Vierter Neuzugang

Noch mehr Tempo: VfL holt japanischen Nationalspieler

Der VfL Bochum hat einen weiteren Spieler für die neue Saison verpflichtet: Der japanische Nationalspieler Takuma Asano wechselt an die Castroper Straße. Der 26-Jährige spielte zuletzt bei Partizan Belgrad in Serbien, verfügt aber dank seiner Gastspiele beim VfB Stuttgart und Hannover 96 bereits über Bundesliga-Erfahrung. Der Angreifer hat sich bis 2024 an den VfL gebunden. Asano ist nach Shinji Ono, Chong Tese, Takashi Inui und Yusuke Tasaka der fünfte gebürtige Japaner, der für die Blau-Weißen spielt.

Schnell und flexibel

„Er ist international erfahren und kennt die Bundesliga und den deutschen Fußball. Er ist in der Offensive flexibel einsetzbar und torgefährlich“, sagt VfL-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz über den pfeilschnellen Angreifer, der somit perfekt ins Bochumer Beuteschema passt. Allerdings wird Asano zum Trainingsauftakt am kommenden Montag (28.6.) noch nicht dabei sein. „Wir haben ihm nach seiner Länderspielreise mit Japan noch etwas Sonderurlaub genehmigt, sodass er erst Anfang Juli zum Team stoßen wird.“

Ablösefreier Wechsel

Dann kann er sich sowohl für einen Platz im Angriffszentrum als auch auf den Außenpositionen oder hinter der Sturmspitze bewerben. Zuletzt in Belgrad kam Asano vor allem auf dem rechten Flügel zum Einsatz und erzielte in 33 Spielen 18 Tore. Trotz dieser starken Quote löste er seinen Vertrag vor einigen Wochen wegen ausbleibender Gehaltszahlungen auf und konnte somit ablösefrei zum VfL wechseln. In der Bundesliga kommt Asano bislang auf 28 Einsätze mit nur einem Treffer.

(Foto: Eibner)

Spekulationen

Wer folgt auf Zulj? Viele Gerüchte, nichts Konkretes

Offiziell hüllt sich der VfL Bochum in Schweigen. Wie viel Geld der Aufsteiger für den Transfer von Robert Zulj in die Vereinigten Arabischen Emirate kassieren wird, ist nur aus Medienberichten bekannt. Bei 350.000 Euro soll die Ausstiegsklausel liegen – und diese Summe hat bislang niemand dementiert.

Spekulationen um Löwen

Prall gefüllt ist das Portmonee der Verantwortlichen also eher nicht, um jetzt auf Einkaufstour zu gehen und schnellstmöglich einen Nachfolger für den Spielgestalter und Top-Scorer der Vorsaison zu finden. Zulj erzielte 15 Treffer selbst und bereitete ebenso viele vor. Gesucht wird also ein zentraler Mittelfeldspieler, der kluge und zielgenaue Pässe spielt, der Standardsituationen beherrscht und Torgefahr mitbringt – gar nicht so einfach zu finden.

Gerüchte, wer zum VfL wechseln könnte, gibt es viele. Die Frage ist nur: Was ist wahr und was eine Ente? Als Erstligist stehen die Bochumer noch mehr im Fokus der Öffentlichkeit, bedeutet: Berichtet eine Zeitung oder ein Online-Portal über ein angebliches Interesse des VfL an einem Spieler, ist das Gerücht kaum noch einzufangen. Bestes Beispiel: Die Spekulationen um Eduard Löwen. Die Bochumer wollen den Herthaner angeblich ausleihen, schreiben diverse Medien.

VfL-Manager Sebastian Schindzielorz wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern. Ob Löwen also tatsächlich ein Kandidat beim VfL ist, ließ sich nicht verifizieren. Klar ist nur: Die Hertha will ihn abgeben, aber: Er ist kein Spielmacher und Goalgetter der Kategorie Zulj. Löwen ist im zentralen Mittelfeld zwar flexibel einsetzbar, defensiv wie offensiv, aber in der Regel weiter hinten positioniert. Eher käme er als Alternative zu Anthony Losilla oder Robert Tesche in Betracht.

Stöger zuletzt nur Reservist

Immerhin würde Löwen Bundesliga-Erfahrung mitbringen. In der höchsten deutschen Spielklasse lief er schon für Hertha, Augsburg und Nürnberg auf. Auf diesem Niveau hat sich auch der Ex-Bochumer Janik Haberer schon bewiesen. Der spielt aktuell beim SC Freiburg und soll einem Reviersport-Bericht zufolge „im Umfeld der Bochumer als Kandidat genannt“ werden – von wem, lässt der Autor offen. Auch in diesem Fall ist die Informationslage extrem dünn.

Rund um den Klub werden schließlich viele Namen genannt, darunter auch Wünsche der Fans. Über eine Rückkehr von Kevin Stöger, zuletzt nur Reservist bei Mainz 05, wird ebenso diskutiert wie über eine Verpflichtung von Jae-Sung Lee, der Holstein Kiel ablösefrei verlassen wird. Kurzum: Es füllt lediglich das Sommerloch, in dem es manchmal ehrlicher wäre zu schreiben, dass es nichts Konkretes zur Nachfolge von Robert Zulj zu berichten gibt. So ist es nämlich.

(Foto: Firo Sportphoto)

Heinemann wieder da

Trainerteam neu aufgestellt: VfL-Urgestein kehrt zurück

Der VfL Bochum begrüßt zwei neue und ein altbekanntes Gesicht an der Castroper Straße. Frank Heinemann kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück und wird ab sofort das Trainerteam um Cheftrainer Thomas Reis und Co-Trainer Markus Gellhaus als weiterer Co-Trainer unterstützen. Zudem wird Lucas Kern neuer Leiter Athletik. Komplettiert wird das Trio von Benedikt Oppenhäuser, der künftig den Bereich Reha und Prävention leiten wird.

Heinemann wieder da

Der Name Frank „Funny“ Heinemann dürfte allen VfL-Fans ein Begriff sein. Als aktiver Spieler war er ausschließlich an der Castroper Straße am Ball. Auch seine spätere berufliche Laufbahn verbrachte der gebürtige Bochumer zum Großteil beim VfL. Von 1996 bis 2009 war „Funny“ unter anderem Co-Trainer unter Klaus Toppmöller, Peter Neururer und Marcel Koller. Zwischenzeitlich sprang er auch als Interimstrainer ein. Nach seiner Station als Co-Trainer beim Hamburger SV kehrte Heinemann nach Bochum zurück.

Später war der heute 56-Jährige beim SV Darmstadt 98 und 1. FC Kaiserslautern als Co-Trainer aktiv. Seine letzte Station war der KFC Uerdingen. Nun kommt er zurück zum VfL, ganz zur Freude von Manager Sebastian Schindzielorz: „Frank Heinemann kennt den VfL wie kaum ein anderer. Zudem verfügt er über enorm viel Erfahrung, die er jetzt in seiner täglichen Arbeit mit unseren Profis und Talenten einbringen kann. Wir freuen uns, ihn wieder bei uns begrüßen zu können.“

Zudem begrüßt der VfL ab sofort Lucas Kern als Leiter Athletik. Der 32-Jährige ist Diplom Sport- und Gesundheitstrainer, Sport- und Fitnesskaufmann sowie ausgebildeter DOSB-Athletiktrainer. Komplettiert wird das Funktionsteam von Benedikt Oppenhäuser, der die Leitung des Bereichs Reha und Prävention übernimmt. Der ausgebildete Physiotherapeut hat in den vergangenen fünf Jahren bei der PhysioSport Köln im Bereich der postoperativen Rehabilitation gearbeitet. Darüber hinaus gehörte die präventive Betreuung von Leistungssportlern zum Arbeitsalltag des 32-Jährigen.

(Text: Pressemitteilung VfL Bochum, Foto: Eibner)

Kommentar

Banknoten statt Bundesliga: Wo bleibt der Ehrgeiz?

Durch den Bundesliga-Aufstieg laufen wieder mehr Kinder in Bochum mit einem VfL-Trikot durch die Gegend. Nur hoffentlich haben sie (oder ihre Eltern) in den vergangenen Wochen nicht in das „falsche“ Shirt investiert – und sich für einen Flock mit dem Namen Robert Zulj entschieden. Denn der Top-Scorer der Aufstiegself geht in die Wüste. Der Deal ist durch, eine Ausstiegsklausel hat den Transfer möglich gemacht.

Wer sich schon bei der Verpflichtung eine niedrigschwellige Klausel selbst für den Aufstiegsfall zusichern lässt, ist clever, denkt aber bereits bei der Unterschrift daran, wie er am einfachsten wieder wegkommt. Ja, Robert Zulj hat den VfL mit seinen Toren in die Bundesliga geschossen. Das war klasse, zweifellos. Er hat dem VfL damit einen großen Schritt und viel Geld ermöglicht. Aber den Ehrgeiz, sich jetzt in der Bundesliga zu behaupten, hat er offenbar nicht.

Banknoten statt Bundesliga

Dabei hat Robert Zulj mehrfach betont, dass er sich in der höchsten deutschen Spielklasse beweisen möchte. Sagte er, handelt aber anders. Der Österreicher wird seine Gründe haben. Banknoten sind ihm wichtiger als die Bundesliga. Das ist legitim, finanziell nachvollziehbar und seine freie Entscheidung. Gut finden muss man sie nicht. Möglich nämlich, dass er auch mit Anfang 30 noch die Chance bekommen hätte, in den Emiraten viel Geld zu kassieren.

Und wenn nicht: Auch beim VfL hätte er nicht am Hungertuch genagt. Sei es drum. So ist das Geschäft, Geld zählt mehr als der Sport. Der VfL muss nach vorne blicken und mit einem kleinen Budget einen geeigneten Nachfolger finden. Der sollte ein feines Füßchen mitbringen und in der Lage sein, auch in unangenehmen Situationen standhaft zu bleiben. Im Idealfall also einen neuen Leistungsträger, der sich in die Herzen und auf die Trikots der Fans spielt…

(Foto: Imago / Nordphoto)

Bundesliga-Kader

Zulj hat sich entschieden, weitere Abgänge möglich

Mit 28 Spielern ist der Kader des VfL Bochum knapp zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt schon üppig besetzt. Doch bis Ende Juni – und vermutlich auch danach – sind noch personelle Veränderungen zu erwarten. Die Verantwortlichen wollen die Mannschaft für die Bundesliga verstärken.

Um Platz für neue Spieler zu schaffen, hoffen sie auch auf freiwillige Abgänge. Freiwillig deshalb, weil es gleich mehrere Kandidaten gibt, die sportlich kaum eine Perspektive haben, aber vertraglich noch gebunden sind. Gemeint sind Spieler wie Raman Chibsah oder Tom Weilandt. Beide prüfen bereits Alternativen. Weilandt ist nach „kicker“-Angaben Thema bei Zweitliga-Rückkehrer Hansa Rostock, also bei seinem Heimat- und Ausbildungsverein. Chibsah soll italienischen Medien zufolge ein Kandidat beim Zweitligisten US Lecce sein. Der VfL würde ihnen keine Steine in den Weg legen. Chibsah kam in der Aufstiegssaison nur selten zum Einsatz, Weilandt gar nicht.

Eisfeld und Zulj werden gehen

Auch einige Jungprofis werden in der Bundesliga kaum eine Chance haben. Das gilt für Baris Ekincier ebenso wie für Lars Holtkamp und Moritz Römling, die beiden Rückkehrer vom Wuppertaler SV. Der VfL sucht mit ihnen gemeinsam nach einer Lösung. Auch Erhan Masovic oder Soma Novothny, die zuletzt eher Kurzarbeiter als Stammspieler waren, bleiben Wackelkandidaten. Praktisch entschieden ist derweil die Personalie Thomas Eisfeld. Der „Reviersport“ hatte unter der Woche über angebliche Vertragsgespräche mit dem VfL berichtet, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht. Der Standardspezialist wird den Verein in diesem Sommer verlassen.

Daran ändert auch der bevorstehende Abgang von Robert Zulj nichts. Der Spieler hat sich gegenüber dem VfL klar positioniert und sich für einen Wechsel in die Vereinigten Arabischen Emirate ausgesprochen. Der Transfer zieht sich zwar in die Länge, dürfte aber bald über die Bühne gehen.

(Foto: Firo Sportphoto)

Neuzugang

Spieler mit Potenzial: BVB-Talent wechselt zum VfL

Große Namen kursieren in der Bochumer Gerüchteküche. Doch den zweiten Sommerneuzugang dürften eher nur Insider kennen: Patrick Osterhage kommt ablösefrei aus der Regionalliga-Mannschaft von Borussia Dortmund und hat beim VfL einen Dreijahresvertrag bis 2024 unterschrieben. Der zentrale Mittelfeldspieler ist 21 Jahre jung und agiert bevorzugt als Achter oder alternativ als Sechser. Verletzungsbedingt kam er in der abgelaufenen Regionalliga-Saison nur in acht Partien zum Einsatz. Er wechselt ablösefrei nach Bochum. Nach Aussage von Manager Sebastian Schindzielorz habe sich der VfL gegen zahlreiche Konkurrenten auf dem Transfermarkt durchgesetzt.

Technisch stark und sehr beweglich

Der VfL will den Youngster nun weiterentwickeln. Osterhage wurde in der Jugend von Werder Bremen ausgebildet, bevor er 2017 nach Dortmund kam. Dort war er in der A-Jugend Kapitän der Meistermannschaft von 2019. Hüft- und Knieprobleme setzten ihn in den beiden Folgejahren größtenteils außer Gefecht. Bleibt er fit, hoffen die Verantwortlichen des VfL darauf, dass der Linksfuß sein Potenzial endlich ausschöpfen kann. Osterhage ist nach Aussage von Beobachtern technisch stark, sicher im Passspiel und sehr dynamisch. Nennenswerte Erfahrungen im Seniorenbereich hat er allerdings noch nicht gesammelt. Außerdem fehlt ihm die Spielpraxis. Zuletzt war er aber wieder einsatzfähig und dürfte somit auch beim Trainingsstart am 28. Juni dabei sein.

Neue Konstellation im Mittelfeld

Mit etwas Anlaufzeit soll Osterhage also Druck auf die etablierten Kräfte ausüben und mittelfristig die Nachfolge von Anthony Losilla oder Robert Tesche antreten, sofern er sich positiv entwickelt. Was dieser Transfer für Raman Chibsah oder Lars Holtkamp bedeutet, ist noch offen. Durch den bevorstehenden Vereinswechsel von Robert Zulj und den wahrscheinlichen Abgang von Thomas Eisfeld wird sich der VfL im zentralen Mittelfeld ohnehin neu aufstellen müssen. Osterhage ist aber eher ein Perspektivspieler und wird in diesem Bereich nicht der einzige Neuzugang bleiben. Der VfL sucht einen weiteren Sechser und einen neuen Mann für die Zehner-Position.

(Foto: VfL Bochum 1848)

Kader verändert sich

Abschied vom VfL: Torhüter Drewes geht

Seine starken Paraden im letzten Saisonspiel haben offensichtlich Eindruck hinterlassen. So sehr, dass der Gegner nun zugegriffen hat: Patrick Drewes wird den VfL Bochum verlassen und sich dem SV Sandhausen anschließen. Der 28-Jährige bleibt somit in der 2. Liga. Der Keeper war im Sommer 2019 nach Bochum gekommen und absolvierte insgesamt neun Pflichtspiele für den VfL, fünf davon im Endspurt der Aufstiegssaison. Sein Vertrag lief nun aus.

Zwei junge Torhüter als Ersatz

Während Drewes in Bochum im Falle einer Verlängerung maximal die Nummer zwei geblieben wäre, winkt ihm in Sandhausen ein Stammplatz. Wie sich der VfL zwischen den Pfosten nun aufstellen wird, ist noch offen. Stand jetzt stehen für die neue Saison nur zwei Torhüter zur Verfügung: Stammkeeper Manuel Riemann und Jungprofi Paul Grave. Allerdings winkt auch U19-Schlussmann Tjark Ernst ein Profivertrag.

Zulj-Wechsel noch nicht bestätigt

Neu aufstellen muss sich der VfL Bochum auch im offensiven Mittelfeld. Denn der Wechsel von Top-Scorer Robert Zulj ist keineswegs geplatzt, nur noch nicht in trockenen Tüchern. Offensichtlich sind noch einige Details zu klären; bei einem Auslandswechsel in die Vereinigten Arabischen Emirate ist das nicht ungewöhnlich. Interessant: Auch Roberts Bruder Peter, aktuell beim RSC Anderlecht unter Vertrag, soll nach Dubai wechseln – womöglich sogar zum selben Klub.

(Foto: Firo Sportphoto)