Geld aus der Türkei

Sestak-Wechsel: VfL wartet noch auf 1 Million Euro

  • Dem VfL steht noch Geld aus der Türkei zu
  • Monatliche Ratenzahlung von 20.000 Euro
  • 2023 soll die Ablöse überwiesen sein

Acht Jahre ist es nun her, dass Stanislav Sestak vom VfL Bochum zum türkischen Erstligisten MKE Ankaragücü gewechselt ist. Die komplette Ablöse hat der Revierklub aber immer noch nicht erhalten. Woran liegt das?

2011 in die Türkei gewechselt

Ganz neu ist diese skurrile Geschichte zwar nicht, aber viele Fans haben sie vermutlich längst verdrängt. Kurz zur Erinnerung: Der slowakische Angreifer war im Sommer 2010 nach dem Bundesligaabstieg des VfL Bochum auf Leihbasis in die Türkei gewechselt. Im darauffolgenden Jahr wurde er endgültig nach Ankara transferiert.

Doch die vereinbarte Ablösesumme von mehr als zwei Millionen Euro wurde damals nicht überwiesen. Schon bei der Zahlung der Leihgebühr hatte sich Ankaragücü als unzuverlässig erwiesen. Der VfL Bochum benötigte viel Geduld und die Hilfe der FIFA, um irgendwann zu einer Lösung zu kommen. So vereinbarten die beiden Klubs eine monatliche Ratenzahlung. Diese soll sicherstellen, dass der VfL das Geld überhaupt noch erhält.

2023 soll das Geld überwiesen sein

Mittlerweile spielt MKE Ankaragücü wieder in der Süper Lig, zwischenzeitlich war der Verein nur noch drittklassig. Die Bochumer profitieren jedenfalls vom Aufwind. Aktuell fließen jeden Monat 20.000 Euro auf das Konto des VfL. Trotzdem warten die Verantwortlichen immer noch auf knapp eine Million Euro. Im Idealfall könnte die Gesamtsumme also im Jahr 2023 vollständig in Bochum eingegangen sein - rund 12 Jahre nach der Vertragsunterzeichnung.

Übrigens: Stanislav Sestak, der zwischen 2007 und 2010 sowie von 2014 bis 2015 das VfL-Trikot trug, lässt seine Karriere gerade ausklingen. In der vierten slowakischen Liga kickt der 36-Jährige für FK Demjata. Parallel ist er Teil der sportlichen Leitung beim Zweitligisten FK Poprad.

(Foto: Imago)