Im Sommer ist Schluss

Abschied von Nike: VfL setzt auf neuen Ausrüster

Nach elf Jahren mit dem Swoosh auf dem Trikot wird es beim VfL Bochum im kommenden Sommer einen Ausrüsterwechsel geben. Der auslaufende Vertrag mit der Firma Nike wird nicht verlängert. Seit 2011 rüstet der Branchenprimus den Revierklub aus. Nach dieser Saison ist definitiv Schluss. Stattdessen setzt der Bundesligist künftig auf den japanischen Sportartikelhersteller Mizuno. Offiziell möchte sich der VfL dazu noch nicht äußern. Nach „Tief im Westen“-Recherchen sind die Verhandlungen aber schon abgeschlossen.

Verkaufsrekord mit Nike

Mit dem Abschied von Nike endet an der Castroper Straße eine lange Tradition. Schon zwischen 2002 und 2007 stellte das US-Unternehmen die blau-weißen Trikots her. In der Aufstiegssaison 2020/21 knackte der VfL mit Nike sogar einen vereinseigenen Verkaufsrekord. Aktuell gibt es allerdings massive Lieferschwierigkeiten. Das aktuelle Heimtrikot wird erst Ende Oktober in allen Normalgrößen erhältlich sein. Auch das Ausweichtrikot kann momentan nicht angeboten werden. Das ist aber nicht der Grund für den Ausrüsterwechsel.

Mizuno übernimmt ab 2022

Mizuno legte dem VfL nicht nur finanziell ein gutes Angebot vor, sondern warb in den Vertragsgesprächen auch mit einer besonderen Konstellation. Denn der VfL wird auf dem europäischen Markt das Flaggschiff des japanischen Anbieters sein und exklusive Produkte erhalten. Das Unternehmen, das seit 1906 existiert und Umsätze von knapp zwei Milliarden Euro verzeichnet, ist zurzeit eher auf dem asiatischen Markt stark und hierzulande nur sporadisch beim Handball (HSG Wetzlar), Tennis (Philipp Kohlschreiber), Golf oder Laufsport vertreten.

Soares trägt Mizuno-Schuhe

Einen bekannten Fußballverein in Deutschland stattet Mizuno bislang noch nicht aus. Zumindest VfL-Verteidiger Danilo Soares setzt aber schon jetzt auf das Schuhwerk des künftigen Klubausrüsters. Prominente Fußballstars wie Kaka oder Fernando Torres wählten in der Vergangenheit ebenfalls Produkte von Mizuno aus. In Portugal trägt aktuell der Erstligist Portimonense Trikots der Japaner, in Italien außerdem einige Zweit- und Drittligisten. Darüber hinaus gab es in der Vergangenheit eine Zusammenarbeit mit dem AC Florenz und dem FC Watford.

(Foto: Firo Sportphoto)

Bochum in der Findungsphase

Wer hat Bundesliganiveau? Gerland mit Tipps für Reis

Mit Tipps von Hermann Gerland ging es für Trainer Thomas Reis ins verlängerte Wochenende. Die VfL-Legende schaute bei der 0:2-Testspielniederlage gegen den niederländischen Erstligisten Go Ahead Eagles Deventer in Bochum vorbei. Die beiden Fußballlehrer standen nach der Partie noch länger zusammen. Während Gerland seine Eindrücke schilderte, hörte Reis aufmerksam zu. „Die Zeit habe ich mir gerne genommen“, ließ sich der 47-Jährige in der WAZ zitieren. „Was er mir zu unserem Testspiel gesagt hat, war sehr aufschlussreich. Es ist immer hilfreich, von so einem großen Fachmann Aussagen zu bestimmten Spielern zu bekommen.“ 

Reis war ohnehin nicht zufrieden mit dem Auftritt gegen Deventer: „Wir haben nicht das Niveau gehabt, das wir in der Bundesliga zeigen wollen und müssen.“ Es ist nicht die erste deutliche Ansage des Trainers in diesen Tagen. Schon nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Köln kritisierte Reis die Leistung seiner Mannschaft, die „den Männerfußball“ nicht angenommen und die erste halbe Stunde verschlafen habe. Das soll beim Heimspiel gegen Hertha BSC am kommenden Sonntag definitiv anders aussehen. Der VfL will vor knapp 14.000 Zuschauern die nächsten Punkte einfahren. Vieles deutet darauf hin, dass Reis personelle Veränderungen vornehmen wird.

Wechsel im zentralen Mittelfeld

Klar ist: Robert Tesche ist nach seiner Rotsperre wieder einsatzbereit. Gut möglich, dass der Routinier gegen die Berliner zur Anfangsformation gehören wird. Sein Vorteil: Er ist der einzige klassische, absichernde Sechser mit Startelfpotenzial im Kader. Eine Reihe weiter vorne kämpfen Anthony Losilla, Milos Pantovic sowie die Neuzugänge Eduard Löwen und Elvis Rexhbecaj um die beiden Plätze auf der Doppelacht. Als Kapitän dürfte Losilla gesetzt sein, er hat zuletzt auch nicht enttäuscht und den Sprung in die höhere Spielklasse offensichtlich geschafft. Pantovic hat neben ihm allerdings nicht überzeugt – auf Dauer dürfte es für ihn in der Bundesliga nicht reichen. 

Mit Löwen, der gegen Deventer erstmals über 90 Minuten zum Einsatz kam, und Rexhbecaj, der zu Saisonbeginn dreimal zur Anfangself gehörte, gibt es ja auch Alternativen. Löwen könnte mit seiner Physis, seiner Schuss- und Standardstärke neue Elemente ins Bochumer Spiel bringen, die zuletzt ein wenig gefehlt haben. Womöglich müsste also Rexhbecaj weichen, der zum Start weder enttäuschte noch besonders überzeugte. Gemessen an ihren Leistungen sind beim VfL nach vier Partien inklusive Pokal ohnehin nur wenige Spieler unumstritten: Torhüter Manuel Riemann, Dauerbrenner Simon Zoller, vorerst auch Angreifer Sebastian Polter und Innenverteidiger Armel Bella Kotchap.

Kampf um die Startelfplätze

Auf vielen weiteren Positionen befindet sich der VfL noch in der Findungsphase. Links vorne etwa, wo Gerrit Holtmann mit seinem beeindruckenden Sololauf Bonuspunkte sammelte, sich darauf aber auch nicht ausruhen sollte. Gegen Köln wie auch schon im Pokal nahm er kaum am Spiel teil. Als Alternative stünde Christopher Antwi-Adjei bereit. Noch kein Thema für einen Einsatz von Beginn an ist Danny Blum, der zwar wieder fit ist, gegen Deventer aber kaum Akzente setzte. Über mangelnden Konkurrenzkampf kann sich Thomas Reis auf den Außenpositionen grundsätzlich nicht beklagen, zumal Takuma Asano nach einem Muskelfaserriss an seiner Rückkehr arbeitet.

Etwas anders schaut es in der Abwehr aus. Herbert Bockhorn, der gegen Köln ziemlich überfordert war, muss sich steigern, zumal er der einzige Ersatz für den verletzten Cristian Gamboa ist. Da Maxim Leitsch gegen die Hertha erneut fehlen wird, ist zentral wieder Vasilios Lampropoulos gefragt. Auch der Grieche muss noch beweisen, dass er in der Bundesliga wirklich mithalten kann. Mehr erwartet Thomas Reis auch von Linksverteidiger Danilo Soares. Viele Nachlässigkeiten wird Bochums Trainer nicht mehr zulassen, denn nach dem Spiel gegen die Hertha geht es zum FC Bayern. Mehr Bundesliganiveau geht nicht. Dann wird auch Hermann Gerland ganz genau hinschauen.

(Foto: Imago / Team 2)

Nur ein Abgang

Warum es am letzten Transfertag so ruhig blieb

Es ist ein bisschen so wie früher in der Schule. Irgendwann kommt die Klassenarbeit und einige kommen kurz vor der Prüfung ins Schwitzen. So ähnlich erging an diesem Dienstag einigen Bundesliga-Managern, die am letzten Tag der Transferperiode noch auf der Suche nach Verstärkungen waren. Wobei sie für die Hektik am sogenannten „Deadline Day“ ja nur bedingt verantwortlich sind. Oft sind es auch die Spieler, die bis zur letzten Stunde zögern, ob sie nun wechseln wollen oder nicht, und wenn ja, zu welchen Konditionen.

Ekincier nach Mannheim

Der VfL Bochum hat sich an diesem 31. August zurückgehalten. Nur ein Abgang wurde am Nachmittag noch vermeldet: Flügelspieler Baris Ekincier hat den Verein verlassen und einen Vertrag beim Drittligisten Waldhof Mannheim unterzeichnet. Dort hatte der 22-Jährige bereits im Juli ein Probetraining absolviert, war anschließend aber wieder ins Revier zurückgekehrt. Der endgültige Abschied aus Bochum ergibt für beide Parteien Sinn: Ekincier kam in zwei Jahren nur auf zwei Profieinsätze und kann seine Karriere nun andernorts vorantreiben. Und der VfL ist zumindest einen Dauerreservisten losgeworden.

Mit 31 Profis ist die Mannschaft allerdings immer noch relativ groß. Weitere Bemühungen, den Kader zu verschlanken, führten nicht zum gewünschten Erfolg. An Mittelfeldspieler Tom Weilandt war Hansa Rostock zwischenzeitlich interessiert, ein Wechsel ist aber nicht zustande gekommen, vielleicht auch, weil der Spieler in seiner Heimat deutlich weniger verdient hätte. Passiert nichts Überraschendes mehr, wird er beim VfL auch in dieser Saison nicht zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für Tarsis Bonga, der mit einigen Drittligisten in Verbindung gebracht wurde, aber mindestens eine Klasse höher spielen möchte. Nur wollte ihn da niemand haben.

Zerschlagen hat sich auch ein vorzeitiger Abgang von Raman Chibsah. Für den Ghanaer gab es zwar Anfragen, doch aus unterschiedlichen Gründen kam ein Wechsel nicht zustande. In die Türkei wollte er nicht gehen, nach Italien durfte er wegen einer komplizierten Ausländerregelung nicht wechseln. Auch er wird mindestens bis zum Winter in Bochum mittrainieren. Aus Sicht von Chefcoach Thomas Reis ist die Kadergröße durchaus ein Problem, weshalb er überlegt, die Trainingsgruppe phasenweise zu verkleinern. „Aber jeder hat weiter die Chance, sich zu zeigen“, betont Reis. Manager Sebastian Schindzielorz ergänzt: „Wir haben keine U23, deshalb muss unser Kader etwas größer sein.“

Geld für Zulj und Pavlidis

Dass auf der Zugangsseite am letzten Transfertag nichts mehr passieren würde, war schon länger klar. Insgesamt acht neue Akteure hat der VfL in diesem Sommer unter Vertrag genommen, fünf fest verpflichtet und drei geliehen. Alle Spieler sind ablösefrei gekommen, allenfalls wurde eine Leihgebühr fällig. Im Gegenzug wurden sechs Profis abgegeben. Für Robert Zulj haben die Bochumer 350.000 Euro eingenommen. Außerdem gab es einen kleinen Nachschlag für Vangelis Pavlidis, der innerhalb der niederländischen Eredivisie weiterverkauft wurde und bis 2019 zum VfL gehörte. Für Simon Zoller wurde allerdings noch ein Aufstiegsbonus an den 1. FC Köln fällig.

(Foto: Imago / Revierfoto)

1:2-Niederlage in Köln

VfL zu passiv: Riemann hat viele Kritikpunkte

Es war spät, es war schade, aber hochverdient. Nachdem Herbert Bockhorn ohne Druck und in der eigenen Hälfte den Ball in die Füße des Gegners spielte, ging es ganz schnell: Florian Kainz flankte nach innen, Louis Schaub war zur Stelle und netzte ein. 82 Minuten lang hatte der VfL so manche Kölner Drangphase überstanden und das Unentschieden schon vor Augen, doch das Glück war den Gästen am Ende nicht mehr hold. Die Hausherren legten sogar noch nach. Erneut ließ der VfL die Hereingabe zu und den Torschützen in der Mitte völlig blank. „Wir müssen lernen, das besser und konzentrierter zu verteidigen. Ich glaube, da sind wir noch zu grün hinter den Ohren“, kritisierte Torhüter Manuel Riemann nach der Partie. Simon Zollers Treffer zum 1:2 kam zu spät und war nur noch Ergebniskosmetik. 

Schwacher Start und schlechte Konter

Der VfL musste vor 25.000 Zuschauern, darunter 1.250 stimmgewaltige Bochumer, Lehrgeld zahlen. Bockhorns schwerer Fehler war nicht der einzige. Bestes Beispiel: Die Konterchancen, die sich ergaben, verdaddelten Zoller, Holtmann und Co. ziemlich leichtfertig. „Da müssen wir kaltschnäuziger sein“, stellte nicht nur Riemann fest. Trotz der Kölner Überlegenheit und der Bochumer Überforderung in der ersten halben Stunde war die Pausenführung für den VfL durchaus möglich.

Dass die Gäste, ähnlich wie in Wolfsburg, die Anfangsphase komplett verschlafen haben, ärgerte den Keeper im Nachgang sehr, auch wenn es zunächst beim 0:0 blieb. „Das war bodenlos“, schimpfte Riemann. Anthony Modeste traf nur den Pfosten, Dejan Ljubicic‘ Tor wurde wegen eines Handspiels aberkannt. „Wir haben uns beeindrucken lassen von der Kulisse und der Wucht der Kölner“, ärgerte sich Riemann. Der FC zeigte den typischen Steffen-Baumgart-Fußball, hoch anlaufend und ziemlich intensiv. Die Handschrift des neuen Trainers war schon deutlich zu erkennen. Bei den passiven Bochumern ging es eher Richtung ‚Sauklaue‘. „Wir haben uns so aufgestellt wie besprochen, aber nur hingestellt, nicht bewegt. Wir haben nur reagiert und nicht agiert“, monierte Bochums Schlussmann.

Dem VfL fehlten Mut und die Ideen, womöglich hätten auch frühere Impulse von der Bank geholfen, als die Bochumer nach gut einer Stunde wieder nur noch hinterherliefen. Thomas Reis brachte Christopher Antwi-Adjei erst nach 70 Minuten für den enttäuschenden Gerrit Holtmann, noch später feierte Eduard Löwen sein VfL-Debüt. Der Neuzugang fürs zentrale Mittelfeld deutete nämlich sofort an, dass er mit seiner Präsenz und Schusstechnik eine Verstärkung sein kann. Die Niederlage konnte er aber auch nicht verhindern.

Nach der Pause gegen Hertha BSC

Läuft alles nach Plan, dürfte Löwen nach der jetzt anstehenden Länderspielpause ins Team rotieren, dann gegen seinen Stammverein Hertha BSC. Löwen würde Milos Pantovic ersetzen, der in der Bundesliga allein mit seinem Einsatz nicht mehr alle Schwächen kaschieren kann. Auch die Rückkehr von Robert Tesche könnte helfen, um das Mittelfeldzentrum zu schließen. In der Abwehr wird Maxim Leitsch zurückerwartet. Vasilios Lampropoulos hatte in Köln immer wieder Probleme mit dem hohen Tempo. Auch Herbert Bockhorn bekam seine Seite nicht geschlossen, doch er wird in den kommenden Wochen weiter gefragt sein. Denn Cristian Gamboa fällt nach einer Arm-OP noch für einige Zeit aus. Stabilisieren muss sich auch Danilo Soares. Mit Konstantinos Stafylidis gibt es immerhin eine Alternative.

(Foto: Imago / Team 2)

Vertrag verlängert

Zoller bleibt bis 2024 beim VfL Bochum

+++ Update: So schnell kann es gehen: Noch vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln hat Simon Zoller seinen Vertrag beim VfL Bochum bis 2024 verlängert! Das gab der Verein am Freitagnachmittag bekannt. +++

Ursprünglicher Text vom 26. August:

Den Umweg über Bochum nimmt Simon Zoller gerne in Kauf. Eigentlich hätte es der Stürmer des VfL nicht weit, um an diesem Samstag zu seinem Arbeitsplatz zu kommen. Denn Zoller wohnt in Köln und seine Mannschaft ist zu Gast beim FC. Doch der 30-Jährige reist natürlich mit seinen Teamkollegen an.

Vier Jahre beim 1. FC Köln

Für Zoller ist es auch deshalb ein besonderes Spiel, weil er insgesamt vier Jahre für den 1. FC Köln gespielt hat. „Von der Europa League bis zum Abstieg habe ich alles erlebt“, blickt er zurück, „auch wenn ich heute keinen engen Bezug mehr zum Verein habe.“ Der Wechsel zum VfL erfolgte unmittelbar nach dem bislang letzten Aufeinandertreffen beider Klubs im Dezember 2018, als die Bochumer mit 3:2 gewannen. Für Zoller war es seinerzeit auch ein sportlicher Umweg. Über die 2. Liga wollte er zurück ins Fußball-Oberhaus kommen – was ihm schließlich gelungen ist.

Auch deshalb hat Zoller die Entscheidung nie bereut: „Es macht mir einfach Spaß, in Bochum zu spielen. Es ist jeden Tag ein Vergnügen und war definitiv der richtige Schritt.“ Längst hat sich der fleißige Angreifer zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelt. In der Aufstiegssaison war Zoller mit 15 Treffern Bochums bester Torjäger und beeindruckte mit seinem konsequenten Pressing fast jede Abwehr der 2. Liga. In diesem Jahr ist Zoller in einer etwas anderen Rolle gefragt. Trainer Thomas Reis stellte beim 2:0-Heimsieg gegen Mainz 05 in der Vorwoche Neuzugang Sebastian Polter ins Sturmzentrum. Zoller kam auf dem rechten Flügel zum Einsatz – und zeigte auch dort eine starke Leistung.

Kein Wunder, denn diese Position kennt er bereits. „Das Thema begleitet mich jetzt schon seit Jahren. Ich bin ausgebildeter Stürmer, dort hatte ich meine erfolgreichste Zeit. Aber an der Linie habe ich schon gespielt, sowohl in Bochum als auch in Köln“, erklärt Zoller, der sich trotz seiner Vorliebe fürs Zentrum „in den Dienst der Mannschaft“ stellt. „Das klingt wie eine Floskel, ist aber wirklich so gemeint“, bekräftigt er.

Schindzielorz schätzt Zollers Qualitäten

Ihm nimmt man das ab, schließlich ist Zoller ein absoluter Teamplayer und deshalb auch ein Publikumsliebling in Bochum. Logisch also, dass beide Seiten, der Spieler und der Verein, an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert sind. Zollers Vertrag läuft am Saisonende aus, und er macht keinen Hehl daraus, dass er gerne verlängern würde. „Wir wissen, wie wichtig er für uns ist“, sagt Manager Sebastian Schindzielorz dazu und verweist nicht nur auf die sportlichen Qualitäten des Ex-Kölners, sondern auch auf sein soziales Engagement. Erst jüngst half Zoller Flutopfern mit einer Sachspende. An anderen Projekten ist er ebenso beteiligt, etwa zum Kinderschutz oder für den Amateurfußball. Schindzielorz lobt: „Simon steht für die Werte des Klubs.“

Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, dass die Vertragsverlängerung in den kommenden Wochen über die Bühne gehen dürfte. Simon Zoller positioniert sich jedenfalls klar: „Ich sehe mich als Teil des Projekts, den VfL Bochum wieder in der Bundesliga zu etablieren.“ Er sei in „guten Gesprächen“ mit den Verantwortlichen. Offenbar so gut, dass er sagt: „Ich wage die Prognose, dass ich auch in der Saison 2022/23 beim VfL spiele – und vielleicht sogar länger.“

(Foto: Imago / Team 2)