Neue Verträge

VfL will Führungsduo halten – Trainerteam verlängert

Vor knapp zwei Wochen hat der VfL Bochum einen Haken hinter eine wichtige Personalie gesetzt: Cheftrainer Thomas Reis hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis zum Sommer 2023 verlängert. Schon in Kürze, womöglich noch in diesem Monat, könnten die beiden Geschäftsführer Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz folgen.

Seit drei Jahren erfolgreich im Amt

Der Handlungsdruck bei den Arbeitsverträgen von Kaenzig (Laufzeit bis Mitte 2022) und Schindzielorz (bis Ende 2021) ist zwar nicht so groß wie bei Thomas Reis, der ursprünglich nur bis Mitte 2021 an den VfL gebunden war. Doch die gute Arbeit der beiden soll nun auch belohnt werden. Kaenzig und Schindzielorz sind seit ziemlich genau drei Jahren im Amt. Präsidiumschef Hans-Peter Villis bekräftigte jüngst in einer Videobotschaft an die Sponsoren, man wolle in dieser Besetzung weitermachen. Die Verhandlungen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Gespräche mit Gellhaus und Greiber

Dass die Verantwortlichen aus der ersten Reihe ihr neues Arbeitspapier unterschreiben, ist also nur noch eine Frage der Zeit. Co-Trainer Markus Gellhaus, Torwarttrainer Peter Greiber, U19-Coach Heiko Butscher sowie Athletik- und Fitnesstrainer Jörn Menger haben ihre auslaufenden Verträge bereits verlängert. Sie bleiben bis 2023 beim VfL.

(Foto: Firo Sportphoto)

Reis fordert mehr Tore

Bochums Blitz: Holtmann und die Vorliebe fürs Revier

Gerrit Holtmann probiert es immer wieder. Aus naher oder kurzer Distanz, oft mit links, manchmal auch mit rechts. Doch schon 33 Versuche gingen daneben oder wurden abgewehrt. In der Liga fand bislang kein Schuss den Weg ins gegnerische Tor. Nur im Pokal, ausgerechnet bei seinem Ex-Klub in Mainz, war Holtmann erfolgreich, als er den wichtigen Anschlusstreffer erzielte.

Viel Tempo auf der Außenbahn

Der 25-Jährige, der im vergangenen Sommer zum VfL gekommen ist, gehört seit Ende November zur Bochumer Stammformation. Holtmann hat sich auf der linken Außenbahn festgespielt, überzeugt vor allem mit seiner Dynamik und zählt zu den schnellsten Spieler ligaweit. „Sein Einstand mit dem Platzverweis in Karlsruhe war natürlich etwas unglücklich. Aber danach hat er tolle Spiele gemacht und bewiesen, dass er uns weiterhilft“, sagt Trainer Thomas Reis und weiß genau, was Holtmann noch fehlt: „Er muss noch an seiner Effektivität arbeiten.“

Dass es in der gesamten 2. Liga keinen Spieler gibt, der es noch häufiger probiert hat und trotzdem noch torlos ist, hat sich längst herumgesprochen. Doch Thomas Reis kann selbst dieser Statistik etwas Positives abgewinnen. „Es ist erstmal gut, dass sich Gerrit so viele Abschlussaktionen erarbeitet“, sagt der VfL-Coach. „Irgendwann wird seine Trainingsarbeit mit vielen Flanken und Torschüssen auch Früchte tragen.“ In punkto Abschlussqualität sei Danny Blum das Vorbild unter den Flügelspielern, betont Reis. Ähnliches erhoffe er sich künftig auch von Gerrit Holtmann.

Zu oft trifft der aber noch die falschen Entscheidungen. Was auffällt: Er kommt nur selten in optimale Abschlussituationen. Aus der Bochumer Erfolgself ist Gerrit Holtmann trotzdem nicht mehr wegzudenken. Er ist vor allem deshalb so wertvoll, weil er perfekt in das System von Thomas Reis passt, der mittlerweile auf agile Flügelspieler setzt. Holtmann kommt dabei entgegen, dass er in der vergangenen Saison an den SC Paderborn ausgeliehen war. Trainer Steffen Baumgart hat dort auf eine sehr ähnliche Spielweise gesetzt.

Tore in Dortmund und Bochum

Kurios ist übrigens: Holtmann erzielte sein einziges Tor für Paderborn ausgerechnet im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund. Und diese Vorliebe fürs Revier scheint kein Zufall zu sein. Denn wo traf er zum bislang letzten Mal in der 2. Liga? Genau, seinerzeit mit Eintracht Braunschweig beim Gastspiel in Bochum. Das Gefühl, im Ruhrstadion zu treffen, kennt er also schon, nur noch nicht im richtigen Trikot…

(Foto: Firo Sportphoto)

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Daniel Müller: „Zeitarbeit ist viel besser als ihr Ruf“

Daniel Müller ist VfL-Fan aus Leidenschaft. Schon vor vielen Jahren hat er auf Facebook und XING die damals ersten und mittlerweile größten VfL-Gruppen gegründet. Aktuelle Trends hat der Wittener stets im Blick, auch beruflich. 

Seit fast 20 Jahren ist Daniel Müller in der Zeitarbeitsbranche tätig und heute Regionalleiter der Kangaroo Personaldienstleistungen, einem der größten und erfolgreichsten Zeitarbeitsfirmen in Nordrhein-Westfalen. Zum 1. April 2021 eröffnet Daniel Müller einen neuen Kangaroo-Standort in Witten-Herbede und kündigt schon jetzt an: „Wir stellen für unsere Kunden qualifizierte Mitarbeiter aus dem Bereich der Pflege, dem Handwerk und der Logistik.“ 

Darüber hinaus hat er 2018 einen eigenen Podcast („Liebe Zeitarbeit“) ins Leben gerufen. „Mit diesem Kanal möchte ich den Ruf der Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung verbessern und eine Lanze für alle Personalentscheidungsträger im deutschsprachigen Raum brechen. Wir sind viel besser als unser Ruf“, erzählt Daniel Müller mit Begeisterung. Aktuell hat er bereits mehr als 350.000 Hörer erreicht. Knapp 250 Folgen gibt es schon. Namhafte Experten wie der Bochumer Dirk Kreuter, Europas Verkaufstrainer Nummer 1, kommen darin zu Wort. 

Daniel Müller macht deshalb gerne Werbung in eigener Sache: „Mein Podcast richtet sich an alle Personaler, die in der Zeitarbeit oder im Personalbüro tätig sind. Ich möchte Informationen und Hilfestellungen geben, damit Sie noch erfolgreicher und professioneller im Umgang mit Ihren Mitarbeitern sind.“ Dabei geht es um Fragen wie diese: Wie werden meine Mitarbeiter zufriedener? Wie motiviere ich mein Team? Was ist in der Zeitarbeit überhaupt wichtig? Was für Tricks und Kniffe gibt es? Daniel Müller ist euer Experte für Umsatzsteigerung, Büroorganisation, Outplacement, Recruiting, Verkauf, Vertrieb und vieles mehr.

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Nach 2:0 gegen Braunschweig

VfL ist Aufstiegskandidat – sträubt sich aber dagegen

Dass der VfL Bochum nach 21 Spieltagen ein Aufstiegskandidat ist, will an der Castroper Straße wohl immer noch nicht jeder wahrhaben. Schon seit Wochen wird alles dafür getan, dass in der Öffentlichkeit bloß niemand von der Bundesliga spricht. Dabei bietet sich dem VfL in dieser Saison eine vielleicht historische Chance, nach elf Jahren der Zweitklassigkeit endlich den Sprung zurück ins Oberhaus zu schaffen.

Also warum diese Bescheidenheit? Schließlich gelang auch am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig wieder ein Sieg, der am Ende hochverdient war. Mit Armel Bella Kotchap und Danilo Soares erzielten ausnahmsweise zwei Verteidiger die Tore. In beiden Fällen glänzte Spielmacher Robert Zulj als Vorbereiter. Der Tabellenvorletzte aus Braunschweig war insgesamt zu harmlos und hatte lediglich in der ersten Halbzeit zwei gute Gelegenheiten.

In der zweiten Hälfte stärker

Genau diese Szenen waren später auch Teil der Analyse von VfL-Trainer Thomas Reis: „Wir gehen verdient in Führung, spielen dann aber zu unruhig. Erst kassieren wir einen Elfmeter gegen uns, den Manuel Riemann klasse hält. Und dann verliert er in einer Situation unglücklich den Ball, der Gegner hat freie Schussbahn.“ Riemann vertändelte den Ball am eigenen Strafraum, das Tor war leer, doch Braunschweigs Marcel Bär setzte seinen Schuss zu hoch an.

Nach der Pause wurde die Eintracht praktisch gar nicht mehr gefährlich und die Bochumer kontrollierten das Geschehen, verpassten es aber, ihre Großchancen zu nutzen. Für Thomas Reis war das aber nicht mehr allzu tragisch, denn die drei Punkte hatte sich sein Team längst erarbeitet. Das 2:0 sichert dem VfL in der Tabelle weiter Platz zwei. Von einem möglichen Aufstieg will der Trainer aber immer noch nichts wissen – obwohl er sonst so ehrgeizig ist.

Riemann will Erster werden

„Wir haben kein großes Ziel“, wies er am Sonntag die Frage eines Journalisten zurück. Der Fußballlehrer erklärte dann: „Ja, wir gehören zur Spitzengruppe. Aber da sind wir nicht allein. Hamburg und Kiel haben genauso viele Punkte wie wir, Fürth hat Qualität, Karlsruhe spielt eine starke Saison und auch Hannover muss man immer noch auf dem Zettel haben.“ Bochumer Understatement also, bei dem einer nicht mitmachen möchte.

Denn Manuel Riemann formuliert die eigenen Ziele deutlich offensiver: „Ich strebe als Sportler immer nach dem Größtmöglichen, heißt: Ich will Erster werden.“ Eine so deutliche Aussage wagt derzeit praktisch keiner. Aber immerhin spricht der Torhüter das aus, was in der Kabine viele denken: „Es kann in dieser Liga ganz schnell in die andere Richtung gehen. Aber wenn man da oben steht, dann will man da auch nicht mehr weg.“

(Foto: Imago / foto2press)

Neuer Vertrag

VfL-Kapitän Losilla hängt noch ein Jahr dran

Der Kapitän bleibt an Bord: Der VfL Bochum und Anthony Losilla weiten die Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr aus. Der 34-Jährige hat ein neues Arbeitspapier unterzeichnet, das bis zum Sommer 2022 datiert ist. Losilla steht seit 2014 bei den Blau-Weißen unter Vertrag und hat in dieser Zeit 224 Pflichtspiele absolviert, in denen er 13 Tore erzielte.

Manager Sebastian Schindzielorz begründet die Vertragsverlängerung wie folgt: „Toto ist mittlerweile ein echter VfLer, er identifiziert sich mit der Stadt und dem Verein. Ein Vorbild in jeder Hinsicht, einer der im Training wie im Spiel vorangeht und zudem Ansprechpartner für die sportliche Leitung und Mitspieler gleichermaßen ist. Er ist unser Rekordspieler in der 2. Bundesliga, mit sehr guten Lauf-, Ausdauer- und Fitnesswerten – warum das so ist, zeigt er in jedem Spiel aufs Neue.“

(Text & Foto: Pressemiteillung VfL Bochum)

Vom Leistungsträger zum Reservisten

VfL-Fans fragen: Was ist los mit Tom Weilandt?

Vor knapp zwei Jahren, als Tom Weilandt noch regelmäßig Tore für den VfL Bochum erzielte, bildete er bei seinem Jubel mit den Händen ein mysteriöses „W“. Die Fans und der Boulevard spekulierten monatelang über die Bedeutung, ohne eine Antwort zu bekommen. Denn Tom Weilandt schwieg. Er versprach, das Geheimnis zu lüften, wenn er noch häufiger treffen würde. Doch dazu kam es nicht. Tom Weilandt spielt seit seiner bislang stärksten Saison im Trikot des VfL Bochum keine nennenswerte Rolle mehr. Aber warum? Das wollten in den vergangenen Wochen immer wieder treue ‚Tief im Westen‘-Leser wissen, schrieben Mails oder twitterten dazu.

Reis fordert mehr von Weilandt

Der Wandel vom Leistungsträger hin zum Reservisten, der zeitweise von U19-Spielern aus dem Spieltagskader verdrängt wurde, gibt tatsächlich Rätsel auf. Schließlich benötigt der Tabellenzweite – speziell in dieser terminreichen Saison – potenzielle Stammspieler in Bestform. Auch der Ausfall von Danny Blum brachte Tom Weilandt zuletzt nicht in eine bessere Position. „Wir wissen, welche Qualitäten er hat. Tom bewegt sich eher in den Halbräumen, während wir im Moment lieber auf schnelle Außen setzen“, liefert Trainer Thomas Reis eine Erklärung dafür, warum Tom Weilandt in dieser Saison noch keine Minute gespielt hat. Das ist – rein taktisch betrachtet – durchaus nachvollziehbar.

Aber: Auch Milos Pantovic ist kein klassischer Flügelstürmer und darf fast jedes Wochenende spielen. Und im Gegensatz zu seinem Teamkollegen hat Tom Weilandt seine Qualitäten vor dem Tor mehrfach nachgewiesen. Daran allein kann es also nicht liegen. Mangelnde „Robustheit“ und „Trainingsrückstand“ nannte Thomas Reis vor wenigen Wochen als weitere Gründe für die Reservistenrolle des 28-Jährigen. Tatsächlich hatte Weilandt längere Zeit mit Fußproblemen zu kämpfen. Doch die sind überwunden, er befindet sich wieder im Mannschaftstraining. Wie gut oder schlecht seine Leistungen dort sind, bleibt Beobachtern verborgen. Wegen der Corona-Lage ist das Gelände abgeriegelt.

Vertrag läuft bis Sommer 2022

Immerhin: Weilandt gehörte zuletzt in Leipzig und Osnabrück wieder zum Spieltagskader. Zum Einsatz kam er aber nicht. Auch in der Vorsaison reichte es nur zu sieben Startelfeinsätzen, ohne dabei zu überzeugen. Sollte er sich in der Rückrunde nicht steigern, ist ein vorzeitiger Abgang im kommenden Sommer nicht mehr ausgeschlossen. Eigentlich ist der gebürtige Rostocker ja noch bis 2022 an den VfL gebunden. Seine Vertragsverlängerung kam ausgerechnet in der Zeit zustande, in der Weilandt seine besten Leistungen zeigte, sogar Top-Scorer und Publikumsliebling war. Die Fans feierten ihn dafür. Auch deshalb vermissen sie ihn zurzeit.

(Foto: Imago / Revierfoto)

2:1-Zittersieg in Osnabrück

Punkte da, Leichtigkeit weg: Reis verordnet freie Tage

Nicht nur wegen der Kälte musste der VfL Bochum in Osnabrück bis zur allerletzten Sekunde zittern. Fünf Minuten Nachspielzeit hatte das Schiedsrichtergespann angezeigt, und Sebastian Kerk, der schon den Anschlusstreffer für die Gastgeber erzielt hatte, schnappte sich noch einmal den Ball. Doch sein Freistoß ging links am Bochumer Tor vorbei. Der Schlusspfiff kam einer Erlösung gleich. Der VfL hatte drei Punkte im Sack, das Nervenkostüm seiner Anhänger aber unnötig strapaziert.

Zittern trotz Führung

Denn nach einer souveränen Leistung in der ersten Halbzeit – abgesehen von einigen gefährlichen Ballverlusten – verlor das Team von Trainer Thomas Reis im zweiten Durchgang die Kontrolle, präsentierte sich unkonzentriert und fahrig. Die Leichtigkeit war weg. Sechs Verwarnungen in 90 Minuten belegen, dass sich die Bochumer in einigen Szenen nur mit unerlaubten Mitteln zu helfen wussten. Ein stärkerer, selbstbewusster Gegner hätte diese Schwäche vermutlich ausgenutzt.

Doch zum Glück blieb es beim Konjunktiv. „Im ersten Durchgang waren wir sehr dominant. Der Dosenöffner waren die zwei Standards“, lobte Thomas Reis nach dem Spiel zunächst die Leistung in der ersten Halbzeit. Nach zwei Ecken von Robert Zulj lag der VfL verdient mit 2:0 in Führung. Erst köpfte Osnabrücks Bashkim Ajdini den Ball ins eigene Tor, kurze Zeit später war Anthony Losilla erfolgreich. Gleich mehrere Großchancen ließ der Tabellenzweite aus dem Ruhrgebiet noch liegen.

Auch dadurch blieb die Partie weiter offen und spannend. „In der zweiten Halbzeit haben wir die Ordnung verloren und haben es dem Gegner zu einfach gemacht, in Ballbesitz zu kommen. Das war zu wild“, kritisierte Thomas Reis. Dass die deutlich schwächere Leistung nach dem Seitenwechsel auch mit dem anstrengenden Programm in den vergangenen 14 Tagen zusammenhängen könnte, liegt auf der Hand. Fünf Spiele und vier Reisen innerhalb kürzester Zeit haben ihre Spuren hinterlassen.

Freie Tage fürs Team

Thomas Reis reagiert deshalb und gönnt seiner Mannschaft zwei freie Tage. Das nächste Pflichtspiel steht erst am kommenden Sonntag an – dann empfängt der VfL Eintracht Braunschweig. Die kurze „Winterpause“ hat ihren Namen übrigens verdient. Denn für die kommenden Tage kündigt sich teils heftiger Schneefall an, die Temperaturen werden weit unter den Gefrierpunkt fallen. Gut für die Spieler: Dann müssen sie nach dem Auftritt in Osnabrück nicht schon wieder zittern…

(Foto: Firo Sportphoto)