen, den Innenverteidiger zurückzuholen. Denkbar ist zumindest ein Leihgeschäft. Mehr zur Personalie Leitsch steht im folgenden Artikel…
8. Juni: Der VfL Bochum bekundet Interesse an einer Verpflichtung von Sven Michel. Nach Informationen von Tief im Westen – VfL-Magazin fanden bereits Gespräche statt. Der 32-Jährige steht noch bis 2024 bei Union Berlin unter Vertrag. Laut BILD würde eine Ablöse im mittleren sechsstelligen Bereich fällig werden. Michel möchte die Köpenicker allerdings verlassen, um mehr Spielzeit zu erhalten – am liebsten in der Heimat. Er stammt aus Nordrhein-Westfalen. Dort hat Michel lange für den SC Paderborn gespielt, bevor er im Winter 2022 zu Union Berlin gewechselt ist. In der zurückliegenden Saison kam der Angreifer auf 21 Bundesliga-Einsätze, die meisten davon als Einwechselspieler. Michel käme beim VfL insbesondere als zweite Sturmspitze in Betracht. Die Verhandlungen befinden sich bereits im fortgeschrittenen Stadium. Neben dem VfL Bochum zeigt auch Hannover 96 großes Interesse an einer Verpflichtung des einsatzfreudigen und erfahrenen Offensivspielers. Darüber berichtet der kicker in seiner Donnerstagsausgabe. Aus sportlichen Gründen würde Michel jedoch einen Wechsel nach Bochum bevorzugen.
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6. Juni: Auch Jordi Osei-Tutu könnte den VfL Bochum in den nächsten Wochen verlassen. „Wir sind von Vereinsseite gewillt, Jordi Osei-Tutu zu transferieren, das haben wir dem Spieler auch frühzeitig mitgeteilt“, sagte Interims-Sportchef Marc Lettau der WAZ. „Gemeinsam mit seinen Beratern, die gerade intensiv den Markt sondieren, arbeiten wir an einer Lösung.“ Der junge Engländer, der erst im vergangenen Sonner nach Bochum zurückgekehrt war, möchte die Zusammenarbeit ebenfalls beenden. Osei-Tutu ist unzufrieden mit seiner sportlichen Situation. Unter Trainer Thomas Letsch gehörte der 24-jährige sogar zeitweise zur Bochumer Startelf, konnte sich aber nicht für regelmäßige Einsätze empfehlen. Zuletzt saß er nur noch auf der Tribüne. Sein Vertrag in Bochum läuft aber noch bis 2025. Der neue Verein von Osei-Tutu müsste eine Ablöse zahlen.
5. Juni: Dass Gerrit Holtmann den VfL Bochum in diesem Sommer gerne verlassen würde, ist seit knapp einer Woche bekannt. Die BILD nennt nun ein mögliches Ziel. Demnach möchte Holtmann am liebsten nach Amerika wechseln. Neu ist diese Information allerdings nicht. Bereits im Mai 2022 hatte Holtmann gegenüber Tief im Westen – Das VfL-Magazin erklärt: „Mein Traum ist es, einmal in der Major League Soccer in den USA zu spielen.“ Der VfL Bochum würde den schnellen Außenbahnspieler nur ungern ziehen lassen, zeigt sich aber gesprächsbereit. Weil Holtmanns Vertrag noch bis 2025 läuft, müsste sein neuer Klub eine Ablöse zahlen.
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5. Juni: Bei seiner Suche nach Verstärkung hat der VfL Bochum offenbar auch Paul Seguin von Union Berlin auf seiner Radar. Das berichtet der kicker in seiner Montagsausgabe. Der 28-Jährige sucht demnach einen neuen Klub. Auch der FC Augsburg soll bereits Interesse bekundet haben. Seguin hat in der zurückliegenden Bundesliga-Saison 20 Spiele für die Köpenicker absolviert, war aber meistens nur Joker. Seguin wünscht sich mehr Einsätze und schaut sich deshalb nach Alternativen um. Wie lange sein Vertrag in Berlin läuft, ist nicht bekannt. Er war erst im vergangenen Sommer von Greuther Fürth in die Haupstadt gewechselt. Seguin kann im zentralen Mittelfeld als Sechser oder Achter spielen. Marc Lettau, Interims-Sportchef beim VfL Bochum, kennt ihn bereits. Lettau war von 2018 bis Ende 2022 für Union Berlin tätig.
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4. Juni: Bis September 2022 hat Thomas Letsch den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim trainiert. Nun wird sein damaliger (Vize-)Kapitän Matus Bero mit dem VfL Bochum in Verbindung gebracht. Darüber berichtet das Portal sport.sk, eine führende Informationsquelle aus der Slowakei, dem Heimatland von Bero. Der 27-Jährige wäre in diesem Sommer ablösefrei zu haben. Dem Artikel zufolge liegt Bero aber (noch) kein konkretes Angebot aus Bochum vor. Ohnehin basiert der Bericht fast ausschließlich auf Aussagen des Beraters von Bero. Weitere Quellen gibt es bislang nicht. Vorstellbar ist ein Interesse der Bochumer an Bero freilich schon. Er war unter Letsch zwei Jahre lang unumstrittene Stammkraft und ist zudem slowakischer Nationalspieler. Bero spielt seit 2018 für Arnheim und hat davor das Trikot des türkischen Traditionsklubs Trabzonspor getragen. Der zentrale Mittelfeldspieler gilt als ausdauerstarke Führungspersönlichkeit mit einer guten Technik und reichlich Spielintelligenz. Er kommt vorrangig als Achter zum Einsatz und könnte theoretisch den frei gewordenen Kaderplatz von Pierre Kunde einnehmen.
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1. Juni: Dieser Transfer hatte sich abgezeichnet: Lukas Daschner wechselt ablösefrei vom Zweitligisten FC St. Pauli zum VfL Bochum. Der 24-jährige Offensivallrounder hat bei den Blau-Weißen einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Mit neun Treffern und sieben Torvorbereitungen hatte Daschner großen Anteil an der starken Zweitligasaison des FC St. Pauli, die auf Platz fünf endete. „Lukas Daschner ist ein hochveranlagter Offensivspieler, der sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat und seine Qualitäten in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat“, sagt Interims-Sportchef Marc Lettau. „Mit Daschi verpflichten wir in der Offensive einen spannenden Spielertypen, der uns in unserem Spiel noch flexibler macht. Er ist ein Teamplayer, der alles mitbringt, um sich beim VfL und auch in der Bundesliga durchzusetzen.“
31. Mai: Fanliebling Gerrit Holtmann möchte den VfL Bochum noch in diesem Sommer verlassen. Der einstiege Leistungsträger, hinter dem eine enttäuschende Saison liegt, hat beim VfL seinen Wechselwunsch hinterlegt. Diese Information, die zuerst der kicker in Umlauf gebracht hatte, ist nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin korrekt. Allerdings würden ihn die Vereinsverantwortlichen nur ungern ziehen lassen. Vielmehr hoffen sie auf einen Formanstieg in der neuen Saison. Der Spieler möchte jedoch wechseln und sondiert den Markt. Ein potenzieller Interessent müsste dann aber auch mit dem VfL verhandeln – eine Ablöse wäre fällig. Holtmanns Vertrag beim VfL läuft noch bis 2025. Erst im vergangenen Jahr hatte er diesen verlängert. „Ich fühle mich beim VfL wohl, das ganze Umfeld passt“, hatte der Flügelflitzer da noch gesagt. In den Monaten danach lief es für Holtmann allerdings nicht mehr nach Plan. Unter Trainer Thomas Letsch wurde er zuletzt allenfalls eingewechselt (mehr dazu im verlinkten Artikel).
31. Mai: Der VfL Bochum trennt sich nach Ablauf der Saison von mindestens sieben Spielern. Wie erwartet und schon berichtet, werden Konstantinos Stafylidis, Silvere Ganvoula und Pierre Kunde keinen neuen Vertrag erhalten. Das gab der Verein am Mittwoch offiziell bekannt. Auch Dominique Heintz, Vasilios Lampropoulos, Saidy Janko und Marko Johansson müssen gehen. Ivan Ordets, der intern ebenfalls schon verabschiedet wurde, könnte dagegen bleiben. Auch an einer Verpflichtung von Keven Schlotterbeck bekundet der VfL Interesse. Mehr dazu im verlinkten Artikel.
31. Mai: Der VfL Bochum hat den Vertrag mit Paul Grave, der im Sommer ausgelaufen wäre, um weitere zwei Jahre bis 2025 verlängert. Der 22-jährige Schlussmann gehört seit 2019 dem Profikader an und soll nun Spielpraxis im Herrenbereich sammeln. Aus diesem Grund wird Grave zur neuen Saison an den Regionalligisten Wuppertaler SV verliehen. „Paul Grave ist ein sehr talentierter Torwart, der nach verletzungsbedingten Rückschlägen mit großer Leistungsbereitschaft wieder in den Kreis unserer Torhüter zurückgekehrt ist“, sagt Interims-Sportchef Marc Lettau. „Wir sind von seinem Potenzial nach wie vor überzeugt, es braucht allerdings Wettkampfpraxis, um das Talent vollends zu entfalten. Der Schritt nach Wuppertal soll ihm in seiner Entwicklung dabei helfen.“
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30. Mai: Angreifer Lys Mousset, den der VfL Bochum derzeit an den französischen Zweitligisten Nimes Olympique verliehen hat, wird monatelang keinen Fußball spielen können. Im Saisonendspurt hat sich der 27-Jährige einen Riss der Achillessehne zugezogen. Moussets Vertrag in Nimes läuft in wenigen Wochen aus und wird nicht verlängert. Zwar kam der Stürmer in seiner Heimat regelmäßig zum Einsatz, doch Nimes ist abgestiegen und wird den Problem-Profi (mehr dazu in der verlinkten Story) nicht verpflichten können. Mousset wird nach jetzigem Stand zum VfL zurückkehren, bei dem er einen Vertrag bis 2024 besitzt. Doch die Verantwortlichen streben mangels sportlicher Perspektive eine vorzeitige Trennung an. Ob das gelingen wird, ist wegen der Verletzung aber noch fraglich. Immerhin wird der VfL sein Gehalt zunächst nicht zahlen müssen. Bei einer längeren Ausfallzeit springt die Berufsgenossenschaft ein.
30. Mai: Konstantinos Stafylidis wird den VfL Bochum verlassen. Der auslaufende Vertrag soll nicht verlängert werden, auch aus finanziellen Gründen. Der Defensivallrounder zählt beim Bundesligisten bislang zu den Top-Verdienern. Im Verhältnis dazu war der Ertrag trotz ordentlicher Leistungen zu gering. Stafylidis zählte auch in dieser Saison zum erweiterten Stammpersonal, vor allem dank seiner Flexibilität, seiner Zweikampfstärke und Einsatzfreude. Der 29-Jährige kam in 19 Partien als Außenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Konstant zur Startelf gehörte er allerdings nicht, auch aufgrund verschiedener Verletzungen. Nach zwei Jahren im VfL-Trikot werden sich die Wege in diesem Sommer trennen. Der Spieler veröffentlichte am Dienstag einen Abschiedspost auf Instagram. Wohin es ihn ziehen könnte, ist noch nicht bekannt.
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29. Mai: Der VfL Bochum denkt nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin über ein weiteres Engagement von Keven Schlotterbeck nach. Der Innenverteidiger ist aktuell nur ausgeliehen. Beim SC Freiburg, seinem Stammverein, dürften seine Einsatzchancen in der neuen Saison allerdings gering sein. Die Bochumer Verantwortlichen loten deshalb die Möglichkeiten einer erneuten Verpflichtung aus. Schlotterbeck fühlt sich in Bochum wohl und kann sich einen Verbleib ebenfalls vorstellen. Der Innenverteidiger spielt erst seit Januar für den VfL und kam in 13 von 19 Partien zum Einsatz, achtmal gehörte er zur Startelf. Trainer Thomas Letsch lobte ihn mehrfach und würde gerne weiter mit dem 26-Jährigen planen.
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28. Mai: Am Morgen nach dem 3:0-Sieg gegen Leverkusen und einer langen Partynacht hat der VfL Bochum insgesamt zehn Spieler intern verabschiedet. Bei einem Treffen in der Kabine bekamen all die Spieler ein Präsent, deren Verträge zum 30. Juni 2023 auslaufen, konkret: Paul Grave, Marko Johansson, Saidy Janko, Konstantinos Stafylidis, Vasilios Lampropoulos, Ivan Ordets, Keven Schlotterbeck, Dominique Heintz, Pierre Kunde, Silvere Ganvoula. In mehreren Fällen ist aber noch keine finale Entscheidung über einen Verbleib oder endgültigen Abgang gefallen. Der VfL Bochum bemüht sich unter anderem um eine Weiterverpflichtung von Ivan Ordets (Details im verlinkten Artikel).
25. Mai: Der VfL Bochum wird vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag auf die sonst übliche Verabschiedung der schon feststehenden Abgänge verzichten. Der Fokus soll ganz auf dem Spiel liegen, erklärte ein Vereinsvertreter auf Nachfrage von Tief im Westen – Das VfL-Magazin. Dass den VfL in diesem Sommer einige Spieler verlassen werden, ist jedoch ein offenes Geheimnis (siehe Ticker-Einträge zuvor). Die betroffenen Profis sind bereits informiert. In anderen Fällen gibt es zwar Tendenzen, eine endgültige Entscheidung fällt aber erst nach der Saison.
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25. Mai: Silvere Ganvoula wird den VfL in diesem Sommer endgültig verlassen. Nach insgesamt viereinhalb Jahren endet seine Zeit in Bochum. Der Angreifer zählte zeitweise zu den Leistungsträgern und war teamintern bester Torschütze. Davon war er in den vergangenen zweieinhalb Jahren jedoch weit entfernt. Ganvoula kam nur noch sporadisch zum Einsatz, sein letztes Pflichtspieltor erzielte er im Mai 2021 noch in der 2. Liga. Sein Vertrag läuft Ende Juni aus und wird nicht verlängert. Wohin es den 26-Jährigen ziehen wird, ist noch nicht bekannt.
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24. Mai: Jacek Goralski erhält vom VfL Bochum die Möglichkeit, sich einen neuen Verein zu suchen. In dieser und bereits in der vergangenen Woche war der Mittelfeldspieler (zeitweise) vom Training freigestellt. „Jacek hat jetzt die Möglichkeit, ein paar Dinge zu regeln, sich ein bisschen umzuschauen und im Austausch zu sein“, erklärte Trainer Thomas Letsch auf Nachfrage. Goralskis Vertrag würde im Abstiegsfall ohnehin enden, beim Klassenerhalt würde er bis 2024 weiterlaufen. Beide Seiten streben aber auch dann eine Trennung an.
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22. Mai: Auch Vasilios Lampropoulos könnte den VfL am Ende der laufenden Saison verlassen. Der Vertrag des 33-Jährigen läuft im Juni aus. Das griechische Online-Portal Sportime berichtet, dass OFI Kreta Interesse an einer Verpflichtung bekundet. Eine endgültige Entscheidung darüber, wie es mit dem Abwehrspieler weitergeht, wird in Bochum aber erst nach dem letzten Spieltag getroffen. Lampropoulos wurde vom VfL im Februar 2020 von Deportivo La Coruna aus Spanien ausgeliehen und wenige Monate später fest verpflichtet. Der Innenverteidiger absolvierte insgesamt 50 Pflichtspiele für den VfL, 14 davon in der bald endenden Saison. Zuletzt saß er meistens auf der Bank, teilweise sogar auf der Tribüne.
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16. Mai: Winterneuzugang Pierre Kunde wird den VfL Bochum in diesem Sommer nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin wieder verlassen. Der Mittelfeldspieler hat die Erwartungen aus Sicht des Klubs nicht erfüllt. Der 27-Jährige kam zwar mit der Empfehlung von 68 Bundesliga-Spielen und einer WM-Teilnahme nach Bochum, hat der Mannschaft aber nicht im erhofften Maße helfen können. Kunde gehörte nur dreimal zur Startformation, neunmal wurde er eingewechselt. Zuletzt stand er beim Heimspiel gegen Augsburg gar nicht mehr im Kader. Trotz Personalproblemen im zentralen Mittelfeld entschied sich Trainer Thomas Letsch zuletzt mehrfach gegen einen Einsatz von Kunde. Der Kameruner ist vom griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus ausgeliehen, der Vertrag läuft im Sommer aus. Die vereinbarte Kaufoption wird der VfL Bochum nicht ziehen.
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15. Mai: Der VfL Bochum hat zwei weitere Talente für seine U19 verpflichtet. Die sportliche Leitung truat beiden auch den Sprung zu den Profis zu. Vom FC Schalke 04 wechselt Torhüter Benjamin Speight zum Reviernachbarn. Der 17-Jährige war zuletzt Stammkeeper in der B-Jugend-Mannschaft der Königsblauen und wurde mit Schalke Meister in der West-Staffel. Speight wird künftig auch mit Akram-Dine Mohamadou zusammenspielen. Der 16-Jährige wechselt vom VfL Wolfsburg nach Bochum und ist eine Allzweckwaffe. In Niedersachsen hat er zuletzt als Außenverteidiger, als offensiver Flügelspieler und sogar als Mittelstürmer gespielt. In der Bochumer U19 ist er vorrangig für den Angriff eingeplant.
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9. Mai: Der VfL Bochum hat am Mittwoch die Verpflichtung und Rückkehr von Torhüter Niclas Thiede bestätigt. Wie bereits am 28. April berichtet, komplettiert der 24-Jährige das Torhütertrio für die kommende Saison. Thiede war bereits von 2015 bis 2018 in der Jugend für den VfL aktiv und hat zuletzt für den SC Verl in der 3. Liga gespielt. Sein Vertrag in Bochum gilt bis 2027, ligaunabhängig. Er soll als Nummer zwei oder drei in die neue Saison gehen.
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8. Mai: Ersatztorhüter Paul Grave könnte seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern und im Anschluss verliehen werden. „Ich würde mich für einen Verbleib stark machen. Er macht es richtig gut, ist ein Torwarttalent und ein klasse Typ“, sagte Trainer Thomas Letsch jüngst gegenüber Tief im Westen – Das VfL-Magazin. „Ich fände es richtig, ihn beim VfL Bochum zu halten.“ Letsch schränkt allerdings ein: „Gleichzeitig ist es wichtig, dass Paul spielt. Das können wir ihm beim VfL Bochum nicht garantieren, das wird sogar richtig schwer.“ Der VfL plant nach jetzigem Stand, mit den drei Torleuten Manuel Riemann, Michael Esser und Niclas Thiede in die neue Saison zu gehen. Thiede soll vom SC Verl verpflichtet werden (siehe Eintrag vom 28. April).
Grave spielt seit 2014 in Bochum und erhielt 2019 seinen ersten Profivertrag. Verletzungen haben den 22-Jährigen mehrfach ausgebremst. Vor allem die Schulter hat ihm Probleme bereitet, fast ein halbes Jahr hat Grave zuletzt pausieren müssen, bevor er Ende März ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. Aktuell ist er lediglich die Nummer drei oder vier beim VfL. „Ich würde gerne in Bochum bleiben, aber auch gerne spielen“, formuliert Grave seinen Wunsch für die Zukunft. Eine Leihe könnte das Dilemma lösen.
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7. Mai: Der VfL Bochum hat sich in den vergangenen Monaten ohne Erfolg um die Dienste von Nicolai Remberg bemüht. Der zentrale Mittelfeldspieler von Preußen Münster wechselt nun zu Zweitligist Holstein Kiel. Der 22-Jährige hat beim Aufsteiger in die 3. Liga mit sehr guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und zählt zu den vielversprechendsten Talenten aus der Regionalliga West. Remberg berichtete nun im Podcast Preussen privat von den Gesprächen mit dem VfL Bochum.
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3. Mai: Der VfL Bochum zeigt offenbar Interesse an einer Verpflichtung von Moritz Kwarteng. Darüber berichtet die Rheinische Post an diesem Mittwoch. Der Mittelfeldspieler steht aktuell beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg unter Vertrag. Der 25-Jährige ist noch bis zum Sommer 2024 vertraglich an den früheren Europapokalsieger gebunden. Kwarteng gehört zu den Leistungsträgern in Magdeburg. Mit zehn Toren und drei Vorlagen ist er aktuell einer von drei Top-Scorern des Klubs. Kwarteng kann im offensiven Mittelfeld sowohl zentral als auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden.
Mit seiner Abschlussstärke, seinen technischen Fähigkeiten, seiner Schnelligkeit und Robustheit würde Kwarteng durchaus ins Anforderungsprofil des VfL passen. Allerdings sollen auch andere Klubs, vor allem Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart, an einer Verpflichtung interessiert sein. Da Kwarteng eine Ablöse im siebenstelligen Bereich kosten würde, könnte die namhafte Konkurrenz im Zweifel mehr bieten – zumindest finanziell. Allerdings soll sich der VfL bereits seit Wochen intensiv um eine Verpflichtung bemühen, schreibt RevierSport. Es gibt Indizien dafür, dass diese Informationen nun aus dem Umfeld des Spielers durchgestochen wurden.
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2. Mai: Der VfL Bochum verstärkt seine U19 zur kommenden Saison mit zwei externen Neuzugängen. Beiden traut die sportliche Leitung perspektivisch auch den Sprung zu den Profis zu. Vom FC Schalke 04 kommt Verteidiger Takang Anubodem zum VfL. Der 16-Jährige war bei den Königsblauen zuletzt Stammspieler in der U17 und wurde mit Schalke Meister in der West-Staffel. Der 16-Jährige spielte zunächst für den BVB, ehe er nach Schalke ging und nun zum VfL Bochum wechseln wird. Von RB Leipzig wechselt außerdem Mittelfeldspieler Cedric Zajkowski nach Bochum. Der 17-Jährige stammt aus Mülheim an der Ruhr, der VfL Bochum ist bereits sein sechster Verein. Zajkowski gehörte in der U19 der Sachsen nicht zum Stammpersonal, trotzdem nahm er bereits am Profitraining von RB Leipzig teil.
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28. April: Der VfL Bochum hat offenkundig seinen dritten Neuzugang für die kommende Saison gefunden. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin soll Torhüter Niclas Thiede zurück an die Castroper Straße wechseln. Auch Sky berichtet über den sich anbahnenden Transfer. Thiede stand bereits von 2015 bis 2018 als Jugendspieler beim VfL unter Vertrag. Anschließend wechselte er zum SC Freiburg, für den er 2019 ein Bundesligaspiel absolviert hat. Regelmäßige Spielpraxis sammelte er in der U23. Von dort aus ging es 2021 zum SC Verl. Beim Drittligisten absolvierte der 24-Jährige als Stammtorhüter insgesamt 57 Pflichtspiele, bevor er sich im März einen Syndesmosebandriss zuzog und derzeit verletzt ausfällt. Sein Vertrag in Verl läuft in diesem Sommer aus.
Beim VfL soll Thiede mit Michael Esser um den Platz hinter Stammkeeper Manuel Riemann konkurrieren. HSV-Leihgabe Marko Johansson wird den Verein wohl wieder verlassen, auch der Vertrag von Paul Grave läuft aus. Thiede, der aus Hagen stammt, überzeugte in der laufenden Drittligasaison mit starken Reflexen und zählt zu den stärksten Torhütern der Spielklasse, der auch von anderen Vereinen umworben wurde.
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20. April: Der VfL Bochumhat seinen zweiten Neuzugang für die kommende Saison gefunden. Felix Passlack wechselt vom BVB zum Reviernachbarn. Der gebürtige Bottroper hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin auch im Abstiegsfall Gültigkeit besitzt. Der 24-Jährige kommt ablösefrei zum VfL. Beim BVB absolvierte Passlack bislang 54 Pflichtspiele, unter anderem in der Bundesliga und in der Champions League. Hinzu kommen Einsätze für die TSG Hoffenheim sowie Auslandsstationen bei Norwich City in England und Fortuna Sittard in den Niederlanden.
Passlack kann als offensiv denkender Rechtsverteidiger in der Viererkette eingesetzt werden, aber auch als Schienenspieler in einer möglichen Fünferkette. Auch im Mittelfeld hat er schon oft gespielt. Passlack gilt als heimatverbunden, besonders einsatzfreudig, dynamisch und im positiven Sinne aggressiv. Sein vielleicht größtes Manko: Er ist recht klein und körperlich in einigen Defensivduellen unterlegen. „Ich freue mich, dass es mit dem VfL geklappt hat“, sagt Neuzugang. „Die Verantwortlichen in Bochum haben sich sehr um mich bemüht und mir die sportliche Perspektive aufgezeigt. Deshalb habe ich mich auch schon frühzeitig für den VfL entschieden. Es ist schön, dass ich im Revier bleiben kann. Beim VfL will ich auf mehr Spielzeit kommen als es zuletzt der Fall war – möglichst in der Bundesliga.“
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6. April: Trotz eines laufenden Vertrags werden sich die Wege von Jacek Goralski und dem VfL Bochum in wenigen Monaten wahrscheinlich wieder trennen. Der defensive Mittelfeldspieler spielt im Abstiegskampf keine Rolle und wurde zuletzt auch nicht mehr für die polnische Nationalmannschaft nominiert. „In Bochum bin ich leider aus dem Rhythmus geraten. Die Mannschaft spielt jetzt gut und der Trainer ändert nichts an der Zusammensetzung. Für mich ist aber das Wichtigste, auf dem Platz zu stehen. Sonst komme ich nicht zurück in die Nationalmannschaft, und das ist eines meiner wichtigsten Ziele“, sagte Goralski am Montag in seiner Heimatstadt Bydgoszcz. Dort eröffnete er ein eigenes Trainingszentrum, in dem Nachwuchsfußballer und Profisportler an ihrer körperlichen Fitness arbeiten können.
Der 30-Jährige wurde im vergangenen Sommer ablösefrei vom kasachischen Erstligisten Kairat Almaty verpflichtet. Auch wegen einer schweren Verletzung an einem Auge und muskulären Problemen kam Goralski bislang nur viermal für den VfL zum Einsatz. Obwohl er seit Beginn des neuen Jahres wieder fit ist, gehörte er nur noch einmal zum Spieltagskader. Goralskis Vertrag läuft bis 2024. Er ist allerdings nur für die erste Liga gültig.
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4. April: Am Dienstag machte in den sozialen Netzwerken ein Foto von Danilo Soares und seinem Berater die Runde. Thiago de Lima Silva, der den Linksverteidiger in Vertragsangelegenheiten vertritt, postete ein Bild mit seinem Klienten vor dem Bochumer Stadioncenter. Tief im Westen – Das VfL-Magazin erreichten daraufhin mehrere Nachfragen, ob dies mit einer Vertragsverlängerung verbunden sei. Bekannt ist lediglich, dass sich Danilo Soares eine weitere Zukunft beim VfL Bochum sehr gut vorstellen kann. Auch die Klubverantwortlichen sind mit dem Linksverteidiger außerordentlich zufrieden. Der Vertrag von Soares läuft noch bis zum Sommer 2024. Der 31-Jährige hat diesen zuletzt im Juli 2020 verlängert, als viele im Bochumer Umfeld schon mit einem Abgang gerechnet haben. Der Brasilianer begründete den Verbleib neben sportlichen Aspekten unter anderem damit, dass er mit seiner Familie in Bochum sesshaft werden möchte.
20. März: Nach Recherchen der BILD zeigt der VfL Bochum großes Interesse an Lukas Daschner vom FC St. Pauli. Der 24-Jährige wäre im Sommer ablösefrei zu haben. Daschner stammt aus Duisburg, wo er bis 2020 beim MSV gespielt hat. Er ist heimatverbunden und kann sich nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin eine Rückkehr ins Ruhrgebiet sehr gut vorstellen. Bei den Kiezkickern blüht Daschner gerade auf, war in dieser Saison bereits an elf Toren beteiligt. Dort kam er zuletzt vorrangig als Mittelstürmer zum Einsatz. Lange Zeit hat Daschner aber auch im Mittelfeld gespielt. Er verfügt über eine gute Technik, einen präzisen Schuss und ein ordentliches Tempo. Seine Leistungen beim FC St. Pauli waren lange Zeit sehr schwankend, erst in dieser Saison ist er zum Stammspieler gereift. Aktuell zählt Daschner zu den Leistungsträgern beim Hamburger Traditionsklub.
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13. März: So früh wie lange nicht mehr hat der VfL Bochum am Montag die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison bestätigt. Noah Loosli hat beim VfL einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Wir haben Noah über einen längeren Zeitraum beobachtet und sind von seinen Fähigkeiten überzeugt“, sagt Marc Lettau, Technischer Direktor beim VfL. „Noah verfügt über eine außergewöhnliche Leistungsbereitschaft und hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Dass er sich bereits zu einem so frühen Zeitpunkt für unseren Verein entschieden hat, ist ein starkes Signal.“ Weitere Informationen über den Innenverteidiger, speziell zu seinen Stärken und Schwächen, gibt es in der Meldung vom 12. März.
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12. März: Der VfL Bochum hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison an der Angel. Informationen der Zeitung Blick aus der Schweiz sind nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin zutreffend: Noah Loosli vom Grasshopper Club Zürich soll ablösefrei an die Castroper Straße wechseln. Der 26-Jährige würde sowohl im Falle des Klassenerhalts als auch bei einem möglichen Abstieg kommen. Die Verantwortlichen haben ihn unter anderem in Spanien beim Testspiel des VfL gegen den GCZ beobachtet.
Für Loosli wäre es die erste Auslandsstation. In der Schweiz kommt der Innenverteidiger bislang auf 90 Erstliga-Spiele. Kenner der Super League beschreiben den 1,86-Meter großen Abwehrspieler als zweikampf- und kopfballstark mit einem guten Spielverständnis, jedoch mit einem Hang zu vermeidbaren Fehlern und technischen Defiziten. Sie bescheinigen ihm eine sehr gute Physis und grundsätzlich ein großes Potenzial, weisen allerdings darauf hin, dass der Sprung aus der Schweiz in die Bundesliga nicht zu unterschätzen sei. Loosli gilt als bodenständig, professionell und ehrgeizig. Der VfL hat sich noch nicht zu dieser Personalie geäußert. Loosli hingegen folgt dem VfL bereits auf Instagram.
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Trainingslager
Training und Testspiele: Bochums Erkenntnisse aus Gais
30. Juli 2023 von
Philipp Rentsch
Die wahrscheinlich wichtigste Phase der Saisonvorbereitung ist vorbei. Am Sonntag verlässt der VfL Bochum Südtirol und fliegt zurück in die Heimat. Gemeinsam mit einigen treuen Lesern, die in Gais dabei waren und ihre Beobachtungen geschildert haben, zieht Tief im Westen – Das VfL-Magazin ein Trainingslager-Fazit.
Die Testspiele: Sowohl gegen Spezia Calcio (3:4 nach 120 Minuten) als auch gegen Parma Calcio (0:1 nach 90 Minuten) verlor der VfL. Beide Gegner spielen in Italiens Serie B. Gegen Spezia zeigte der VfL rund eine Stunde lang eine offensiv ansprechende Leistung, verteidigte gegen Ende nach zahlreichen Wechseln aber chaotisch. Gegen Parma ließen die Bochumer mit ihrem Stammpersonal kaum Torchancen zu, im Vorwärtsgang aber auch jeden Ansatz von Kreativität vermissen. Somit hat der VfL vier von fünf Vorbereitungspartien verloren. Auch gegen Düsseldorf und Verl setzte es Niederlagen, lediglich gegen Emden gewann der VfL. Am Samstag steigt die Generalprobe gegen den Premier-League-Aufsteiger Luton Town. Gespielt wird über zweimal 90 Minuten, damit alle Spieler zum Einsatz kommen.
Das Training: Von zehn geplanten Übungseinheiten fielen zwei aus; die zweite am Montagmorgen wetterbedingt, die fünfte am Dienstagnachmittag aus Gründen der Belastungssteuerung. Trainer Thomas Letsch blieb ohnehin sehr flexibel, änderte die Trainingszeiten gleich mehrfach. Was auffiel: Der Fußballlehrer unterbrach die Übungen immer wieder, gab lautstarke Anweisungen und korrigierte seine Spieler. Taktisch wurde in allen Bereichen trainiert, defensiv wie offensiv, Standards wie Umschaltsituationen. Verschiedene Spielformen prägten das Trainingslager. Die Einheiten waren ziemlich intensiv, für die Beine und für den Kopf. Klaus Luisser, der neue Fitnesstrainer, wurde regelmäßig eingebunden, gestaltete beispielsweise das Aufwärmprogramm umfangreicher als sein Vorgänger.
Die Gewinner: Von den Neuzugängen überzeugte in erster Linie der spielfreudige Lukas Daschner, insbesondere im ersten Testspiel. Auch Matus Bero zeigte gute Ansätze, zumindest bei der Defensivarbeit. Noah Loosli steigerte sich im Vergleich zu den ersten drei Testspielen. Neben ihm glänzte insbesondere Ivan Ordets, der an seine guten Leistungen aus dem Endspurt der vergangenen Saison anknüpft. Für die Spielgestaltung bleibt außerdem Kevin Stöger unersetzlich. Der Österreicher wurde von seinen Teamkollegen im Trainingslager zum Vize-Kapitän gewählt, ebenso wie Cristian Gamboa. Auch Ivan Ordets und Philipp Hofmann gehören dem neuen fünfköpfigen Mannschaftsrat an. Angeführt wird dieser von Kapitän Anthony Losilla. Manuel Riemann hat auf ein Amt verzichtet.
Die Verlierer: Keiner der Abgangskandidaten konnte für eine positive Überraschung sorgen. Gerrit Holtmann gehörte beim Standardtraining am Freitag mit 20 Feldspielern nicht mehr zu den Auserwählten, blieb außen vor. Sein Wechsel in die Türkei ist folgerichtig. Auch Jordi Osei-Tutu, Luis Hartwig und Moritz Römling werden in der anstehenden Saison keine große Rolle spielen. Moritz Broschinski verpasste die beiden Testspiele wegen Adduktorenproblemen. Auch Neuzugang Moritz Kwarteng fehlte, er hat noch keine Minute mit der Mannschaft trainieren können. „Wir führen ihn behutsam heran, Fortschritte sind zu erkennen“, sagt Sportdirektor Marc Lettau. Kwartengs Schambeinproblematik war den Verantwortlichen bereits vor der Verpflichtung bekannt. Den Bundesliga-Start wird er wohl verpassen.
Die Fans: Bis zu 300 VfL-Anhänger waren angekündigt, bei den Testspielen in Brixen sorgten sie für Stimmung. Die Trainingseinheiten verfolgten dagegen deutlich weniger Zuschauer, was sicher auch am wechselhaften Wetter lag. Erst gegen Ende der Woche zeigte sich die Sonne häufiger, unter anderem beim Fantreffen am Freitagabend. Einige Spieler sowie Trainer Thomas Letsch mischten sich unter das Volk, führten Gespräche und machten Selfies. Gerrit Holtmann übernahm den Ausschank. Ohnehin war wieder viel geboten, die Fanbetreuung hatte ein Programm zusammengestellt. Auch der Tourismusverband und die Gemeinde Gais freuten sich über den Besuch der Bochumer, die im Ort quasi für eine Vollauslastung sorgten. Der Vertrag mit dem Tourismusverband gilt noch bis einschließlich 2024.
Die Bedingungen: Zum dritten Mal fuhr der VfL nach Gais, und war auch in diesem Jahr im Großen und Ganzen zufrieden. Regenfälle zu Beginn des Trainingslagers führten allerdings dazu, dass der Rasenplatz nicht im allerbesten Zustand war. Die Bochumer überlegen generell, was sie im kommenden Jahr noch verbessern können. Denkbar ist, dass der VfL künftig das komplette Hotel anmietet, um allen ausreichend Platz und Ruhe zu bieten. Einige Offizielle äußerten leise Kritik an der Ausstattung der nicht mehr ganz so modernen Anlage. Die möchte Patrick Fabian aber nicht gelten lassen: „Wir werden in keinen Luxusbunker umziehen.“ Zum Vergleich: RB Leipzig residierte nur wenige Kilometer entfernt, zahlte für acht Tage aber einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die investiert der VfL lieber in einen Spieler.
Das Resümee: Fünf von sieben Präsidiumsmitgliedern sind mit nach Gais gereist, dazu die Geschäftsführung und zahlreiche VfL-Mitarbeiter. Auch Patrick Fabian war natürlich dabei. Der Sportchef zieht ein positives Fazit nach einer Woche in Südtirol: „Es ging darum, an den Automatismen und dem Teamgefüge zu arbeiten. Beides ist uns sehr gut gelungen.“ Auch Trainer Thomas Letsch zeigte sich am Samstagabend zufrieden, allerdings mit einer Einschränkung: „Ich fühle mich an die Situation im Winter erinnert. Wenn ich sehe, wie wir trainiert haben, dann passt es. Bei den Spielen fehlte uns leider ein Erfolgserlebnis.“ Daheim in Bochum werden die Trainingseinheiten nun kürzer, erst am Mittwoch geht es weiter. „Die Woche in Gais war kräftezehrend. Nun müssen wir Frische zurückzuerlangen.“
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