Podcast

Neuzugänge, Talente, Fans: Einblick ins VfL-Trainingslager

Der VfL Bochum bereitet sich in Bramberg am Wildkogel auf die neue Saison vor. In unserer neuen Podcast-Folge gibt es Einblicke ins Trainingslager und Antworten auf die wichtigsten Fragen: Welche Neuzugänge und Talente fallen auf? Wie zufrieden sind die Fans? Und was gibt es Neues zur Kaderplanung? Viel Spaß beim Zuschauen und Anhören!


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: Marc Niemeyer)

Kolumne

„Kannst direkt wieder gehen“: Welcome to VfL, Karol Mets!

Die VfL-Kolumne ist ein festes Format auf Tief im Westen – Das VfL-Magazin. Regelmäßig gibt es einen kurzen Kommentar, einen Denkanstoß oder eine Einordnung zu einem ausgewählten Thema – zum sportlichen Geschehen an der Castroper Straße oder zum Drumherum. Die Regel: Maximal 1.848 Buchstaben. Das Ziel: Diskussionen anzustoßen. Das Thema heute: Die Verpflichtung von Karol Mets.

Bisweilen könnten die Pressemitteilungen des VfL etwas aussagekräftiger sein. Simon Zoller bescheinigt Neuzugang Karol Mets „Qualität, Ruhe und Mentalität“, geht auf den ersten Punkt aber nicht näher ein. Dabei kennt Zoller den Nationalspieler aus Estland von allen Bochumern am besten. Die beiden haben einst zusammen beim FC St. Pauli gespielt. Nun soll Mets den Platz in der Bochumer Innenverteidigung einnehmen, den bislang der wenig überzeugende Philipp Strompf inne hatte. Einiges spricht dafür, dass dieser Transfer den VfL besser macht. 

Eine etwas detailliertere Ausführung von Zoller hätte womöglich geholfen, um die Kritiker der Neuverpflichtung etwas zu beruhigen. Die Kommentarspalten in den sozialen Netzwerken sind voll mit Ablehnung. „Kannst direkt wieder gehen“, schreibt einer, „33 Jahre und vereinslos – das ist ein schlechter Scherz“, postet ein anderer und ist damit nicht allein. Eine solche Willkommenskultur ist gefährlich. Und die hohe Erwartungshaltung, die durch wenige, aber offensichtlich weitreichende Aussagen („Key Player“) vereinsseitig aufgebaut und medial verstärkt wurde, ist eine große Bürde für Karol Mets.

Doch woher kommt die Ablehnung überhaupt? Mets war zuletzt Stammspieler in der Bundesliga und erfüllt viele Kriterien. Sein Stellungsspiel und seine Zweikampfführung sind positiv hervorzuheben, er beherrscht das von Uwe Rösler gewünschte „Vorwärtsverteidigen“, verfügt über einen soliden Spielaufbau und auch sein Tempo ist okay. Zur Erinnerung: Der VfL ist Zweitligist! Fast alle Wunschkandidaten der Fans liegen fernab der Bochumer Möglichkeiten, finanziell wie sportlich. Ein junger, schneller und spielstarker Verteidiger, der keine Schwächen hat, wechselt nicht nach Bochum.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ein kritischer Blick ist wichtig. Der größte Nachteil der Mets-Verpflichtung ist ja unübersehbar: sein Alter. Generell wirkt die Transferstrategie in diesem Sommer recht konservativ. Offensichtlich glauben die Verantwortlichen, sich über Namen und Erfahrung eine gewisse, vielleicht auch trügerische Sicherheit zu kaufen. Echte Potenzialspieler, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen, sind bisher die Ausnahme.


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: VfL Bochum 1848)

Transferpolitik

Danish Dynamite: VfL sucht Spieler verstärkt im Norden

Die Marketingabteilung des VfL Bochum ist schon ein Jahr weiter. Wie üblich gibt sie in diesen Tagen bereits das Trikot für die folgende Saison, also für die Spielzeit 2027/28, in Auftrag. Dieser geht erstmals an den dänischen Ausrüster Hummel, der nach fünf Jahren den japanischen Hersteller Mizuno ersetzt und dem Klub höhere Einnahmen beschert.

Es ist nicht die einzige Beziehung zwischen dem VfL Bochum und Dänemark. Vor allem auf sportlicher Ebene werden immer mehr Verbindungen sichtbar. Vier Spieler und mehrere Verantwortliche haben eine Vergangenheit im Land des Europameisters von 1992, darunter Trainer Uwe Rösler. Der 57-Jährige coachte zwischen 2022 und 2025 den Aarhus GF. Nur wenige Monate nach seinem Vertragsende heuerte er an der Castroper Straße an. Auch in Schweden und Norwegen kennt sich Rösler bestens aus, war dort für Malmö FF, Molde FK, Viking Stavanger und Lilleström SK tätig. Insgesamt war Rösler fast zehn Jahre Trainer im skandinavischen Raum.

Vier Skandinavier im Bochumer Kader

Kein Wunder also, dass sich diese Vergangenheit nun auch im Bochumer Kader widerspiegelt. Anfang des Jahres wechselte mit Mikkel Rakneberg von Kristiansund FK ein norwegischer Linksverteidiger zum VfL, wenige Wochen später mit Oliver Olsen vom Randers FC ein dänischer Rechtsverteidiger. Die Entwicklung der beiden verläuft jedoch höchst unterschiedlich. Raknebergs sportliche Eingewöhnung verlief holprig. Bei seinem bislang einzigen Startelfeinsatz Ende Februar gegen Fortuna Düsseldorf enttäuschte er, einige Wochen später verletzte er sich folgenschwer. Nach einer Knie-OP verpasst Rakneberg die gesamte Saisonvorbereitung und wird wohl erst im Herbst wieder zur Verfügung stehen. Olsen hingegen hat sich bereits nach wenigen Monaten einen Stammplatz erkämpft. Auch wenn seine Leistungen in der Rückrunde der vergangenen Saison noch schwankend waren, dürfte der 25-Jährige als Stammkraft in die neue Saison gehen.

Als Alternative ist neben dem deutschen U19-Nationalspieler Kacper Koscierski Jean Manuel Mbom eingeplant. Auch er war zuletzt in Dänemark aktiv. Der Defensiv-Allrounder, der einst bei Werder Bremen ausgebildet wurde und dort zum Profi reifte, hat auf dieser Position drei Jahre für Viborg FF gespielt. Vorrangig ist Mbom allerdings im Mittelfeld eingeplant – auf einer Position, die er noch aus Bremen kennt. Das Quintett mit skandinavischer Vergangenheit komplettieren Christian Rasmussen und Gustav Schjött. Rasmussen ist Anfang Juli ablösefrei von Fortuna Düsseldorf zum VfL Bochum gewechselt und soll die rechte Außenbahn verstärken. Der 23-Jährige kann aber auch auf der gegenüberliegenden Seite oder als zweite Spitze agieren. Schjört wiederum ist in der Innenverteidigung zu Hause. Der dänische U19-Nationalspieler darf sich nach einem überzeugenden Halbjahr in der DFB-Nachwuchsliga nun auch bei den VfL-Profis beweisen.

Erinnerungen an Madsen, Colding und Co.

Dass die Bochumer bei ihrer Suche nach einem Abwehrchef, einer Verstärkung für die linke Außenbahn sowie einem zentralen Mittelfeldspieler erneut in Skandinavien fündig werden, ist durchaus möglich. Schließlich ist es nicht allein Rösler, der seine Marktkenntnis einbringt. Auch Markus Brunnschneider, der verantwortliche Kaderplaner des VfL seit November 2025, verfügt über gute Kontakte in den hohen Norden. Diese hat er während seiner vorherigen Tätigkeit als Chefscout von Ligakonkurrent Holstein Kiel aufgebaut, intensiviert und bereits mehrfach genutzt. Unterstützt wird Brunnschneider neuerdings von einem weiteren Dänemark-Experten. Hendrik Enge hat die Funktion als Scout mit Datenschwerpunkt übernommen und zuvor für Aalborg BK gearbeitet.

Für Rösler ist dieser Schwerpunkt bei der Spielersuche nur allzu logisch: „Wir können nicht auf allen Märkten unterwegs sein. Ich kenne mich dort sehr gut aus, Markus auch. Skandinavier waren in der Geschichte des VfL meist sehr erfolgreich, sind fußballerisch gut ausgebildet, oft unkomplizierte Typen und sehr anpassungsfähig. Sie passen zur Kultur des Klubs und zu unserer Spielweise.“ Das hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt. Schon vor gut 20 Jahren beschäftigte der VfL mit Thomas Christiansen, Sören Colding, Peter Madsen, Tommy Bechmann und Peter Graulund zahlreiche Dänen, die sich fast alle zu Leistungsträgern entwickelten und bei den Fans äußerst beliebt waren. An diese Tradition wollen die Bochumer nun anknüpfen.


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: Marc Niemeyer)

Podcast

Rasmussen da, Kwarteng weg: VfL-Kader weiter im Umbruch

Die Saisonvorbereitung des VfL Bochum läuft, doch der Kader ist noch längst nicht komplett. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir über die Verpflichtung von Christian Rasmussen, den Abgang von Moritz Kwarteng und über noch vorhandene Schwachstellen. Außerdem Thema: die ersten Testspiele sowie die neue Trikot-Kollektion.


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: VfL Bochum 1848)

Testspiele

Warten auf Alternativen: Saisonvorbereitung mit Hürden

Erst stand Uwe Rösler auf, dann nahm er wieder Platz und bat drei seiner engsten Vertrauten zu sich. Zufrieden war der Trainer des VfL Bochum nach dem 3:2-Sieg im Testspiel gegen den Rot-Weiß Oberhausen nicht, das war deutlich zu erkennen. Noch auf der Trainerbank und nur wenige Minuten nach Abpfiff besprach Rösler gemeinsam mit seinem Co-Trainer, einem Videoanalysten und Direktor Simon Zoller die Darbietung gegen den Regionalligisten. Es war das zweite von insgesamt sieben Vorbereitungsspielen und bereits das letzte gegen einen unterklassigen Verein. Echte Lichtblicke gab es nur wenige. Philipp Hofmann traf in der ersten Halbzeit doppelt, Aurel Wagbe aus der U21 erzielte im zweiten Durchgang den Siegtreffer. Das Ergebnis passte, die Leistung eher nicht. „Wir hatten im Spiel mit und vor allem ohne Ball wenig Struktur und noch kein Spielverständnis miteinander. Auch wenn wir erst zehn Tage zusammen trainieren, hätte ich mir mehr Fortschritte gewünscht“, kritisierte Rösler, der sich dennoch optimistisch zeigte: „Wir werden das schon wieder hinbekommen.“ Spätestens am 7. August sollte das Zusammenspiel funktionieren. Dann eröffnet der VfL mit einem Heimspiel gegen Hertha BSC die neue Zweitliga-Saison. Es geht darum, endlich besser in die neue Saison zu starten als es in der Vergangenheit gelungen ist. Der letzte Auftaktsieg liegt bereits zehn Jahre zurück.

Schritt zurück

Immer wieder verpatzte der VfL den Start, weil das Zusammenspiel noch nicht funktionierte. Mal waren die taktischen Änderungen zu groß, mal die personellen; häufig auch beides zusammen. Insofern ist Rösler ganz glücklich darüber, dass er sieben Neuzugänge bereits an Bord hat. „Je eher sie hier sind, desto mehr können wir mit ihnen arbeiten“, betonte der Fußballlehrer kürzlich und dachte dabei auch an die lange Abgangsliste. Zahlreiche Stammspieler aus fast allen Mannschaftsteilen haben den VfL in diesem Sommer verlassen, nicht zur Freude des Trainers: „Es ist ratsam, nicht immer so viele Leute zu verlieren. Das war hier jetzt mehrere Jahre so. Wir wünschen uns alle mehr Kontinuität.“ Rösler steht deshalb vor einer großen Herausforderung in diesen Tagen. Eigentlich wollte er die Mannschaft weiterentwickeln, vor allem fußballerisch. Stattdessen muss er zunächst einen Schritt zurückgehen, weil vor allem die neuen Spieler seine Prinzipien noch nicht verinnerlicht haben. „Wir waren am Ende der vergangenen Saison weiter als wir es gerade sind“, sagte Rösler nach dem Test in Oberhausen. Die kommenden Wochen und vor allem das Trainingslager in Österreich will er nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Doch bei der Suche nach einer möglichen Startelf sind einige Hürden aktuell unübersehbar, die Mannschaft kann sich kaum einspielen.

Einige Ausfälle

Mit Maximilian Wittek, Mats Pannewig und Gerrit Holtmann waren drei potenzielle Stammspieler und Leistungsträger länger verletzt und verpassen wichtige Phasen der Saisonvorbereitung. Gegen Oberhausen standen auch deshalb drei Spieler aus der U21 und fünf Jungprofis auf dem Platz. Erst im Trainingslager, das in gut zwei Wochen beginnt, könnte immerhin Wittek komplett ins Mannschaftstraining zurückkehren. Bei Pannewig und Holtmann plant Rösler einen strukturierten Aufbau. Schon jetzt ist klar, dass sie zum Saisonstart nicht in Bestform zur Verfügung stehen. Das Problem: Logische Alternativen gibt es das Trio aktuell keine. Hinten links fehlt auch Mikkel Rakneberg noch länger; bleiben noch Darnell Keumo und Leon Sawas, der eigentlich für die U21 verpflichtet wurde, sich gerade aber bei den Profis beweisen darf und von Rösler bereits ausdrücklich gelobt wurde. Auf der Achter-Position ist die Konstellation sehr ähnlich. Dort dürfen sich mit Lasse Isbruch und Tom Meyer ebenfalls Eigengewächse beweisen. Theoretisch kann auch Jean Manuel Mbom dort spielen, doch der Neuzugang wirkt für diese laufintensive Rolle bislang zu schwerfällig. Für die linke Außenbahn fehlt ebenfalls eine passende Alternative. Ob sich Alessandro Crimaldi angesichts körperlicher Defizite endlich durchsetzen kann, bleibt fraglich, auch wenn er fußballerisch selbst bei den Profis heraussticht.

Offene Plätze

Die Suche nach externen Verstärkungen ist angesichts all dieser Fragezeichen umso dringlicher. Ein spielstarker, schneller Abwehrchef soll ebenso noch kommen wie eine Soforthilfe für die Flügel. Im zentralen Mittelfeld sehen die Verantwortlichen indes keine Eile. Umgekehrt möchte Rösler, abgesehen von Ibrahim Sissoko und Samuel Bamba, keinen Spieler mehr abgeben. Dafür gibt es jedoch keine Garantie. Ersatztorwart Niclas Thiede ist ein Kandidat bei Fortuna Düsseldorf. Zudem ist aus Vereinskreisen zu hören, dass ein Verbleib von Moritz Kwarteng keineswegs sicher sei. Fitte Stammspieler, die schon länger für den VfL spielen, gibt es folglich nur wenige, im Grunde nur drei: Torwart Timo Horn, Offensivallrounder Koji Miyoshi und Angreifer Hofmann. Wer von den Neuzugängen eine echte Verstärkung darstellt, ist weiterhin offen. Berkan Taz hat seine fußballerischen Qualitäten zu Vorbereitungsbeginn bereits aufblitzen lassen. Auch Enis Cokaj und Michael Steinwender haben bislang einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, wobei sie erst in den nächsten Testspielen ernsthaft gefordert werden. Anspruchsvolle Gegner gibt es in den Wochen reichlich. Der VfL testet ausschließlich gegen nominell stärkere Teams: Am kommenden Samstag gegen Royal Antwerpen, danach gegen Ajax Amsterdam, Swansea City, Werder Bremen und zum Abschluss gegen Sheffield United.


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: Imago / Team 2)

Kolumne

Bochumer Blautöne: Hummel bietet Chance zum Stilwechsel

Die VfL-Kolumne ist ein festes Format auf Tief im Westen – Das VfL-Magazin. Regelmäßig gibt es einen kurzen Kommentar, einen Denkanstoß oder eine Einordnung zu einem ausgewählten Thema – zum sportlichen Geschehen an der Castroper Straße oder zum Drumherum. Die Regel: Maximal 1.848 Buchstaben. Das Ziel: Diskussionen anzustoßen. Das Thema heute: Das neue Trikot.

Moers ist nicht als Fußball-Hochburg bekannt. Doch ein Laden für alte Fußballtrikots begeistert am westlichen Rand des Ruhrgebiet die Massen. Retroshirts aus einer Zeit, als Trikots noch keine Massenware waren, sind seit geraumer Zeit extrem beliebt und gehen wir teils horrende Preise über die Ladentheke.

Heute hingegen spülen die Klubs meist vier Trikots pro Saison auf den Markt, tausendfach produziert. Die Nachfrage ist groß, das Angebot entsprechend. Das ist beim VfL Bochum nicht anders. Am Dienstagabend hat der Klub das Heim- und Auswärtstrikot für die neue Saison präsentiert. Das Ausweichtrikot, das in einem schrillen Farbton daherkommen soll, wird in Kürze folgen.

Das Design und die Farbe des Heimtrikots überraschen derweil kaum. Zum siebten Mal in Folge trägt der VfL ein dunkelblaues Shirt. Das wirkt edel und sieht auch in diesem Jahr gut aus. Selbst das aufgedruckte Logo kommt verdunkelt daher. Im Aufstiegsjahr 2020/21 fing all das an. Der sportliche Erfolg begünstigte in der Folge eine rasante Entwicklung. Jahr für Jahr stellte der Klub neue Verkaufsrekorde auf, und auch nach dem Abstieg 2025 waren die Trikots keineswegs Ladenhüter. Die Verkaufszahlen geben den Designern und den VfL-Verantwortlichen aus diversen Abteilungen Recht.

Doch immer mehr Fans in den sozialen Netzwerken bezeichnen die Trikotwahl als „langweilig“ und fordern eine Rückkehr zum typischen VfL-Blau. Gemeint ist vermutlich der Blauton, der seit Jahrzehnten im offiziellen Vereinswappen steckt. Die Trikotfarben indes haben immer wieder einen Wandel durchlaufen. In den 80er-Jahren lief der VfL zum Beispiel in hellblau auf. In den 90er-Jahren wurde es wild und bunt. Was auffällt: Ein neuer Trikotstil hat stets eine neue Erfolgsepoche eingeläutet. Das war Mitte der Neunziger der Fall und 2020 ebenso.

Insofern wäre der finanziell lukrative Ausrüsterwechsel von Mizuno zum dänischen Hersteller Hummel im kommenden Sommer die Chance, etwas Neues zu wagen. Die Entscheidung dürfte bereits in diesen Tagen fallen. Branchenüblich ist es nämlich, dass ein neues Trikot bereits ein Jahr im Voraus bestellt wird.


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: VfL Bochum 1848)

Podcast

Trainingsstart, Transfers & Trikots: Das ist neu beim VfL

Was ist von den Neuzugängen zu erwarten? Welche Talente dürfen sich in der Saisonvorbereitung zeigen? Wer fehlt verletzt oder darf gehen? Und mit welchen Transfers ist noch zu rechnen? Frische Infos und Einschätzungen zum Trainingsauftakt beim VfL Bochum gibt es in unserer neuen Podcast-Folge. Bonus: Wir verkünden exklusiv, wer der neue Ausrüster ab 2027 und damit Nachfolger von Mizuno wird.


Ihr wollt das VfL-Magazin einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.



(Foto: Marc Niemeyer)