Transferticker

Hartwig im Ausland – Holtmann prüft Angebot

Der Transferticker ist zurück! Ab sofort liefert Tief im Westen – Das VfL-Magazin wieder gebündelt Informationen zu allen möglichen Zu- und Abgängen oder Vertragsverlängerungen. Neben Vollzugsmeldungen gibt es auch einen Überblick zu Gerüchten, wie gewohnt mit einer Einschätzung und eigenen Recherchen.

28. Juni: Gerrit Holtmann hat ein Vertragsangebot vom VfL Bochum vorliegen. Der Spieler hatte bereits im Mai angekündigt, seinen im Jahr 2023 auslaufenden Vertrag entweder in diesem Sommer verlängern zu wollen oder den Verein zu verlassen. Er werde das Angebot nun in Ruhe prüfen, verriet Holtmann nach dem Training am Dienstagmorgen. Eine schnelle Entscheidung sei aber nicht zu erwarten. Andere Angebote, versicherte der Flügelspieler, lägen derzeit nicht vor.

28. Juni: Luis Hartwig könnte den VfL Bochum in Kürze verlassen, womöglich auf Leihbasis. Der 19-Jährige wurde vorübergehend vom Training freigestellt, um sich bei einem anderen Verein vorzustellen. Hartwig wurde beim VfL ausgebildet, hat derzeit aber kaum Chancen, in der Bundesliga-Mannschaft Fuß zu fassen. Um Spielpraxis zu erhalten, prüft der Angreifer nun die Möglichkeiten eines Wechsels. Bei welchem Klub sich Hartwig aktuell vorstellt, ist nicht bekannt. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin befindet sich Hartwig im deutschsprachigen Ausland.

27. Juni: Der Transfer von Saidy Janko zum VfL Bochum ist abgeschlossen. Am Montag hat der Verein die Verpflichtung des Rechtsverteidigers bestätigt. Tief im Westen – Das VfL-Magazin hatte bereits am Samstag exklusiv über einen sich anbahnenden Wechsel berichtet. Der 26-Jährige wurde für ein Jahr vom spanischen Klub Real Valladolid ausgeliehen. Der VfL hat sich zudem eine Kaufoption gesichert.

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26. Juni: Silvere Ganvoula bleibt vorerst beim VfL Bochum und wird nicht zum Karlsruher SC wechseln. Der Zweitligist hatte öffentlich Interesse an einer Verpflichtung des Mittelstürmers bekundet, sich nun aber für zwei andere Angreifer entschieden, die den Abgang Philipp Hofmann nach Bochum kompensieren sollen. Eine Perspektive in Bochum gibt es für Ganvoula aber nicht. Auch wenn er am Samstag beim Test gegen Wuppertal zum 2:0-Endstand traf, spielt er in den Planungen von Trainer Thomas Reis keine Rolle mehr. Ganvoulas Vertrag läuft noch bis 2023. Zuletzt war er an den belgischen Erstligisten Cercle Brügge ausgeliehen, hat dort aber ebenfalls nicht Fuß fassen können.

25. Juni: Der VfL Bochum will möglichst bald den nächsten Neuzugang für die kommende Saison präsentieren. Wie Tief im Westen – Das VfL-Magazin erfuhr, könnte Rechtsverteidiger Saidy Janko die Kaderlücke schließen, die durch den Abgang von Herbert Bockhorn entstanden ist. Der 26-Jährige steht aktuell noch beim spanischen Traditionsklub Real Valladolid unter Vertrag. Die Verhandlungen sollen schon weit fortgeschritten sein.

Mehr über Saidy Janko im verlinkten Artikel:

https://vfl-magazin.de/saidy-janko-bochum/

24. Juni: Tom Weilandt hat einen neuen Klub gefunden. Den 30-Jährigen, der bis zuletzt beim VfL Bochum unter Vertrag gestanden hat, zieht es zurück nach Mecklenburg-Vorpommern. Dort läuft der Mittelfeldspieler künftig für den Greifswalder FC in der Regionalliga Nordost auf. Der Verein ist in diesem Sommer aus der Oberliga aufgestiegen. Weilandt erhält einen Dreijahresvertrag, er stammt aus dem rund 100 Kilometer entfernten Rostock. Sein letztes Pflichtspiel hat Weilandt im Juni 2020 absolviert. Beim VfL spielte er zuletzt keine Rolle mehr.

24. Juni: Zurzeit kursiert in einigen Foren und Fangruppen ein Bericht der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung über Elvis Rexhbecaj. Demnach soll sich der Spieler keine Rückkehr an die Castroper Straße vorstellen können. Nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin haben die Bochumer bislang aber keine endgültige Absage von Rexhbecaj erhalten. Dennoch planen sie aktuell ohne ihn. Denn Stand heute ist eine Rückkehr sehr unwahrscheinlich, weil der Spieler zu teuer ist. Daran ändern auch die Transfereinnahmen in diesem Sommer nichts. Rexhbecaj würde das Gehaltsgefüge sprengen. Und: Der VfL ist nicht bereit, eine Millionenablöse nach Wolfsburg zu überweisen. Rexhbecaj schaut sich deshalb anderweitig um. Anfang des Monats wurde der Mittelfeldspieler mit Werder Bremen in Verbindung gebracht, konkretisiert hat sich diese Angelegenheit allerdings nicht.

24. Juni: Eduard Löwen, der zuletzt von Hertha BSC an den VfL Bochum ausgeliehen war, wechselt in die USA zum St. Louis City SC. Der VfL wollte ihn nicht behalten, und auch bei der Hertha hatte der Mittelfeldspieler keine Perspektive. Das Team in St. Louis wird gerade komplett neu aufgebaut und spielt ab Anfang 2023 in der Major League Soccer mit. Geführt wird der Klub von zahlreichen Protagonisten, die aus Deutschland und der Bundesliga bekannt sind: Lutz Pfannenstiel ist Manager, Bradley Carnell Trainer. Auch Roman Bürki, Joakim Nilsson und andere Spieler aus der Bundesliga wechseln dorthin.

23. Juni: Was sich seit einigen Tagen abzeichnete, hat der VfL Bochum am frühen Donnerstagabend offiziell bestätigt. Der 23-jährige Engländer erhält einen Vertrag bis 2025 und wechselt ablösefrei vom FC Arsenal ins Ruhrgebiet. Mit dem schnellen Außenbahnspieler plant der VfL vorrangig in der Offensive, nicht in der Abwehr, wo er in England und auch in Bochum teilweise zum Einsatz kam. Osei-Tutu hat schon in der Saison 2019/20 auf Leihbasis für den VfL gespielt. In der 2. Liga kam er auf 21 Einsätze, fünf Tore und drei Vorlagen. „Wir kennen Jordi sehr gut, die Erinnerungen an seine Fähigkeiten und Stärken sind allen noch sehr präsent“, sagt Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer beim VfL „Tempo, Dynamik und Technik zeichnen ihn aus. Wir haben ihn nach seiner Saison beim VfL weiter beobachtet und seine Entwicklung verfolgt. Jordi ist weiter gereift, sein Potenzial ist immer noch enorm hoch. Wir sind optimistisch, dass er den Sprung in die Bundesliga packt.“

21. Juni: Armel Bella Kotchap wird den VfL Bochum noch in diesem Sommer verlassen. Nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin steht der Innenverteidiger vor einem Wechsel zum FC Southampton. Sky hat diese Information ebenfalls erhalten und verbreitet. Der Premier-League-Klub wird von Ex-Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl trainiert. Der Spieler liebäugelt schon länger mit einem Wechsel nach England. Bereits vor einigen Tagen machte das Gerücht, dass Southampton Bella Kotchap verpflichten wolle, in einem Fanforum die Runde. Nun folgte aus einer anderen, sehr verlässlichen Quelle die Bestätigung. Nach Maxim Leitsch verliert der VfL mit Armel Bella Kotchap schon den zweiten Stammspieler in der Innenverteidigung.

Update: Mittlerweile haben die Vereine den Transfer von Armel Bella Kotchap bestätigt…

https://vfl-magazin.de/details-bella-tutu/

21. Juni: Der VfL Bochum wird zeitnah den vierten Neuzugang für die kommende Saison präsentieren. Jordi Osei-Tutu steht kurz vor der Unterschrift beim Revierklub. Er soll nicht ausgeliehen, sondern fest verpflichtet werden. Bereits am Montag äußerte sich Trainer Thomas Reis zu einer möglichen Verpflichtung: „Er hat hier vor zwei Jahren einen großen Sschritt gemacht und eine gute Dynamik. Als Trainer ist man immer froh, wenn man so jemandem im Team hat.“ Osei-Tutu spielte bereits in der Saison 2019/20 für den VfL, eine Weiterverpflichtung war seinerzeit nicht möglich. Jetzt aber schon…

20. Juni: Ein Verbleib von Jürgen Locadia beim VfL Bochum wird offenkundig unwahrscheinlicher. Der Spieler konnte sich bis zum Trainingsauftakt nicht durchringen, beim Revierklub einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Die Situation sei „eher schwierig“, sagte Trainer Thomas Reis am Montag. „Aber ich würde mich nicht gegen einen Verbleib wehren. Er hat schon gezeigt, was er leisten kann. Und ich bin mir sicher, dass er noch mehr zeigen könnte.“ Locadia könnte den Kaderplatz einnehmen, der durch den Abgang von Sebastian Polter entstanden ist.

20. Juni: Der VfL Bochum hat am Montagnachmittag wie erwartet den Wechsel von Sebastian Polter zum FC Schalke bestätigt. „Nach einigen Gesprächen mit dem Spieler aufgrund der öffentlichen Diskussion haben wir uns intern beraten und eine Bewertung der Situation vorgenommen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es zukünftig keinen gemeinsamen Weg von Sebastian Polter und dem VfL geben wird“, sagt Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz. Polter hat beim Ligakonkurrenten einen Dreijahresvertrag unterschrieben, der VfL erhält eine Ablöse.

19. Juni: Bereits vor knapp einer Woche fiel an dieser Stelle der Name Jordi Osei-Tutu. Nun greift auch die WAZ das Gerücht auf, dass der junge Engländer zum VfL Bochum zurückkehren könnte. Die Gespräche seien schon weit fortgeschritten, heißt es dort. Wie von Tief im Westen – Das VfL-Magazin bereits berichtet, kann sich der 23-Jährige einen Wechsel nach Deutschland sehr gut vorstellen, mehr noch: Er möchte unbedingt zum VfL zurück. Auch der Verein kann sich einer erneute Zusammenarbeit vorstellen. Bereits in der Saison 2019/20 trug Osei-Tutu das blau-weiße Trikot, war vom FC Arsenal ausgeliehen. Eine Verlängerung der Leihe scheiterte. Nun könnte der Transfer mit Verspätung doch noch klappen, ein Vorgehen, das beim VfL durchaus üblich ist und schon bei Kevin Stöger und Philipp Hofmann zum Erfolg geführt hat. Für die Bochumer geht es vor allem noch um finanzielle Fragen, bevor die Rückkehr des schnellen Flügelstürmers perfekt gemacht werden kann.

19. Juni: Der VfL Bochum zeigt nach Informationen von Sky Interesse an einer Verpflichtung von Philipp Förster. Der 27-Jährige steht aktuell beim VfB Stuttgart unter Vertrag. Förster ist ein sogenannter Achter, ein Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive. Ins Bochumer Beuteschema würde er passen. Er gilt als laufstark, robust, aber auch technisch gut ausgebildet. Außerdem bringt er Bundesliga-Erfahrung mit. Förster spielt seit 2019 beim VfB und hat in der zurückliegenden Saison 20 Partien absolviert. Dabei gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage. Dass ein Transfer des zentralen Mittelfeldspielers tatsächlich gelingt, ist nach Einschätzung von Tief im Westen – Das VfL-Magazin allerdings fraglich. Förster hat einen gültigen Vertrag in Stuttgart, der VfL müsste also eine Ablöse zahlen. Das möchten die Verantwortlichen eigentlich nicht. Der Poker läuft also, kreative Lösungen sind gefragt. Ausgang: offen.

19. Juni: Einen Tag vor dem Trainingsauftakt beim VfL Bochum zeichnet sich nun doch ein Vereinswechsel von Sebastian Polter ab. Der Mittelstürmer steht vor einem Transfer zum Reviernachbarn Schalke 04. Dass der Aufsteiger Interesse an der Verpflichtung des 31-Jährige zeigt, kann Tief im Westen – Das VfL-Magazin bestätigen. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Polter nun sogar schon den Medizincheck in Gelsenkirchen absolviert. Polter wird somit nicht mehr das Trikot des VfL tragen, der Verein kassiert eine Ablöse, die im Bereich von 1,5 bis 2 Millionen Euro liegen dürfte. Polters Berater hatte zuletzt vehement, vor allem über die Medien, auf einen Wechsel seines Klienten gedrängt.

18. Juni: Angreifer Sebastian Polter wird nicht zu Eintracht Frankfurt wechseln. Ein Transfer kommt nach Informationen von Sky und Hessenschau nicht zustande. Der künftige Champions-League-Teilnehmer hat Abstand von einer Verpflichtung genommen. Wie Tief im Westen – Das VfL-Magazin erfuhr, lag dies nicht an der Ablöseforderung des VfL Bochum. Die Verantwortlichen haben zwar versucht, eine marktgerechte Summe zu bekommen, wollten aber nicht, dass der Deal platzt. Frankfurt greift vielmehr in ein höheres Regal, ist unter anderem an Lucas Alario von Bayer Leverkusen und am Ex-Wolfsburger Wout Weghorst interessiert. Polters Vertrag beim VfL läuft noch bis 2023. Er wird zum Trainingsauftakt an diesem Montag in Bochum zurückerwartet. Allerdings strebt der 31-Jährige weiterhin einen Wechsel an. Warum er den VfL trotz eines laufenden Vertrags und einer auch persönlich erfolgreichen Vorsaison verlassen möchte, ist bislang nicht bekannt.

17. Juni: Tim Oermann hat seinen ersten Profivertrag beim VfL Bochum unterschrieben. Der Innenverteidiger gehört dem Klub seit zehn Jahren an und war zuletzt Kapitän der U19 unter Trainer Heiko Butscher. Sein Vertrag bei den Blau-Weißen ist bis 2024 datiert. Der gebürtige Bochumer ist nicht mehr im Juniorenbereich spielberechtigt und wird deshalb ausschließlich mit den Profis trainieren.

17. Juni: Der Wechsel von Jacek Goralski zum VfL Bochum ist vollzogen. Letzte Details wurden am Freitag geklärt, der 29-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag. Der nachfolgend verlinkte Artikel bietet Hintergründe zum Transfer und skizziert die Stärken und Schwächen des polnischen Nationalspielers.

16. Juni: Robert Tesche hat einen neuen Verein gefunden. Nach fünf Jahren beim VfL Bochum trägt der Mittelfeldspieler künftig das Trikot des VfL Osnabrück. Beim Drittligisten wurde der 35-Jährige am Donnerstag bereits offiziell als Neuzugang präsentiert. Sein Vertrag in Bochum ist ausgelaufen und wurde nicht verlängert.

16. Juni: Danny Blum und Eduard Löwen werden nicht mehr für den VfL Bochum auflaufen. Der Verein hat bereits im Mai alle Spieler offiziell verabschiedet, deren Verträge Ende Juni auslaufen, darunter auch Blum und Löwen. Die Verantwortlichen haben jedoch angekündigt, den einen oder anderen Spieler weiter an den Klub binden zu wollen. Blum und Löwen gehören nach Informationen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin jedoch nicht dazu. Blums Vertrag wird nicht verlängert, und auch bei Löwen gibt es keine Bestrebungen, ein neues Leihgeschäft mit Hertha BSC zu vereinbaren.

Blum zählte in der Vergangenheit zu den Besserverdienern beim VfL, fehlte aber verletzungsbedingt relativ häufig. Das ist auch der Hauptgrund, warum die Zusammenarbeit mit dem Flügelstürmer, die 2019 begann, nun endet. Einen neuen Verein hat der 31-Jährige noch nicht gefunden. Eduard Löwen wird hingegen zu Hertha BSC zurückkehren, zumindest vorerst. Der zentrale Mittelfeldspieler hat in der zurückliegenden Saison nur selten überzeugen können, deshalb schauen sich Trainer und Management anderweitig um.

15. Juni: Der Wechsel von Torwart-Talent Tjark Ernst zu Hertha BSC ist vollzogen (siehe auch 14. Juni). Das bestätigte der VfL am Mittwochvormittag. VfL-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz bedauert, dass „uns mit Tjark Ernst ein Eigengewächs verlässt. Allerdings möchte er spielen und diese Prämisse können wir ihm angesichts der starken Konkurrenzsituation auf der Torwart-Position nicht erfüllen.“

14. Juni: In Fanforen und sozialen Netzwerken fällt dieser Tage immer wieder der Name Jordi Osei-Tutu. Einige VfL-Fans träumen von einer Rückkehr. Der pfeilschnelle Außenbahnspieler trug bereits in der Saison 2019/20 das Trikot des VfL. Ein weiteres Leihgeschäft mit dem FC Arsenal kam nicht zustande, obwohl sich die Bochumer darum bemüht haben. Osei-Tutu lagen Angebote aus mehreren europäischen Ligen vor, doch auf Wunsch von Arsenal wechselte er zu Cardiff City, dann zu Nottingham Forest und schließlich zum Drittligisten Rotherham United. Verletzungen verhinderten eine Fortsetzung seiner positiven Entwicklung. Die Transferrechte liegen bis 2023 weiter beim FC Arsenal, für Osei-Tutu gibt es aber keine Zukunft bei den Gunners. Nach Recherchen von Tief im Westen – Das VfL-Magazin kann sich der 23-Jährige eine Rückkehr nach Bochum sehr gut vorstellen. Dass sich die Verantwortlichen um seine Dienste bemühen, wäre nach dem Abgang von Herbert Bockhorn durchaus naheliegend. Äußern möchten sie sich dazu aber nicht, Gerüchte werden grundsätzlich nicht kommentiert.

14. Juni: Der VfL Bochum verliert sein aktuell wohl größtes Torwart-Talent. Tjark Ernst, Sohn des früheren VfL-Keepers Thomas Ernst, wechselt nach Informationen der BILD zum Bundesliga-Konkurrenten Hertha BSC. Dort soll er mit den Profis trainieren und Spielpraxis in der Regionalliga-Mannschaft sammeln. Ernst gehörte bis vor wenigen Wochen noch zum Kader der Bochumer A-Jugend, ist in der kommenden Saison aber nur noch bei den Profis spielberechtigt. Eine Aussicht auf Einsätze gibt es nicht. Aus sportlichen Gründen hat sich das Bochumer Eigengewächs nun also für einen Wechsel entschieden. Der 19-Jährige ist deutscher Juniorennationalspieler und gilt als bester Schlussmann seines Jahrgangs. Perspektivisch wurde ihm zugetraut, die Nachfolge Manuel Riemann oder Michael Esser anzutreten. Der VfL kassiert immerhin eine Ablöse, die im sechsstelligen Bereich liegen wird.

13. Juni: Milos Pantovic verlässt den VfL Bochum und trägt künftig das Trikot von Union Berlin. Der 25-Jährige wechselt ablösefrei nach Köpenick, am frühen Montagabend folgte die offizielle Bestätigung des Vereins. Beim Bundesliga-Konkurrenten der Bochumer kann Pantovic künftig sogar in der Europa League spielen, muss sich intern aber auch gegen stärkere Mitspieler durchsetzen. Gerüchte, dass sich Pantovic den Berlinern anschließen könnte, gab es schon länger. Monatelang hat er mit einer Vertragsverlängerung beim VfL Bochum gezögert, offensichtlich auf bessere Angebote gehofft. Das hat er nun erhalten und angenommen.

Der Mittelfeldspieler, der sowohl im Zentrum als auch auf der Außenbahn spielen kann, war im Sommer 2018 aus der Jugend des FC Bayern nach Bochum gekommen. Seither absolvierte er exakt 100 Pflichtspiele für den VfL und erzielte 13 Treffer, darunter zwei spektakuläre in der zurückliegenden Saison, als er aus 66 und 45 Metern erfolgreich war. Der Abgang von Pantovic schafft finanzielle Freiräume, erhöht aber zugleich den Handlungsbedarf im Bochumer Mittelfeld.

13. Juni: Eigentlich wird Silvere Ganvoula zum Trainingsauftakt am kommenden Montag zurück in Bochum erwartet. Sein Leihvertrag mit Cercle Brügge läuft aus, die Belgier sind nicht an einer festen Verpflichtung interessiert. Ganvoula kam seit seinem Wechsel im Winter nur auf fünf Kurzeinsätze. Auch beim VfL besitzt der Angreifer trotz eines laufenden Vertrags bis 2023 keine Perspektive. Womöglich gibt es aber einen Abnehmer. Und zwar aus Deutschland: Der Karlsruher SC zeigt Interesse am 25-Jährigen. Das bestätigt KSC-Trainer Christian Eichner gegenüber ka-news.de: „Er ist ein Spieler, der in unseren Gedanken eine Rolle spielt, weil er vieles mitbringt, was wir wollen.“ Der Zweitligist ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Philipp Hofmann, der in diesem Sommer ausgerechnet zum VfL Bochum gewechselt ist.

Was war los im April, Mai und Anfang Juni? Hier geht es zu früheren Tickereinträgen…

https://vfl-magazin.de/transferticker-april-mai-2022/

(Foto: Firo Sportphoto)

Auf Leihbasis

Neuer Rechtsverteidiger: Janko wechselt zum VfL

Der VfL Bochum hat am Montag seinen fünften Neuzugang für die kommende Saison präsentiert. Wie Tief im Westen – Das VfL-Magazin bereits am Samstag exklusiv berichtet hat, soll Rechtsverteidiger Saidy Janko die Kaderlücke schließen, die durch den Abgang von Herbert Bockhorn entstanden ist. Der 26-Jährige kommt vom spanischen Traditionsklub Real Valladolid. Janko wird für ein Jahr ausgeliehen, der VfL hat sich eine Kaufoption gesichert.

Internationale Erfahrung

Janko ist eine Alternative zu Cristian Gamboa. Er ist ein ähnlicher Spielertyp wie Bockhorn: Technisch gut ausgebildet, aber noch schneller und robuster. Außerdem verfügt er über internationale Erfahrung. Janko hat bereits in sechs Ländern gespielt: In der Schweiz, in England, Schottland, Frankreich, Portugal und Spanien. Seine gesamte Vita ist international geprägt. Er stammt aus der Schweiz, besitzt aber auch die gambische und italienische Staatsbürgerschaft. Für Gambia hat er sechs Länderspiele absolviert.

Janko wurde beim FC Zürich ausgebildet und im Alter von 18 Jahren von Manchester United verpflichtet. Es folgten Stationen bei Celtic Glasgow, FC Barnsley, AS Saint-Etienne, FC Porto, Nottingham Forest und bei den Young Boys Bern. Bei Saint-Etienne in Frankreichs Ligue 1 sowie in Bern gehörte er zum Stammpersonal, mit den Young Boys wurde er sogar Meister und spielte in der Europa League.

Zuletzt kaum berücksichtigt

2020 wechselte Janko schließlich nach Spanien zu Real Valladolid. Dort wurde er in der LaLiga 19-mal eingesetzt. Janko gehörte in der Rückrunde zum Stammpersonal, stand auch gegen Real Madrid und den FC Barcelona in der Startformation. Nach dem Abstieg von Valladolid kam er aber nur noch unregelmäßig und immer seltener zum Einsatz. Nachdem der direkte Wiederaufstieg gelang, dürfte Janko den Verein nun verlassen. Bochum hat die Chance genutzt und sich die Dienste des Rechtsverteidigers gesichert.

(Foto: Imago / ZUMA Wire)

Saisonvorbereitung

Bochumer Trainingsgruppe wird nun täglich größer

Mit einem sehr frühen und einem sehr späten Tor ist dem VfL Bochum am Samstag beim Wuppertaler SV der Start in die neunteilige Testspielreihe gelungen. Dank der Treffer von Neuzugang Philipp Hofmann und Rückkehrer Silvere Ganvoula besiegte der VfL den ambitionierten Regionalligisten mit 2:0.

Bochumer Mix-Team

Vor mehr als 2.100 Zuschauern, mindestens ein Drittel davon aus Bochum, schickte Trainer Thomas Reis ein Mix-Team aus Profis und Jugendspielern ins Rennen. Nur wenige Leistungsträger aus der Vorsaison befanden sich zuletzt im Training, Reis setzte also auf Talente aus der eigenen U19 oder auf Spieler, die dieser gerade erst entwachsen sind.

„Ich finde, dass wir als Einheit sehr gut funktioniert haben und dass die jungen Spieler zum Erfolg beigetragen haben“, lobte Reis sein Team, das sich vor allem in der ersten Halbzeit mehrere Chancen erarbeitete, allerdings auch Glück hatte, dass Wuppertal den Ausgleich ein ums andere Mal verpasste. „Wir werden den Fokus jetzt auf die Defensive legen und versuchen, uns in der neuen Woche mit etwas mehr Personal auf die Saison vorzubereiten“, kündigte Reis an.

Nationalspieler kehren zuück

In den folgenden Trainingseinheiten sowie in den beiden Testspielen gegen den 1. FC Monheim und den 1. FC Bocholt wird der Coach wieder auf mehr gestandene Profis zurückgreifen können. Am Montag sollen mit Erhan Masovic, Patrick Osterhage, Christopher Antwi-Adjei und Gerrit Holtmann vier Nationalspieler ins Training zurückkehren. Außerdem könnte Neuzugang Jordi Osei-Tutu, der seit Freitag dabei ist, zu ersten Spielminuten kommen.

Auch die zuletzt angeschlagenen Manuel Riemann, Danilo Soares und Neuzugang Kevin Stöger sollen so schnell wie möglich wieder mitwirken. Ins Training einsteigen wird am Ende der Woche auch Takuma Asano, Neuzugang Jacek Goralski wird ab dem 4. Juli in Bochum erwartet. Keinesfalls ausgeschlossen ist, dass die Trainingsgruppe bis dahin sogar noch größer wird. Die Verantwortlichen arbeiten schließlich an weiteren Neuverpflichtungen.

(Foto: Firo Sportphoto)

Sommerfahrplan

VfL testet gegen internationale Teams

Der Sommerfahrplan des VfL Bochum ist fast komplett. Acht Testspiele sowie das Trainingslager sind bereits fest terminiert.

Die Termine im Überblick:

Montag, 20. Juni: Trainingsauftakt (11 Uhr auf dem Trainingsgelände am Stadion, öffentlich)

Samstag, 25. Juni: Testspiel gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV (im Stadion am Zoo in Wuppertal, 13 Uhr)

Mittwoch, 29. Juni: Testspiel gegen den Oberligisten 1. FC Monheim (im Rheinstadion in Monheim, 18.30 Uhr)

Samstag, 2. Juli: Testspiel gegen den Regionalligisten 1. FC Bocholt (im Stadion am Hünting in Bocholt, 14 Uhr)

Mittwoch, 6. Juli: Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard (im Stadion in Sittard, 18 Uhr)

Freitag, 8. Juli: Testspiel gegen den Zweitligisten SC Paderborn (im Stadion in Paderborn, 18.30 Uhr)

Mittwoch, 13. Juli: Testspiel gegen den italienischen Erstligisten US Lecce (in Brixen/Italien, 17.30 Uhr)

Samstag, 16. Juli: Testspiel gegen den italienischen Erstligisten Spezia Calcio (in Brixen/Italien, 16.30 Uhr)

Donnerstag, 21. Juli: Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Athletic Bilbao (im Heidewaldstation in Gütersloh, 18 Uhr)

Samstag, 23. Juli: Testspiel geplant

Samstag, 30. Juli: DFB-Pokal 1. Hauptrunde, Auswärtsspiel beim Regionalligisten Viktoria Berlin (im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin, 13 Uhr)

5. – 7. August: Bundesliga 1. Spieltag, Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (Ansetzung folgt)

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

(Foto: Firo Sportphoto)

Rekordablöse

Die Details: Bella Kotchap geht, Osei-Tutu kommt

Auf der Geschäftsstelle des VfL Bochum wurde in den vergangenen Tagen häufiger Englisch gesprochen. Gleich bei zwei wichtigen Transfers war ein Premier-League-Klub der Ansprechpartner. Zunächst bei Jordi Osei-Tutu vom FC Arsenal, dessen Rückkehr zum VfL am Donnerstag vom Verein bestätigt wurde. Osei-Tutu erhält einen Dreijahresvertrag.

Rekordablöse für den VfL Bochum

Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz führte ebenso Verhandlungen mit dem FC Southampton, die er bereits zwei Tage zuvor zum Abschluss gebracht hat. Der Klub aus der Hafenstadt im Süden von England hat sich für vier Jahre die Dienste von Armel Bella Kotchap gesichert. Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren Wechselgerüchte gegeben, nicht jede Spur davon war heiß. Doch nun verlässt der deutsche U21-Nationalspieler den Verein wirklich.

Die Bochumer kassieren dafür eine Ablöse, die etwa 20 Prozent über den kolportierten zehn Millionen Euro liegt, zuzüglich einiger Boni, etwa bei einem Weiterverkauf. So viel Geld ist beim VfL Bochum noch nie für einen einzelnen Spieler in die Kasse gespült worden, Manager Schindzielorz spricht von neuen Dimensionen. Diesen Deal wollten und konnten sich die Verantwortlichen nicht entgehen lassen. Bella Kotchaps Vertrag lief zwar noch bis 2024, doch der Spieler liebäugelte schon länger mit einem Wechsel, sein Umfeld wurde zunehmend unruhiger. In Southampton trifft Bella Kotchap zudem auf einen Trainer, mit dem er sich leicht verständigen kann. Der Tabellenfünfzehnte der Vorsaison wird von Ralph Hasenhüttl trainiert, der zuvor bei RB Leipzig tätig war.

Kaum noch Verteidiger an Bord

Rein sportlich betrachtet hinterlässt Bella Kotchap in Bochum natürlich eine Lücke. Er ist körperlich robust, zweikampfstark und schnell, für sein Alter schon sehr weit, zumindest auf dem Platz. Abseits dessen fiel der 20-Jährige aber schon häufiger durch unprofessionelles Verhalten und einem Hang zur Überheblichkeit auf. Er ist schon der zweite Stamm-Innenverteidiger, der den VfL Bochum in diesem Sommer verlässt. Schon vor einigen Wochen ist Maxim Leitsch zu Mainz 05 gewechselt. Nun stehen lediglich Erhan Masovic und Vasilios Lampropoulos mit Bundesliga-Erfahrung bereit. Zwei neue Innenverteidiger sollen noch kommen, auch zwei Außenverteidiger stehen auf dem Wunschzettel. Mindestens ein zentraler Mittelfeldspieler und ein Angreifer sollen den Kader nach insgesamt 14 Abgängen komplettieren. Angesichts der Tatsache, dass die Bochumer das Training wieder aufgenommen haben, ist die To-do-Liste noch ziemlich lang.

Allerdings ergeben sich durch den Transfer von Armel Bella Kotchap neue finanzielle Möglichkeiten. Wenngleich der VfL seine Rekordablöse nicht in Gänze reinvestieren wird, im Gegenteil: Verbindlichkeiten sollen abgebaut und Rücklagen gebildet werden; die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen. Dennoch soll natürlich auch in die neue Mannschaft investiert werden. Ein Nachteil: Sämtliche Verhandlungspartner wissen nun, dass der VfL Bochum in diesem Sommer viel Geld durch den Verkauf von Bella Kotchap, Leitsch (ca. 3,5 Mio.) und Sebastian Polter (ca. 1,5 Mio.) eingenommen hat.

Osei-Tutu wollte unbedingt zurück

Ein kleiner Teil davon wird in die Finanzierung von Jordi Osei-Tutu gesteckt. Der 23-Jährige trug bereits in der Zweitliga-Saison 2019/20 das Trikot des VfL und überzeugte vor allem in der Endphase mit seiner Technik und Dynamik. Eine Weiterverpflichtung war seinerzeit aber nicht möglich. Das größte Problem: Der FC Arsenal sah ihn als Rechtsverteidiger, der VfL aber als Offensivspieler. Deshalb folgten drei weitere Leihgeschäfte auf der Insel. Doch in keinem Fall wurde Osei-Tutu wirklich glücklich, und zu einer Alternative für den ruhmreichen FC Arsenal entwickelte er sich auch nicht. Er kommt ablösefrei nach Bochum, allerdings ist anzunehmen, dass die ‚Gunners‘ zumindest von einem möglichen Weiterverkauf profitieren würden.

Dass Osei-Tutu zuletzt nur unregelmäßig gespielt hat, sogar in der dritten Liga gelandet ist, war Bochums einzige Chance, den Spieler überhaupt zu bekommen. Vor knapp zwei Jahren waren noch Klubs wie der OGC Nizza oder der RSC Anderlecht an einer Verpflichtung interessiert. Der VfL setzt also darauf, dass Osei-Tutu sein Potenzial in einem bekannten Umfeld ausschöpfen kann, Trainer Thomas Reis hatte ihn stets gefördert. Auch deshalb hat der junge Engländer seinen Rückkehrwunsch zuletzt mehrfach und recht offensiv über die sozialen Netzwerke bekräftigt – am Ende mit Erfolg.

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(Foto: picture alliance)

Trainingsauftakt

Start mit 14 Spielern: Reis über mögliche Neuzugänge

Höchstpersönlich bemühte sich Kapitän Anthony Losilla um einen Last-Minute-Neuzugang vor dem Trainingsauftakt. Am Montag begann beim VfL Bochum die Vorbereitung auf das zweite Bundesliga-Jahr. Doch die rund 300 anwesenden Fans sahen nur 14 Spieler, darunter drei Torhüter, einige Jungprofis oder Wechselkandidaten. Deshalb fragte Losilla am Rande des Trainingsplatzes bei VfL-Legende Michael ‚Ata‘ Lameck nach. „Ata, kommst du mit, wir brauchen noch Spieler“, scherzte der Kapitän. Lameck lachte nur und schickte Losilla auf den Platz, wo er die erste Einheit absolvierte.

Sieben Nationalspieler im Sonderurlaub

Insgesamt sieben Nationalspieler verpassten den Start, sie genießen Sonderurlaub. Fünf von ihnen werden Anfang der kommenden Woche dazukommen, Takuma Asano und Neuzugang Jacek Goralski sogar noch später. Goralski wird erst am 4. Juli in Bochum erwartet. Folglich war Philipp Hofmann am Montag der einzige Neuzugang, der schon auf dem Rasen stand. Kevin Stöger trainierte nur individuell, er ist ebenso wie Simon Zoller „gesundheitlich leicht angeschlagen“, verriet Trainer Thomas Reis. Möglicherweise wird die Trainingsgruppe aber schon in den nächsten Tagen etwas größer.

Denn die Verantwortlichen planen weitere Neuverpflichtungen. 13 Abgänge müssen kompensiert werden. Gesucht wird in allen Mannschaftsteilen. Zwei Außenverteidiger, ein Innenverteidiger, mindestens ein zentraler Mittelfeldspieler, ein offensiver Außenbahnspieler sowie ein Angreifer sollen noch kommen. Zuerst könnte ein neuer Flügelspieler präsentiert werden. Der VfL arbeitet, wie bereits berichtet, an einer Rückkehr von Jordi Osei-Tutu. „Ich würde mich nicht wehren, wenn er kommen würde“, sagte Thomas Reis. Gut zu wissen: Der Trainer sieht ihn hauptsächlich als Offensivspieler.

Fürs zentrale Mittelfeld ist neben Pierre Kunde Malong von Olympiakos Piräus auch Philipp Förster vom VfB Stuttgart ein Kandidat. Auch über ihn äußerte sich Thomas Reis wertschätzend, allerdings steht ein Transfer nicht unmittelbar bevor. Das Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt ist für den VfL schwer zu stemmen, Geduld ist gefragt. Das gilt auch bei Konstantinos Stafylidis und Jürgen Locadia, die beide noch bleiben sollen. Während es bei Stafylidis vor allem von der TSG Hoffenheim abhängt, kann Locadia frei entscheiden. Als „eher schwierig“ bezeichnete Reis jedoch die Gespräche.

Drei Neue im Betreuerstab

Geeinigt hat sich der VfL hingegen auf eine Zusammenarbeit mit Marius Kirmse, Dennis Sarteh und Max Tolischus. Kirmse unterstützt das Athletiktraining, der Sportwissenschaftler kommt von der RUB. Physiotherapeut Sarteh ersetzt Frank Zöllner, der zurück beim BVB ist. Und Tolischus übernimmt künftig organisatorische Aufgaben rund ums Team. Der 30-Jährige war zuletzt für die Agentur Onside tätig, die für den VfL Testspiele und Trainingslager organisiert hat. In Bochum soll er sich auch um die Integration von Neuzugängen kümmern. Nur bei ‚Ata‘ wäre das wohl nicht nötig…

(Foto: Firo Sportphoto)

Kommentar

Unwürdiges Gepolter: Danke, Schalke!

Für Romantik ist im modernen Fußball bekanntlich wenig Platz. Und doch erwischt sich jeder Fan bei der Suche nach Spielern, die es wirklich ernst meinen mit ihrem Klub, für die der VfL Bochum mehr ist als nur ein Arbeitgeber auf Zeit. Dieses Gefühl hatten viele Anhänger auch bei Sebastian Polter. Als er nach dem Klassenerhalt vor wenigen Wochen gemeinsam mit Manuel Riemann, Simon Zoller und Anthony Losilla das Bermuda-Dreieck stürmte, schien es so, als hätte sich Polter in diesen Verein ernsthaft verguckt.

Doch in einem Atemzug mit drei wirklich treuen Seelen genannt zu werden, hat Polter nicht mehr verdient. Der 31-Jährige wechselt ausgerechnet zu Schalke 04, es ist sein achter Klub im elften Profijahr. Nüchtern betrachtet ist das nachvollziehbar: Auf Schalke bekommt er mehr Geld und vor allem einen längeren Vertrag. Auch die Frankfurter Eintracht, die rechtzeitig einen Rückzieher gemacht hat, hätte ihm mehr bezahlt. Wie gesagt: Romantik gibt es kaum noch, und das wissen die allermeisten Fans auch, wenn sie die Emotionen ausblenden.

Stillos, aber clever

Was sie aber – völlig zu Recht – ärgert, ist das unwürdige Gepolter des erfolgreichsten VfL-Torschützen der Vorsaison. Erst sagte der Angreifer in einem Interview: Der VfL Bochum und ich – das sind Topf und Deckel. Um nur kurze Zeit später über den Berater und die Medien auf einen Wechsel zu drängen. Sie haben den Verein damit stillos, aber clever unter Druck gesetzt. Denn die meisten Fans wollten Polter im VfL-Trikot nicht mehr sehen, auch im Klub waren viele genervt. Die Verantwortlichen waren also gezwungen, eine Lösung zu finden.

Immerhin: Polter wurde ablösefrei verpflichtet, nun gibt es rund 1,5 Millionen Euro. Sportlich mag er ein Verlust sein, zehn Tore müssen ersetzt werden. Doch Philipp Hofmann und Simon Zoller stehen schon bereit. Und einen Spieler, der seine Eigeninteressen öffentlich derart zur Schau stellt, kann der VfL ohnehin nicht gebrauchen. Schließlich hat er schon in Berlin, privat wie beruflich, keinen Hehl daraus gemacht, dass ihm jeder Euro heilig ist, auch auf Kosten der Solidarität. All das ist aber nicht mehr das Problem des VfL Bochum. Dafür geht ein Dank in die Nachbarstadt.

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