Herzlich willkommen auf unserer neuen Seite!

Liebe VfL-Fans,

herzlich willkommen und schön, dass Ihr da seid! Auf diesen Tag haben wir knapp zwei Monate hingearbeitet – jetzt ist „Tief im Westen – Das VfL-Magazin“ endlich online. Doch wie funktioniert das neue Portal überhaupt? Was ist geplant, vor allem inhaltlich?

Das Konzept in Kürze:

Die Idee: Anfang Mai haben die Reporter von westline erfahren, dass das Portal zum 30. Juni aufgelöst wird. Doch die Stammleserschaft, vor allem im VfL-Bereich, war so groß, dass ein baldiges Ende kaum zu akzeptieren war. Deshalb ist die Idee entstanden, ein eigenes Portal auf die Beine zu stellen. Das Potenzial, wieder zu einer bedeutsamen Anlaufstelle für engagierte und kritische Berichterstattung zu werden, ist zweifellos vorhanden. Schon bald soll sich „Tief im Westen – Das VfL-Magazin“ in der Bochumer Medienlandschaft etablieren.

Die Finanzierung: Ohne Unterstützung lässt sich ein solches Portal nicht auf die Beine stellen. Mit einem einzigartigen Konzept setzt „Tief im Westen – Das VfL-Magazin“ auf die Unterstützung der Bochumer Fußballfans sowie auf lokale und regionale Partner. So hat ein Crowdfunding dafür gesorgt, dass die Kostendeckung mit Hilfe von mehr als 150 Leserinnen und Lesern, 17 Unternehmen (werden demnächst vorgestellt!) und zahlreichen Projektpartnern für mindestens zwei Jahre gesichert ist. Ihnen gebührt ein großer Dank! In nächster Zeit beginnen die Gespräche mit weiteren potenziellen Sponsoren.

Das Team: Ohne die tatkräftige Unterstützung von Freunden, Kollegen oder Dienstleistern wäre dieses Magazin nie entstanden. Professionelle Anbieter, etwa für Fotos oder die rechtliche Beratung, unterstützen das Portal mit ihrer Arbeit, oft zum kleinen, freundschaftlichen Preis. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Entwickler dieser Seite. Ohne die Hilfe von Daniel Busch, den ich seit vielen Jahren kenne und schätze (und der obendrein noch treuer VfL-Fan ist), wäre dieser Text wahrscheinlich nie erschienen.

Die Seite: Nutzerfreundlichkeit steht an erster Stelle. Ob auf dem Smartphone, Tablet, am Laptop oder vor dem heimischen PC – „Tief im Westen – Das VfL-Magazin“ soll immer einfach zu erreichen sein. Wir haben uns deshalb für ein übersichtliches, einfaches und trotzdem modernes Design in einer Kachel-Optik entschieden. Verlinkt ist übrigens auch unsere Facebook-Seite. Der Twitter-Kanal befindet sich noch im Aufbau. Im laufenden Betrieb werden weitere Kanäle getestet, zum Beispiel YouTube oder Instagram.

Die Inhalte: Um einen echten Mehrwert zu bieten, wird es an dieser Stelle keinen klassischen Ergebnisjournalismus geben. Es kann also einige Stunden dauern, bis der erste Bericht zu einem Spiel des VfL online ist – dann aber keine Nacherzählung, sondern eine Einordnung und Analyse mit spannenden Aussagen und Informationen. Auch an dieser Stelle gilt: Einiges wird im laufenden Betrieb ausprobiert. So sehen wir, was euch interessiert oder was nicht. Feedback ist also ausdrücklich erwünscht!

Die Themen: Schon jetzt ist die Liste mit möglichen Themen lang. Natürlich steht das aktuelle sportliche Geschehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Doch auch Geschichten über Ehemalige oder Hintergründe, etwa zum Stadion, zu den Fans oder den Finanzen, können interessant sein und werden an dieser Stelle eine Rolle spielen. Pro Woche sind vier bis fünf Texte geplant, also Berichte, Kommentare oder Interviews. Kurze Neuigkeiten finden ihren Platz im VfL-Newsticker, der regelmäßig mit Inhalten gefüllt wird.

Die Lesernähe: Der Kontakt zur Leserschaft soll und muss ständig gepflegt werden – persönlich oder digital. Sprecht mich also gerne an – vor oder nach den Heimspielen des VfL, hin und wieder auch beim Training, bei Veranstaltungen oder Auswärtsreisen. Per Facebook, Twitter oder Instagram bin ich ebenso zu erreichen wie per Mail (rentsch@vfl-magazin.de). Für Unterhaltung ist auch gesorgt: Online beim Tippspiel, offline beim VfL-Quiz im Sonnendeck. Der nächste Termin folgt.  

Und damit genug der Vorrede. Ich freue mich über euer Feedback zur neuen Seite. Hoffen wir gemeinsam auf eine gute Zeit mit vielen spannenden Geschichten rund um den VfL Bochum!

Herzlichst & Glück auf,

Philipp Rentsch  

Neue Saison

Teamcheck: Wie gut ist der VfL aufgestellt?

  • Neuzugänge sind Startelfkandidaten
  • Nicht alle Abgänge kompensiert
  • Handlungsbedarf in der Offensive

Sieben Testspiele und knapp 40 Trainingseinheiten sind absolviert, wenn der VfL Bochum an diesem Sonntag (28.7.) zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison antritt. Dann gastiert die Mannschaft von Chefcoach Robin Dutt beim SSV Jahn Regensburg. Doch wie gut ist das neue, teils umgebaute Team für den Auftakt gerüstet? Auf welchen Positionen wurde der Kader verstärkt oder geschwächt? Und wer drängt in die Startformation?

Ein Überblick:

Tor: Für Robin Dutt bleibt Manuel Riemann die klare Nummer eins. Das hat Bochums Fußballlehrer schon im Trainingslager Anfang Juli klargestellt. Herausforderer Patrick Drewes, der von den Würzburger Kickers verpflichtet wurde, müsse schon besser sein, um einen Torwartwechsel zu erzwingen. Der neue Mann bringt mehr Größe und Ruhe mit als Riemann, blieb in den Testspielen aber auch nicht fehlerlos. Riemann dagegen zeigte gute Leistungen und steht deshalb unverändert im Tor.

Innenverteidigung: Auf keiner anderen Position gab es einen solch großen Umbruch wie im Zentrum der Abwehrreihe. Tim Hoogland wurde aussortiert, Patrick Fabian nimmt keine tragende Rolle mehr ein. Neuzugang Saulo Decarli ist somit der neue Abwehrchef. Daneben gibt es einen spannenden Zweikampf: Armel Bella Kotchap, der erst 17 Jahre jung ist, besitzt großes Potenzial. Altersbedingt läuft aber noch nicht alles perfekt. Eine Option ist deshalb auch Simon Lorenz, Rückkehrer von 1860 München. Auffallend: Der 22-Jährige ist sehr kopfballstark – ein nicht unwichtiges Kriterium. Vorerst keine Chance haben Maxwell Gyamfi und Maxim Leitsch, der wieder einmal pausieren muss.

Defensive Außenbahn: Auf der linken Seite bleibt Danilo Soares gesetzt, rechts setzt das Trainerteam auf Arsenal-Leihgabe Jordi Osei-Tutu. Beide sind fußballerisch sehr gut gebildet, ihr Offensivdrang ist eine Waffe. Vor allem Osei-Tutu muss defensiv aber noch zulegen, speziell in Zweikämpfen und beim Stellungsspiel. Das Duo ist nicht konkurrenzlos, aber der Vorsprung deutlich sichtbar. Denn als Ersatz steht hinten rechts nur Dominik Baumgartner, eigentlich ja Innenverteidiger, bereit. Und links hätte Trainer Dutt die Wahl zwischen Moritz Römling, Stelios Kokovas – zwei Eigengewächsen – und Vitaly Janelt, eher im Mittelfeld zu Hause. Ex-Kapitän Stefano Celozzi spielt keine Rolle mehr, Jan Gyamerah ist bekanntlich gewechselt.

Zentrales Mittelfeld: Acht Spieler kämpfen um nur zwei Positionen – denn Robin Dutt setzt in Zukunft auf sein neues 4-1-3-2-System. Der Lenker auf Sechs soll Thomas Eisfeld sein. Er ist als Ballverteiler, manchmal aber auch als Abräumer gefragt. Mit dieser Rolle muss der Ex-Dortmunder erst noch zurechtkommen. Etwas offensiver wird Kapitän Anthony Losilla eingesetzt. Er ist unumstritten, obwohl der Konkurrenzkampf groß ist. Denn auch Sebastian Maier oder Chung Yong Lee kämpfen um Einsatzzeiten. Noch schwieriger könnte es für Görkem Saglam oder Robert Tesche werden.

Offensive Außenbahn: Nach den Abgängen von Sidney Sam und Robbie Kruse sowie der Ausleihe von Baris Ekincier gibt es nur noch zwei echte Außenspieler im Kader, nämlich Milos Pantovic und Tom Weilandt. Die beiden sind zum Start praktisch gesetzt. Alternativen gibt es trotzdem. Auch Simon Zoller und Danny Blum können auf der Position spielen, obwohl sie eher als zweite Sturmspitze eingeplant sind. Sebastian Maier, Vitaly Janelt oder Chung Yong Lee haben in der Vorbereitung ebenfalls (halb-)links oder (halb-)rechts) gespielt – echte Tempomacher sind sie aber nicht.

Angriff: In der neuen Saison will der VfL auf zwei Sturmspitzen setzen. Mit Lukas Hinterseer ist aber der wichtigste und torgefährlichste Angreifer gegangen. Ersetzen soll ihn Silvere Ganvoula, der vom Joker zur Stammkraft aufsteigen soll. Neben ihm sind Simon Zoller und Danny Blum die Optionen. Nominell ist der VfL schwächer aufgestellt als im Vorjahr. Fällt Ganvoula aus, und das ist schon am ersten Spieltag der Fall, fehlt ein echter Mittelstürmer. Wollen die Bochumer kein Risiko eingehen, muss noch ein neuer Stürmer her.

Fazit: Die Mannschaft wurde verjüngt und teilweise umgebaut, die Startelf hat sich zum großen Teil gefunden. Das Problem: Obwohl der Kader 30 Profis zählt, fehlen auf einigen Positionen echte Alternativen. Vor allem die Außenpositionen, defensiv wie offensiv, sind dünn besetzt. Im Sturm wurde das Team sogar geschwächt. Ein, zwei Neuzugänge sind noch notwendig, Abgänge wahrscheinlich. Ob der VfL oben mithalten kann oder gar abrutscht, hängt auch davon ab, wie schnell die Mannschaft das neue Spielsystem annimmt, ob sie gierig nach Erfolg ist und als Einheit auftritt. Leicht wird diese Saison jedenfalls nicht.

(Foto: Sportfoto Gerd Krause)

Erstes Saisonspiel

VfL reist mit größerem Kader nach Regensburg

  • Zoller und Blum könnten stürmen
  • Dutt darf größeren Kader benennen
  • Erstes VfL-Spiel mit Videoassistent

Wenn der VfL Bochum Auswärtsfahrten plant, muss in Zukunft mindestens ein Zimmer mehr gebucht werden. Der Grund dafür ist dieser: Im Spieltagskader ist ab sofort nicht nur Platz für 18, sondern für 20 Profis. Auch der VfL wird von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und sein Aufgebot vergrößern.

Mehr Spieler auf der Ersatzbank

„Ich finde das gut, vor allem für das Teamgefüge“, sagt VfL-Trainer Robin Dutt. „Es ist oft schwierig, Spielern mitzuteilen, dass sie daheimbleiben müssen, obwohl sie gut trainiert haben. Gerade nach der Vorbereitung ist es schön, zwei Spieler mehr zu belohnen.“ Und Dutt sieht noch einen weiteren Vorteil: „Wir können uns besser auf verschiedene Szenarien vorbereiten, also mehr Positionen auf der Bank abdecken.“ Klar ist allerdings auch, dass die Anzahl der erlaubten Wechsel unverändert bleibt.

Im Fokus der Planungen für den Saisonauftakt in Regensburg stehen ohnehin nicht die Ein- und Auswechslungen, sondern die Startelf. Die allermeisten Personalfragen sind zwar schon beantwortet, zwei sind allerdings noch offen. Zum einen muss sich Robin Dutt entscheiden, ob er in der Innenverteidigung auf den hochtalentierten Armel Bella Kotchap oder auf Rückkehrer Simon Lorenz setzt. Zum anderen ist ungeklärt, wer die Angriffsreihe besetzen soll. Fest steht bislang nur, dass Mittelstürmer Silvere Ganvoula wegen einer Gelb-Roten-Karte im letzten Spiel der Vorsaison pausieren muss.

Zoller könnte rechtzeitig fit werden

Genau deshalb wird es schon schwierig. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Simon Zoller. Der 28-Jährige war zuletzt leicht angeschlagen und ist erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Gibt er grünes Licht, dann spielt er auch. Als Sturmpartner im neuen 4-1-3-2-System ist mit Neuzugang Danny Blum zu rechnen. Ein kopfballstarker und bulliger Angreifer fehlt jedoch.

Aus Sicht von Robin Dutt muss das aber kein Nachteil sein. „Die Rolle wird dann einfach anders interpretiert“, erklärt der Fußballlehrer. Weil Bochums Chefcoach ohnehin mit einer sehr fluiden Offensive plant, sei die Besetzung einzelner Positionen nicht immer entscheidend. Sollte Simon Zoller also doch nicht spielen können, sind auch Tom Weilandt, Sebastian Maier oder Milos Pantovic Kandidaten für einen Platz in der vorderen Reihe.

Neue Regeln verändern das Spiel

Wer auch immer die Tore für den VfL erzielen soll: Sie jubeln zunächst unter Vorbehalt. Denn zu den Neuerungen zählt ab sofort nicht nur der größere Spieltagskader, sondern auch der Videoassistent. Die Schiedsrichter in der 2. Liga greifen nun ebenfalls auf die Hilfe aus dem „Kölner Keller“ zurück. Dies gilt ganz besonders bei strittigen Abseits- und Elfmeterentscheidungen.

Neu sind auch Kleinigkeiten wie diese: So kann es jetzt auch für Trainer und Offizielle Rote und Gelbe Karten geben. Außerdem dürfen Spieler der angreifenden Mannschaft bei Freistößen nicht mehr in der Mauer stehen, der Ball muss den Strafraum nach einem Abstoß nicht zwingend verlassen und der Mannschaftskapitän darf bei einer gewonnenen Seitenwahl auch entscheiden, durch wen der Anstoß erfolgt. Übrigens: Um Zeitspiel zu vermeiden, müssen Spieler, die ausgewechselt werden, das Spielfeld an der nächstgelegenen Stelle verlassen. Und da wären wir wieder bei der größeren Ersatzbank…

(Foto: P. Rentsch)

Danny Blum: Auf ihm ruhen die Hoffnungen

  • Offensivallrounder Danny Blum drängt in die Startelf
  • Linksfuß soll Schnelligkeit und Torgefahr einbringen
  • Der 28-Jährige will vor allem eines: gesund bleiben

In offiziellen Gesprächen halten sich Trainer und Spieler noch bedeckt. Doch dass VfL-Neuzugang Danny Blum am Sonntag beim Saisonauftakt in Regensburg zur Startelf gehören wird, ist fast sicher. Der 28-Jährige wird dann Teil der Zwei-Mann-Spitze sein, mit der die Bochumer für Torgefahr sorgen wollen. Weil Blum Bochums einziger Neuzugang in der Offensive ist, ruhen auf ihm besondere Hoffnungen.

Einen gewissen Status hat er sich bereits erkämpft. In den Testspielen zeigte der Neuzugang von Eintracht Frankfurt, der zuletzt nach Spanien ausgeliehen war, gute Leistungen. Gegen St. Gallen scheiterte er nur knapp am Pfosten, gegen die Grasshoppers Zürich und Hertha BSC traf er schließlich – zuletzt sogar sehenswert per Freistoß. „Ich hoffe, dass mir das auch in der Liga gelingt“, hofft Blum auf eine baldige Wiederholung.

Sprintertyp mit Stärken im Abschluss

Auch seine Schnelligkeit will der Linksfuß möglichst oft ausspielen. „Sein Tempo ist eine Waffe“, sagt Trainer Robin Dutt, der von seinem Neuzugang mehr Tiefenläufe und von den Mitspielern passende Zuspiele fordert. „Danny hat schon angedeutet, warum wir ihn verpflichtet haben.“ Der Offensivallrounder widerspricht keineswegs. „Ich bin ein Sprintertyp, der gerne den Abschluss sucht“, lautet die Selbstbeschreibung des Mannes mit der Rückennummer 17, der ehrgeizige Ziele verfolgt. „Wenn man positiv ist, schaut man in der Tabelle nach oben. So weit sind wir nicht von den Großen entfernt.”

Dass der VfL für seinen Neuzugang sogar eine kleine Ablöse gezahlt haben soll, hat einige Fans verwundert. Das liegt vor allem an seiner Vorgeschichte. Blum hat es oft vergeblich versucht, ein Jahr lang gesund zu bleiben. Verletzungen waren es, die ihn aus der Bahn warfen, einmal sogar ein Knorpelschaden. Die Folge: Er spielte nur selten über 90 Minuten, wechselte spätestens nach der zweiten Saison wieder den Verein. Doch das soll sich jetzt ändern.

Verletzungspech soll ein Ende haben

„Wer die Luft für 80 Minuten hat, kann auch 90 spielen“, sagte Robin Dutt nach der Generalprobe am letzten Wochenende – und bescheinigte seinem Schützling einen Trainingsfortschritt. Wie wichtig das eigene Wohlbefinden ist, weiß der Angreifer nur zu gut: „Ich hatte einige Male Pech. Aber ich bin immer wieder zurückgekommen. Ich versuche jetzt noch mehr auf meinen Körper zu achten, mit gesunder Ernährung zum Beispiel.“

Deshalb lehnt er sich auch wenige Tage vor dem Saisonstart noch nicht zu weit aus dem Fenster. „Ich verstehe das Zeichen des Trainers, dass er mich spielen lässt“, sagte Blum nach dem 1:1 gegen die Hertha. „Aber im Fußball kann es ganz schnell gehen. Ich muss gesund bleiben, um gegen Regensburg in der Startelf zu stehen.“ Gelingt ihm das, will Blum seine Bestleistung zeigen: „Ich verspreche immer alles zu geben und das Trikot mit Stolz zu tragen.“

(Foto: P. Rentsch)

Neue Spielidee: Dutt sieht noch Potenzial

  • VfL Bochum beendet die Saisonvorbereitung
  • In den Testspielen lief es noch nicht rund
  • Trainer Dutt will noch mehr Tempo sehen

Die Saisonvorbereitung ist beendet. Vier bis fünf ernstzunehmende Testspiele hat der VfL Bochum absolviert – nur zwei davon, gegen Verbandsligist Wiemelhausen (6:3) und den schweizerischen Zweitligisten Grasshoppers Zürich (3:2), hat der Revierklub gewinnen können. Wirklich souverän war die Leistung aber auch in diesen Partien nicht. Vorne ließ der VfL zu viele Chancen und Räume ungenutzt, defensiv fehlte bisweilen die Ordnung und Konzentration.

Fortschritte in der Generalprobe

Trainer Robin Dutt war nach jedem Auftritt bemüht, beide Seiten der Medaille zu betrachten. So sprach der 54-Jährige auch nach dem 1:1-Unentschieden gegen Hertha BSC im eigenen Stadion von „guten Ansätzen“, aber auch von „gemischten Gefühlen.“ Praktisch täglich seien Fortschritte in der Teamentwicklung erkennbar, auch wenn längst noch nicht alles rund läuft.

Ein Beispiel: Dutt lobte nach dem Test gegen Berlin die Qualität des Umschaltspiels, ein Trainingsschwerpunkt der letzten Wochen. Der VfL will das oft behäbige Spiel der Vorsaison vergessen machen, konsequenter pressen und für deutlich mehr Tempo sorgen. Davon war in den Testspielen zuvor aber oft nur wenig zu sehen. Zu viele Quer- und Rückpässe prägten das Bochumer Spiel. Nicht nur in den müden Beinen fehlte die Schnelligkeit, auch in den Köpfen der Spieler.

Gegen Hertha blitzte die neue Spielidee immerhin auf, aber nur stellenweise. „Das ist eine Frage der Abstimmung und Gewohnheit“, erklärt Robin Dutt. „Waffen wie Silvere Ganvoula, Danny Blum oder Jordi Osei-Tutu“, also Spieler mit Geschwindigkeit, müssten noch besser eingesetzt werden. „Die Mitspieler müssen merken, dass sie in die Tiefe gehen.“ Diese Umstellung braucht offensichtlich Zeit – Zeit, die knapp bemessen ist.

Saisonstart in Regensburg

Denn schon an diesem Sonntag startet der VfL in die neue Zweitligasaison, auswärts in Regensburg. War die Vorbereitungszeit von knapp fünf Wochen, also zwischen Trainingsauftakt und Saisonstart, somit ausreichend? So spät wie der VfL hat in diesem Sommer kein Zweitligist begonnen. Doch Trainer Dutt wiegelt ab, die Zeit reiche völlig aus. Schließlich hätten die Spieler umfangreiche Trainingspläne für ihren Urlaub erhalten. Somit sei das körperliche Ausgangsniveau höher gewesen als im Vorjahr, taktische Einheiten konnten früher beginnen. Wie weit der VfL im Ligavergleich gekommen ist, zeigt sich ohnehin erst in den kommenden Partien.

Die Testspielergebnisse in der Übersicht:

  • VfL – FC Altenbochum 8:1
  • VfL – Concordia Wiemelhausen 6:3
  • VfL – Eintracht Grumme 15:0
  • VfL – FC St. Gallen 0:3
  • VfL – Grasshoppers Zürich 3:2
  • VfL – Barnsley FC 1:2
  • VfL – Hertha BSC 1:1

(Foto: Pressefoto Eibner)